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„Spaltung und Hass“: Elon Musk schießt gegen Demokratische Partei

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Von: Nail Akkoyun

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Tesla-Chef Elon Musk hat erklärt, künftig für die Republikanische Partei stimmen zu wollen. (Archivfoto)
Tesla-Chef Elon Musk hat erklärt, künftig für die Republikanische Partei stimmen zu wollen. (Archivfoto) © Imago

US-Milliardär Elon Musk schießt auf Twitter in feinster Trump-Manier gegen die Demokratische Partei. Bei den Rechten kommt das gut an.

Austin – Tesla-Chef Elon Musk offenbart immer mehr Ansichten, die ihn mit dem rechten politischen Spektrum in den USA in Einklang bringen. So schrieb er am Mittwoch (18. Mai) bei Twitter, die Demokratische Partei seien zur „Partei der Spaltung und des Hasses geworden“. Er werde deshalb künftig für die Republikanische Partei stimmen.

Weiter wetterte der 50-Jährige gegen die Elite-Uni Yale als „Epizentrum des geistigen Woke-Virus, das versucht, die Zivilisation zu zerstören“. Über die sogenannte „Woke“-Kultur zu schimpfen, bei der unter anderem um den Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung geht, gehört zum festen Repertoire der Erzkonservativen in den USA. Eine Ansicht, die auch viele Trump-Anhänger:innen teilen.

Dementsprechend ließ der Applaus aus der rechten Ecke nicht lange auf sich warten. So schrieb die Abgeordnete Lauren Boebert auf Twitter: „Willkommen auf der richtigen Seite, Elon.“ Boebert ist Anhängerin des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und Verfechterin extrem lockerer Waffengesetze. Darüber hinaus steht sie gegen Corona-Schutzmaßnahmen, Abtreibungen, erneuerbare Energien sowie die Ehe unter homosexuellen Menschen ein.

Nach Äußerung gegen Demokratische Partei: Elon Musk erwartet „Kampagne“ gegen sich

Früher habe Elon Musk für die Demokrat:innen gestimmt, „weil sie (größtenteils) die Partei der Güte“ gewesen seien, erklärte der Milliardär. Zudem schrieb er, dass nun mit einer „Kampagne schmutziger Tricks“ gegen ihn zu rechnen sei und suggerierte, dass diese mit seinen politischen Äußerungen zusammenhänge.

Tatsächlich gibt es schon seit einiger Zeit Medienberichte, wonach die US-Börsenaufsicht SEC Ermittlungen zu Musks aktuellem Übernahmeversuch bei Twitter anstellt. Unter anderem gab er bei seinen Aktienkäufen das Erreichen der Beteiligungsmarke von fünf Prozent elf Tage später als vorgeschrieben bekannt. Das sparte Musk Geld: Durch den Regelverstoß konnte er in den elf Tagen Aktien günstiger kaufen, denn als sein Einstieg bei Twitter öffentlich wurde, schoss der Kurs augenblicklich in die Höhe.

Musk einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf die Übernahme des Online-Dienstes für rund 44 Milliarden Dollar. In den vergangenen Tagen warf er Twitter allerdings vor, falsche Angaben zur Zahl von Fake- und Bot-Accounts zu machen. Sollte es dennoch zur Übernahme kommen, kündigte Musk bereits an, Donald Trumps Twitter-Account wieder zu entsperren. (nak/dpa)

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