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Vulva-Pralinen

Frauentag: Vulva-Pralinen zum Reinbeißen aus Berlin

  • Elena Müller
    VonElena Müller
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Kreative Wege, positive Aufmerksamkeit für die Vulva zu erzeugen: Bei „Eat my Pussy“ gibt es Schokovulven.

Berlin – Längst prangt sie stolz auf T-Shirts, als Graffiti auf Hauswänden oder als Sticker auf Ampeln und Schildern. Es gibt sie zum Kuscheln, Anziehen, Aufhängen. Tattookünstler:innen arbeiten sie in Bilder von Muscheln oder Art-Deco-Elementen ein: Die Vulva erobert sich langsam einen Raum der Pop- und Alltagskultur. In allen Farben und Formen wird sie Teil der Welt um uns herum, so selbstverständlich, wie es auch mit ihrem biologischen Vorbild geschehen sollte.

Das findet auch Ann-Kathrin Rudorf. Die Berliner Kuratorin und Kunstvermittlerin hat mit „Vulvalicious Berlin“ einen kreativen Weg gefunden, der Vulva zu mehr positiver Aufmerksamkeit zu verhelfen: Ihre kann man essen. Unter dem Namen „Eat my Pussy“ verkauft sie kleine Vulven aus Schokolade - und das kommt ziemlich gut an. „Mittlerweile kaufen nicht nur Menschen aus meinem Netzwerk in Berlin bei mir ein, ich bekomme auch Bestellungen aus ganz Deutschland“, freut sich Rudorf über die wachsende Bekanntheit ihrer essbaren Vulven.

Vulven aus 85-prozentiger Edelbitterschokolade.

„Eat my Pussy“ – sexpositive Schokovulven zeigen die Vielfalt weiblicher Genitalien

Um die Vielfalt der weiblichen Genitalien zeigen zu können, hat sie mittlerweile Abdrücke von 50 „Personen mit Vulva“ gemacht. Rudorf ist wichtig, differenziert zu sein: „Nicht jeder Mensch, der eine Vulva hat, sieht sich im klassischen Sinne als Frau.“

Die Pralinen sind über einen Umweg entstanden: Alles fing damit an, dass die 33-Jährige, die sich seit acht Jahren in der sex- und körperpositiven Szene bewegt, Abdrücke ihrer eigenen Vulva gemacht und nach dieser Vorlage Broschen gegossen hat. Diese trug sie, in verschiedenen Größen und Farben, zu jedem möglichen Anlass. „Ich wollte sehen, wie die Menschen darauf reagieren“, erzählt Rudorf. Oft hätten sich interessante Gespräche über die Vulva ergeben. Diese Gesprächsanlässe hofft die Künstlerin jetzt noch breiter zu streuen: Bald will sie auch ein Catering für Partys und Konferenzen anbieten. (Elena Müller)

Rubriklistenbild: © Vulvalicious

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