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Pressefreiheit in Kuba

Ein Hauch von Kritik dank Internet

Es gibt nur wenige Freiräume für kritischen Journalismus in Kuba, und selbst diese kleinen Freiheiten sind nicht sicher.

Mit der Pressefreiheit ist es in Kuba wie in eigentlich allen autoritär regierten Staaten: nicht weit her. Seit mehr als einem halben Jahrhundert gibt es auf der kommunistisch regierten Insel nur eine offizielle Presse, genauso wie es nur eine offizielle Partei gibt. Im Prinzip sind alle anderen Medien verboten.

Vor allem in den jüngeren Jahren hat sich in der Online-Welt Kubas aber eine Flora und Fauna von semikritischen bis die Regierung diffamierenden Medien etabliert, die wegen ihres digitalen Charakters oft nur schwer zu kontrollieren sind. Manchmal sitzen die Redaktionen auch im Ausland. Das bekannteste Projekt ist das von der früheren Bloggerin Yoani Sánchez betriebene Onlinejournal „14ymedio“. Es kritisiert die kommunistische Regierung immer hart und manchmal auch klug. Die Folge: Sánchez wird kujoniert, etwa indem man ihr mal einen Streifenwagen vor die Tür stellt. Daneben machen Medien wie „El Toque“, „On Cuba“ oder „Periodismo de Barrio“ verschiedene Formen von Journalismus, manche mit einem Fokus auf Sozialreportagen.

Diese Publikationen sind nicht explizit verboten und bewegen sich so meist entlang der „roten Linien“ der Berichterstattung. Diese sind etwa die Kritik an der Regierung und Berichte über die politische Opposition.

Zudem gibt es noch 14-tägige Gratiszeitungen, die etwa „Erwachen Havannas“ oder „Straßenkrokodil“ heißen und regierungskritisch sind. Diese Bürgermedien klagen nach Angaben der oppositionellen NGO „Kubanisches Institut für Meinung und Pressefreiheit“ ICLEP über eine steigende Anzahl von Einschüchterungen und Behinderungen, die vom Kappen der Telefon- und Internetverbindungen bis zu vorübergehenden Festnahmen und Bußgeldern reichen.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen führt Kuba in der neuen Liste der Pressefreiheit auf Platz 171 von 180 Staaten. Unverändert zum Vorjahr liegt die kommunistisch regierte Insel damit im tiefroten Bereich.

(Klaus Ehringfeld)

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