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„Wir können auch anders“ - die FR-Serie zur Wahl.
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„Wir können auch anders“ - die FR-Serie zur Wahl.

Editorial zur FR-Serie

Bundestagswahl: Wir können auch anders

  • Karin Dalka
    VonKarin Dalka
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Viele Menschen haben den Mut, auch das zu wählen, was nicht zur Wahl steht. Sie engagieren sich in Bürgerinitiativen oder Vereinen für eine Welt, die gerechter, solidarischer und friedlicher ist. Die FR-Serie zur Bundestagswahl „Wir können auch anders“ stellt diese starken Stimmen vor.

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr, reimt der Volksmund. Hübsch holprig, dennoch schlau? Oder eher dreist egoistisch? Nicht zwingend. Schon gar nicht in einem Superwahljahr, in dem wir die Wahl haben oder zumindest haben sollten. Seien wir also unbescheiden. Seien wir wählerisch.

Um uns wirbt eine große Zahl von demokratischen Parteien mit mehr oder minder ausgefeilten Konzepten. Vieles ist altbekannt, deshalb nicht unbedingt falsch – und doch nicht genug. Die Wissenschaft spricht von einer „Repräsentationslücke“ im etablierten Parteiensystem: Nicht alle Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ausreichend vertreten.

Manche resignieren, gehen gar nicht mehr zur Wahl, weil „die da oben“ angeblich sowieso machen, was sie wollen. Andere verschenken ihre Stimme an den rechten Rand, wo sich rückwärtsgewandte Heilsversprechen mit Menschenfeindlichkeit und Rassismus verbinden.

Progressive, kreative, radikale Ideen

Und dann gibt es noch die Vielen, die die Sehnsucht nach einer besseren Welt antreibt. Einer Welt, die gerechter, empathischer, solidarischer und friedlicher ist. Sie engagieren sich häufig in Nichtregierungsorganisationen, Bürgerinitiativen oder Vereinen und entwickeln dort progressive, kreative, radikale Ideen.

Für neue Formen des Wirtschaftens, die den Planeten nicht zerstören. Für wohnliche Städte. Gesündere Ernährung. Umweltfreundliche Mobilität. Und für mehr politische Teilhabe und die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Karin Dalka ist stellvertretende Chefredakteurin.

Gemeinsinn verbindet diese Menschen. Und der Wille zu Veränderungen, die „die Politik“ nicht oder zu langsam zuwege bringt. Sie haben den Mut, auch das zu wählen, was nicht zur Wahl steht. Oft sind es nachdenklich-leise Stimmen, die von den Mächtigen in Politik und Wirtschaft arrogant ignoriert und von rechtspopulistischen Lautsprechern übertönt werden. Vor allem in Wahlkampfzeiten.

Womit wir bei der neuen FR-Serie wären, die mit dieser Ausgabe beginnt. Sie wird ein Verstärker für diese inspirierenden Stimmen sein. „Wir können auch anders“ lautet die Botschaft, die der Serie ihren Namen gibt. In Gastbeiträgen, Interviews und anderen journalistischen Formen kommen diese Vielen zu Wort.

Die Serie auf einen Blick

Zur Bundestagswahl am 26. September will die FR denjenigen Gehör verschaffen, die sich auch jenseits der Parteien engagieren: für neue Formen des Wirtschaftens, die den Planeten nicht zerstören. Für wohnliche Städte, gesunde Ernährung, umwelt- freundliche Mobilität. Für mehr politische Teilhabe und Gleichberechtigung. Die Texte bündeln wir im Dossier zur Bundestagswahl.

Jene, die anspruchsvoll sind und mit der Kraft ihrer Visionen denen in der Politik auf die Füße treten, die nur kleine Schritte gehen oder sogar auf der Stelle treten – oder vielleicht einen ordentlichen Schubs brauchen, damit sie sich trauen, im Wahlkampf für mutigere Veränderungen zu werben.

Wir haben in den vergangenen Wochen viele Personen und gesellschaftliche Gruppen angesprochen; wir wollten wissen, was es aus ihrer Sicht braucht, um die Merkel-Ära hinter sich zu lassen. Wie eine zukunftsfähige Politik idealerweise aussieht. Und ganz konkret haben wir gefragt: Was wäre das erste, das die nächste Bundesregierung tun sollte?

Auf diese letzte Frage bitten wir auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Antworten. Schreiben Sie in einem bis drei Sätzen auf, was Ihnen wichtig ist, und schicken Sie Ihre Wünsche an bundestagswahl21@fr.de . Eine Auswahl werden wir in der Serie veröffentlichen.

Unser größter Wunsch dabei ist: Seien Sie unbescheiden. Seien Sie wählerisch.

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