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Objekte aus der Ausstellung in Chemnitz.
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Das Peng-Kollektiv wirft Ebay vor, Cancel Culture zu betreiben.

Cancel Culture

Zensurvorwurf gegen Ebay: Ist die Antifa unerwünscht?

  • Alicia Lindhoff
    VonAlicia Lindhoff
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Die linke „Kommunikationsguerilla“ des Peng-Kollektivs wirft der Auktionsplattform Ebay vor, ein Kunstprojekt zu zensieren.

  • Ein linkes Kollektiv wirft Ebay Zensur vor.
  • Die Auktionsplattform hatte die Versteigerung eines Objekts einer Antifa-Kunstausstellung gestoppt.
  • Der Vorwurf der Cancel Culture wird gegen Ebay laut.

Berlin/Chemnitz – Der Vorwurf der Cancel Culture wird nicht nur von rechts formuliert. Das zeigt der Fall der Ausstellung „Antifa – Mythos & Wahrheit“, die derzeit in den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen ist. Schon vor deren Eröffnung war es zu einem Konflikt zwischen der Museumsleitung und dem verantwortlichen Kunstkollektiv Peng gekommen, weil in einem Wandtext der Ausstellung explizit die Parteien AfD, CDU und FDP kritisiert wurden.

Ist die Antifa bei Ebay unerwünscht? Plattform stoppt Auktion von linker Gruppe

Die Kunstsammlungen als städtisches Haus befürchteten einen Widerspruch zu ihrer Neutralitätspflicht. Die Künstlergruppe warf der Museumsleitung vor, sich politischem Druck gebeugt und sie ausgeladen zu haben, diese dementierte und sprach von einem Missverständnis.

Nur wenige Tage später meldet sich das Kollektiv wieder mit Vorwürfen zu Wort – diesmal gegenüber der Auktionsplattform Ebay. Ein Teil der Ausstellung von Peng ist es, Objekte, die Facetten der antifaschistischen Szene symbolisieren, auf der Auktionsplattform zu versteigern - und die Einnahmen einem linken Chemnitzer Jugendzentrum zu spenden.

Antifa bei Ebay unerwünscht: „Kantholz“-Versteigerung gestoppt

Am Mittwoch stoppte Ebay die Versteigerung des Objekts „Kantholz“ – mit Verweis auf den Grundsatz der Gewaltverherrlichung. Aus Sicht des Peng-Kollektivs ist das Kantholz ein Symbol für Mythen über die Antifa. Der AfD-Politiker Frank Magnitz hatte nach einem gewalttätigen Übergriff behauptet, auf ihn sei ein Mordanschlag mit einem Kantholz verübt worden, was eine bundesweite Debatte über „linke Gewalt“ auslöste. Später zeigte ein Video, dass bei dem Angriff kein Kantholz zum Einsatz kam und dass Hinweise auf einen Mordversuch fehlten. „Doch die Verknüpfung Kantholz - linke Gewalt ist seitdem in den Köpfen fest verankert“, sagt ein Peng-Sprecher.

Antifa unerwünscht: Ebay sperrt gesamtes Konto von linkem Kollektiv

Am Donnerstag war dann das gesamte Konto des Kollektivs gesperrt. Einzige Begründung: „Bedenken hinsichtlich ihrer letzten Aktivitäten“.

Das Peng-Kollektiv warf Ebay vor, bei Objekten aus dem Antifa-Spektrum vorschnell zu zensieren, während zugleich Auktionen zu Wehrmachts- und NS-Devotionalien geduldet würden. Auf Anfrage der FR ging Ebay auf konkrete Gründe für die Sperrung nicht ein, sondern schrieb lediglich, „dem Verkäufer [...] bei der Lösung der Probleme mit den AGB und Marktplatz-Grundsätzen zu helfen“. Man gehe davon aus, dass das Angebot in Kürze wieder eingestellt werden könne.

Museum stellt sich nach Ebay-Verbannung hinter linkes Kollektiv

Für das Peng-Kollektiv hatte sich trotz des vorangegangenen Konflikts auch die Museumsleitung in Chemnitz eingesetzt: „Die Auktionen von @peng gehören zu unserer Ausstellung [und] sind Teil der von Art. 5 GG gedeckten Kunstfreiheit – bitte stellt die Auktion wieder online“, twitterte das Team der Kunstsammlungen. (Alicia Lindhoff)

Warum will die AfD auf Teufel komm raus „die“ Antifa verbieten? Ob das was mit dem eigenen Extremismus zu tun hat? Ein Kommentar.

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