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Corona-Virus

Kampf gegen Corona: Drosten hält Kontaktbeschränkungen für notwendig

  • VonAres Abasi
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Christian Drosten ist sich sicher, dass im Herbst wieder Kontaktbeschränkungen drohen. Der Virologe empfiehlt ausdrücklich eine Impfung.

Berlin - Der Berliner Virologe Christian Drosten glaubt nicht daran, dass die Corona-Regeln im Herbst weiterhin so locker bleiben werden. Drosten geht davon aus, dass es im Oktober und November wieder Kontaktbeschränkungen geben wird. Ob das dann auch für Geimpfte der Fall sein sollte, wollte er nicht sagen. „Wir werden gesamtgesellschaftlich die Zahl der Kontakte wieder einschränken müssen,“ sagte der Virologe jedoch. Drosten rechne „fest damit“, dass im Herbst wieder striktere Maßnahmen eingeführt werden. 

Die Einschätzung Drostens basiert auf Modellierungen des Robert-Koch-Instituts von Ende Juli. Die damaligen Annahmen seien jedoch zum Teil nicht mehr aktuell. Unter anderem sei die Übertragungsrate der Delta-Variante unterschätzt worden. Wissenschaftliche Studien aus Großbritannien zeigten ebenfalls, dass Menschen, die mit Delta infiziert waren, häufiger schwere Krankheitsverläufe hatten und im Krankenhaus behandelt werden mussten. 

Charité-Virologe Christian Drosten plädiert mit Blick auf Herbst und Winter für eine Anpassung der Prognosen an die Realität.

Christian Drosten: Corona-Impfung verliert schnell wieder an Übertragungsschutz

Gleichzeitig sei kürzlich belegt worden, dass Geimpfte nach vier bis sechs Monaten „deutlich an Übertragungsschutz“ verlieren. Sie können danach also wieder das Corona*-Virus weitergeben. „Die Infektiosität im Hals wird nicht mehr unterbunden, sondern nur noch verkürzt“, sagte Drosten. Für den Virologen ist das Hauptproblem, dass das RKI die Entwicklung der Impfquote in Deutschland, zu optimistisch sieht. 

Im gleichen Moment warb Drosten für die Corona-Impfung* und stellte die enorme Wichtigkeit hierfür heraus. Er betonte, dass man mit einer Impfquote von rund 61 Prozent von vollständig Geimpften, nicht in den Herbst gehen könne. Erst bei einer deutlich höheren Quote von 90 Prozent, könne die Pandemie für die Gesellschaft einen zufriedenstellenden Zustand erreichen. Es sei notwenig, dass mindest 85 Prozent der unter 60-Jährigen und über 90 Prozent der über 60-Jährigen, vollständig geimpft seien. Man kann sich da schon rausimpfen, die Frage ist nur: Kann man die Quote so weit steigern?“

Virologe Drosten: Gefährdete Kinder sollen sich impfen lassen

Natürlich gebe es auch andere Wege, die Pandemie im Zaum zu halten, doch seien das eher Nebenmaßnahmen und eher unterstützende Mittel. Drosten empfahl, die regelmäßige Testpflicht für Kinder unter 12, in Schulen beizubehalten. „Man muss in irgendeiner Art und Weise einen Schulbetrieb hinkriegen, der nicht zu einem exponentiellen Anstieg der Infektionstätigkeit in dieser nicht geschützten Altersgruppe führt. Für Kinder, die als Risikopatienten gelten, empfiehlt der Virologe, sich mit den zugelassenen Vakzinen impfen zu lassen. Es gebe genug Erfahrungen, dadurch seien Off-Use-Label-Anwendungen möglich. (Ares Abasi) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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