Saudi-Arabien

Drohnen beschießen Ölpipeline

Angriffe erfolgen in saudischen Provinzen.

In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der 1200 Kilometer langen Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu am Roten Meer transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih am Dienstag mit. Durch den Angriff sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem auch aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden waren. Energieminister Al-Falih sagte, es sei nicht nur ein Angriff auf Saudi-Arabien, sondern auf die Sicherheit der Öltransporte in der gesamten Welt.

Für den Angriff könnten die schiitischen Huti-Rebellen aus dem Jemen verantwortlich sein. Sieben Drohnen hätten am Dienstag Angriffe gegen wichtige Ziele in Saudi-Arabien ausgeführt, berichtete die jemenitische Zeitung „Al-Masirah“ mit Verweis auf Militärkreise.

Das Medienunternehmen steht unter Kontrolle der Huti-Rebellen. Demnach habe es sich um Vergeltung für die Angriffe Saudi-Arabiens gegen den Jemen gehandelt.

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition auf der Seite der international anerkannten Regierung des Landes gegen die vom Iran unterstützten Huti-Rebellen. Diese hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Nordjemens eingenommen.

Wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA mit Verweis auf einen Sprecher der Sicherheitskräfte berichtete, wurden zwei Pumpstationen im Zentrum des Königreiches angegriffen. Der Angriff habe sich am Morgen in den Provinzen Dauadmi und Afif ereignet. (dpa)

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