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Konfiszierte Cannabis-Pflänzchen in München.

Organisierte Kriminalität

Drogenschmuggler werden flexibler

Ein neuer EU-Bericht beklagt, wie schwierig es sei, dem Drogenschmuggel Herr zu werden. Nötig sei ein gemeinsames Vorgehen alle EU-Länder.

Ein neuer EU-Bericht beklagt, wie schwierig es sei, dem Drogenschmuggel Herr zu werden. Nötig sei ein gemeinsames Vorgehen alle EU-Länder.

Neue Drogen, wechselnde Schmuggelrouten, grenzübergreifende Zusammenarbeit: Die Drogenkriminalität in Europa stellt die Fahnder einem EU-Bericht zufolge vor immer neue Probleme. Der moderne europäische Markt für Drogen sei immer stärker vernetzt und breite sich immer weiter aus, sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Donnerstag in Brüsselbei der Vorstellung des Berichts. „Es handelt sich um einen der komplexesten kriminellen Vorgänge der heutigen Zeit.“ Eine wichtige Rolle spielt demnach auch das Internet.

Europol und die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben erstmals eine gemeinsame Analyse der Drogenmärkte in der EU erstellt. Ihr Fazit: „Angebot und Nachfrage bei illegalen Drogen läuten eine neue bedeutende Epoche in Europa ein und stellen die derzeitigen Strategien und Vorgehensweisen auf die Probe.“

Internet erleichtert Drogenhandel

Die Rede ist von einem „zunehmend dynamischen und innovativen Markt“. Die Drogenhändler sind demnach nicht mehr auf den Schmuggel und Handel über festgelegte Routen mit einer Droge spezialisiert, sondern werden immer flexibler.

„Wir haben festgestellt, dass immer mehr legale kommerzielle Transportmöglichkeiten wie Container, Flugzeuge sowie Kurier- und Postdienste genutzt werden“, sagte Europol-Direktor Rob Wainwright. So könnten Drogen immer schwerer abgefangen werden. „Die Internettechnologie macht ebenfalls vieles einfacher und wird häufig zur Vermarktung und zum Verkauf von Drogen genutzt.“

„Organisierte kriminelle Gruppen handeln mittlerweile eher mit vielen Substanzen gleichzeitig und machen häufiger gemeinsame Sache“, sagte Malmström. „Auch der Drogenhandel verändert sich, sowohl was die Komplexität der gewählten Routen als auch was die mitgeführten Drogenarten angeht.“ Die Bemühungen einzelner Staaten im Kampf gegen die Drogenkriminalität reiche nicht aus, nötig sei ein gemeinsames Vorgehen. (afp)

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