Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

kommentar

Und zum Dritten

Der erste Entwurf der Regierung Bush für eine UN-Resolution zur Aufhebung der Irak-Sanktionen war eine Provokation. Die zweite Fassung blieb eine rein

Von Rolf Paasch

Der erste Entwurf der Regierung Bush für eine UN-Resolution zur Aufhebung der Irak-Sanktionen war eine Provokation. Die zweite Fassung blieb eine rein kosmetische Operation. Unter normalen Bedingungen wäre deswegen die dem UN-Sicherheitsrat vorgelegte dritte Version so etwas wie eine Basis für ernsthafte Verhandlungen. Jetzt ist wieder von den UN-Waffeninspektoren die Rede, doch ein Versprechen für ihre Rückkehr ist das nicht. Zum Vorteil vor allem russischer Unternehmen dürfte der UN-Generalsekretär auch die noch mit Saddam Hussein abgeschlossenen Lieferverträge honorieren. Ob dies für alle Kontrakte gilt, wird sich zeigen.

Die Besatzung Iraks durch die Kriegskoalition wird nicht für ein Jahr legitimiert, sondern nur bis zum Antritt einer international anerkannten Regierung. Wann dies sein wird, vermag heute niemand zu sagen. Doch die tatsächliche Rolle der Vereinten Nationen bleibt weiter so vage wie die Befehlsgewalt über die Verwendung irakischer Öleinnahmen. Warum auch sollten die USA dem Rest der Welt größere Zugeständnisse machen?

Nach dem Irak-Krieg herrschen keine normalen Verhältnisse mehr. Die diplomatischen Herausforderer der Weltmacht werden selbst diesem unbefriedigenden Kompromiss zustimmen. Oder sich enthalten. Alles andere würde nur schaden - ob nun der französischen Regierung oder der Bevölkerung in Irak. Nach letzten Korrekturen dürfte das großzügige Diktat der Regierung Bush noch in dieser Woche in New York eine klare Mehrheit finden. Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten. Irak geht an die Sieger statt an die UN.

Dossier: Irak nach dem Krieg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare