Panama

Ein Drittel der Stimmen reicht

Cortizo ist neuer Präsident in Panama.

In Panama ist der Agrarunternehmer und frühere Landwirtschaftsminister Laurentino Cortizo (66) zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der Kandidat der Demokratisch-Revolutionären Partei (PRD) gewann die Wahl am Sonntag nach der vorläufigen Auszählung fast aller Stimmen mit 33,2 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission am Montag mitteilte. Knapp dahinter landete mit 31,0 Prozent der frühere Außenminister Rómulo Roux (54) von der Zentrumspartei Cambio Democrático (Demokratischer Wechsel). In Panama gibt es keine Stichwahl, es gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen.

„Wir sind vorbereitet, zu regieren, um Panama im Dialog zu Ruhe, Frieden und Wohlstand zu führen“, sagte Cortizo nach Bekanntgabe seines knappen Wahlsiegs. Cortizo hatte versprochen, die grassierende Korruption in dem mittelamerikanischen Land zu bekämpfen.

Cortizos Rivale Roux weigerte sich, seine Niederlage einzugestehen. „Wir werden heute gar kein Ergebnis anerkennen“, sagte Roux noch vor Veröffentlichung der ersten Zahlen. Es gebe „Hinweise auf Unregelmäßigkeiten“.

Dem kleinen lateinamerikanischen Land haftet seit dem Skandal um die „Panama Papers“ der Ruf eines Paradieses für Steuerhinterzieher an. Die Veröffentlichungen führten zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche. (dpa/afp)

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