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Ein Mann bekommt eine Impfung.
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Corona-Impfung: Die dritte Impfdosis wird diskutiert.

Pandemie

Stiko-Chef Mertens zur dritten Corona-Impfung: „Aktionismus der Politik verunsichert“

  • VonNadja Austel
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Für einen sicheren Schutz vor Corona wird in der Politik aktuell eine dritte Impfung diskutiert. Stiko-Chef Mertens warnt vor überstürzten Entscheidungen.

Berlin - Eine dritte Impfung gegen Corona soll ab September in Deutschland für bestimmte Gruppen angeboten werden. Die Auffrischungsimpfung soll den Impfschutz gegen Covid-19 erhöhen, so das Vorhaben der Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht hierfür noch keinen Anlass.

„Hier handelt es sich um eine politische Vorsorgemaßnahme ohne ausreichende medizinische Evidenz“, so Mertens. Dass eine dritte Impfdosis aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, ist demnach bisher nicht erwiesen. Es gebe jedoch ebenso wenig Hinweise darauf, dass eine Drittimpfung schädlich sein könnte.

Corona-Impfung: Es gibt keinen Zeitdruck für eine Drittimpfung - „Es fehlt eine große Studie“

„Der Aktionismus der Politik verunsichert die Menschen“, kritisiert er außerdem. Auch gebe es keinen Zeitdruck: Falls eine Gruppe von Geimpften ihren Impfschutz verliere, dann langsam und schleichend, nicht von einem Tag auf den anderen. „Da kommt es nicht auf eine oder zwei Wochen früher oder später an“, so der Stiko-Vorsitzende.

Auch zu möglichen Nebenwirkungen von Drittimpfungen gebe es noch keine Daten. Ähnlich wie bei Impfungen für Schwangere und Kinder fehle „eine große Studie, aus der tatsächlich hervorgeht, dass die Drittimpfung bei den Betroffenen keine Nebenwirkungen hat“, so Mertens. Aus immunologischen Überlegungen heraus seien sie allerdings auch nicht erwartbar.

Corona-Impfung bei Jugendlichen: Gesundheitsminister handelten ohne Stiko-Empfehlung

Die Gesundheitsminister hatten sich für eine Impfkampagne der 12- bis 17-Jährigen ausgesprochen - auch ohne Stiko-Empfehlung. Diese ist inzwischen angelaufen. Die Stiko zögert bisher bei konkreten Impfempfehlungen für diese Altersgruppe. Die Gesundheitsminister stützen sich stattdessen auf die Freigabe der Impfungen für Jugendliche durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA). Zuletzt hatten die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer zu einer schnellen Auffrischung der Corona-Impfung geraten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußerte in der Folge heftige Kritik. (Nadja Austel mit afp)

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