Protest gegen Pegida formiert sich in Dresden
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Protest gegen Pegida formiert sich in Dresden

Demos in Sachsen

Protest gegen Geburtstagsfeier von Pegida in Dresden

Hass, Rassismus, Diskriminierung und üble Hetze - die Anhänger von Pegida feiern fünfjähriges Bestehen. In Dresden gehen Menschen auf die Straße gegen die Bewegung.  

Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ sind am Sonntag in Dresden Menschen aus ganz Sachsen gegen die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung auf die Straße gegangen. Am Mittag bildeten sich drei Demonstrationszüge, die sich später in der Innenstadt vereinen wollten. Pegida hatte am Nachmittag in unmittelbarer Nähe der Proteste eine Kundgebung angemeldet, auf der die Anhänger das fünfjährige Bestehen der Bewegung feiern wollten.

Pegida stehe für fünf Jahre Hass, Rassismus, Diskriminierung und üble Hetze, hatten die Organisatoren von „Herz statt Hetze“ im Vorfeld der Proteste erklärt. Experten wie der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer sehen die Bedeutung von Pegida abnehmen und ihren Charakter verändert. „Mittlerweile ist Pegida nur noch eine fremden- und migrationsfeindliche Bewegung, Teil eines rechtsextremen Netzwerkes“, sagte Vorländer.

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Die selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) hatten am 20. Oktober 2014 erstmals in Dresden demonstriert. Die Bewegung machte seither fast jeden Montag gegen Flüchtlinge Stimmung und radikalisierte sich zunehmend. Der mehrfach vorbestrafte Pegida-Anführer Lutz Bachmann wurde unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt. In den vergangenen Monaten hatte Pegida deutlich an Zuspruch verloren und mehrmals pausiert. (dpa) 

Die Pegida-Bewegung ist ein Sammelbecken für Rechtsextreme. Dies zeigt ein Prozess gegen eine rechtsextreme Gruppierung in Dresden.

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