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Drei geköpfte Leichen nördlich von Bagdad entdeckt

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Ein irakischer Polizist bedeckt die Körper der drei enthaupteten Männer, die am Mittwoch in Irak gefunden wurden. Die Leichen wurden nach Tikrit gebracht.
Ein irakischer Polizist bedeckt die Körper der drei enthaupteten Männer, die am Mittwoch in Irak gefunden wurden. Die Leichen wurden nach Tikrit gebracht. © rtr

USA wollen Sicherheitsausgaben für Irak erhöhen / Zehn Tote bei Gefechten in Ramadi / Türkische Geisel freigelassenDie Leichen von drei enthaupteten Männern wurden am Mittwoch nördlich von Bagdad gefunden. Bisher konnte nicht geklärt werden, wer die Männer sind. Bei Gefechten in Ramadi wurden zehn Menschen getötet. Dossier: Irak nach dem Krieg

Bagdad/Washington (ap). An einer Straße nördlich von Bagdad sind am Mittwoch drei geköpfte Leichen gefunden worden. Dem äußeren Anschein nach handele es sich bei den Toten um Iraker, sagte ein US-Offizier. Das irakische Innenministerium teilte mit, die Männer trügen Zivilkleidung und seien tätowiert. Ihre Köpfe seien nahe der Fundstelle bei Didschiel 40 Kilometer nördlich von Bagdad entdeckt worden.

Die USA kündigten unterdessen an, ihre Ausgaben für Sicherheit im Irak um 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) aufzustocken. Das Budget für Sicherheitsmaßnahmen steige damit auf insgesamt fünf Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro), teilte das Außenministerium in Washington am Dienstag mit. Auch die Ausgaben für die wirtschaftliche Entwicklung und die irakische Ölindustrie würden erhöht. Die Mittel in Höhe von insgesamt 3,46 Milliarden Dollar werden aus Programmen für den Wiederaufbau der Wasser- und Elektrizitätsversorgung abgezweigt. Der Kongress muss der Umverteilung noch zustimmen.

Bei Gefechten zwischen Aufständischen und US-Soldaten in der Stadt Ramadi wurden am Mittwoch zehn Menschen getötet, darunter auch zwei Frauen. Sechs Menschen wurden verletzt. Zudem wurde ein Mitglied der Regierung der Provinz Anbar von Bewaffneten angegriffen, einer Leibwächter wurde dabei getötet. In der Stadt Suwajra 60 Kilometer südlich von Bagdad kostete ein Autobombenanschlag auf einen Posten der Nationalgarde zwei Menschen das Leben, zehn weitere wurden verletzt.

Armitage warnt neuer Gewalt vor Wahlen in USA und in Irak

Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage erklärte am Mittwoch, bis zu der für Ende Januar geplanten Parlamentswahl in Irak werde die Gewalt vermutlich noch zunehmen. Auch die Präsidentschaftswahl in den USA im November könnten die Aufständischen zum Anlass für verstärkte Aktivitäten nehmen, sagte Armitage am Rande eines Besuchs in Tschechien.

Eine Extremistengruppe ließ unterdessen eine türkische Geisel frei, wie der Bruder des Mannes bestätigte. Aytullah Gezmen habe seine Familie von der türkischen Botschaft in Bagdad aus angerufen, sagte sein Bruder Hüseyin der Nachrichtenagentur Anadolu. Die Entführer hatten die Freilassung am Dienstag in einem Video angekündigt. Zur Begründung wiesen sie unter anderem auf den Einspruch der türkischen Regierung gegen die US-Offensive in der nordirakischen Stadt Tal Afar hin, in der zahlreiche Turkmenen leben.

Nach Morddrohungen gegen einen entführten Jordanier kündigte dessen Arbeitgeber im Fernsehsender Al Dschasira seinen Rückzug aus Irak an. Australien bekräftigte unterdessen, Berichte über eine Entführung zweier Australier in Irak könnten nicht bestätigt werden. Die Regierung habe zu allen 225 Australiern, von denen sie wisse, dass sie sich in Irak aufhielten, Kontakt aufgenommen.

Das staatliche iranische Fernsehen berichtete unterdessen auf seiner Website, nahe der irakischen Pilgerstadt Kerbela sei ein iranischer Beamter getötet worden. Er habe für die staatliche iranische Pilger-Organisation gearbeitet. Wann sich der Vorfall ereignete, wurde nicht mitgeteilt.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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