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Kanzlerin Merkel eröffnet den Bundesparteitag der CDU.

AKK wird CDU-Parteivorsitzende

"Don't mess with Merkel!"

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+++ AKK wird neue Parteivorsitzende +++ Stellvertreter wurden gewählt +++ Kramp-Karrenbauer setzt sich in der Stichwahl gegen Merz durch +++ Spahn scheidet im ersten Wahlgang aus +++ Die Ereignisse im Minutenprotokoll.

In Hamburg beginnt der CDU-Parteitag. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn bewerben sich für die Nachfolge von Angela Merkel auf dem Parteivorsitz.

Als Favoriten galten Kramp-Karrenbauer und Merz, Spahn wurde als Außenseiter angesehen. Am Ende setzte sich Kramp-Karrenbauer im zweiten Wahlgang gegen Merz durch, Spahn schied im ersten Wahlgang aus. Die Ereignisse im Minutenprotokoll.

22:33 Uhr: Jetzt aber wirklich: Schönen Abend.

22:32 Uhr: Merkel kann nun mit einem positiven Votum ihrer Partei am kommenden Montag und Dienstag nach Marokko reisen, wo die - rechtlich nicht bindende - internationale Vereinbarung auf einem UN-Gipfel angenommen werden soll. Vor allem die AfD hatte in den vergangenen Wochen gegen den Pakt mobil gemacht. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich für das Dokument ausgesprochen. Auf dem CDU-Parteitag wurde kontrovers über den Pakt diskutiert. Ein Delegierter sprach von möglichen Verpflichtungen, die dadurch auf deutsche Kommunen zukommen könnte. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor sprach sich für den Pakt aus und sagte: „Wir springen nicht über die Stöckchen, die uns Rechtspopulisten hinhalten.“

22.27 Uhr: Nachtrag: Der CDU-Parteitag hat einen Antrag des Bundesvorstandes zum umstrittenen UN-Migrationspakt mit großer Mehrheit angenommen. Für den Pakt, der Migration steuern und die Ausbeutung von Arbeitsmigranten bekämpfen soll, warb unter anderem Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Er sagte, in den vergangenen Wochen sei deutlich geworden, dass es eine beispiellose „Kampagne gegen den Migrationspakt gibt“. Teil dieser Kampagne sei „das bewusste Weglassen von Fakten“.

21:01 Uhr: „Es war mir eine Ehre“, sagte Merkel zum Abschied. Uns auch. Schönen Abend.

20:47 Uhr: Wer Generalsekretär oder Generalsekretärin wird, soll morgen festgelegt werden.

20:27 Uhr: Die neue CDU-Vorsitzende befürchtet nach ihrer Wahl kein Auseinanderdriften der Flügel, sieht es aber als ihre zentrale Aufgabe, den Zusammenhalt zu bewahren. „Ich kann keinen Riss erkennen“, sagt in der ZDF-Sendung „Was nun?“. Auch ihre Konkurrenten Merz und Spahn hätten auf dem Parteitag in Hamburg erklärt, der Zusammenhalt sei ihr größtes Ziel. Zugleich habe sie am meisten Respekt vor dieser Herausforderung. Es gehe auch darum „allen Flügeln Raum zu geben, das ist absolut notwendig, aber das wird keine einfache Aufgabe sein“.

20:07 Uhr: So reagiert Carsten Linnemann, Vorsitzender des Unions-Mittelstands: „Auch wenn viele in der CDU über das Ergebnis enttäuscht sind, bleibt die Chance auf einen Neustart.“

20:05 Uhr: Der Präsident des Verbands der Digitalwirtschaft Bitkom, Achim Berg, sagt zur „Bild“: „Nach der Personaldiskussion brauchen wir jetzt eine ebenso entschieden und leidenschaftlich geführte Sachdiskussion zu unserem wichtigsten Zukunftsthema: Digitalisierung.“

19:44 Uhr: Trostpreis: Jens Spahn wird mit 89 Prozent ins CDU-Präsidium gewählt. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer erhält knapp 83 Prozent der gültigen Stimmen, Thüringens CDU-Vorsitzender Mike Mohring kommt auf knapp 73 Prozent.

19:19 Uhr: AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel reagiert auf den AKK-Sieg: „Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so! Sie ist Merkel 2.0. Mit ihr wird sich Linkskurs der CDU fortsetzen und damit haben auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr.“

AKK bedankt sich bei Horst Seehofer

19:06 Uhr: So haben die Stellvertreter abgeschnitten: Bouffier - 90,04 Prozent, Klöckner - 86 Prozent, Laschet - 75,62 Prozent, Strobl - 59,34 Prozent, von der Leyen - 57,47 Prozent.

19:04 Uhr: AKK bedankt sich bei Seehofer für seinen ersten Tweet überhaupt. „Lieber Horst Seehofer,vielen Dank für die Glückwünsche. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der CSU. Zusammen waren wir immer am stärksten.“

19:03 Uhr: Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Volker Bouffier begrüßt die Wahl der bisherigen von  Kramp-Karrenbauer zur neuen Parteichefi. Das Auswahlverfahren und der Parteitag hätten „der Partei gut getan, das hat sie belebt“, sagt der hessische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. Die jetzt nötige Arbeit für den Zusammenhalt der CDU „hätten beide gut hinbekommen. Aber es spricht sicher sehr für Annegret Kram-Karrenbauer, dass sie die Partei sehr unmittelbar angesprochen hat und auch das Herz der Partei erreicht hat.“

18:47 Uhr: Die fünf Stellvertreter der Bundesvorsitzenden wurden gewählt, namentlich: Bouffier, Klöckner, Laschet, Strobl und von der Leyen. Die beiden Letztgenannten dürften enttäuscht sein, haben sie doch beide weniger als 60 Prozent der Stimmen erhalten.

18:32 Uhr: „Don't mess with Merkel!“, twittert Grünen-Politiker Jürgen Trittin nur ein wenig süffisant.

18:20 Uhr: Zufrieden zeigt sich auch Verdi-Chef Frank Bsirske. „Ich habe Annette Kramp-Karrenbauer als eine Persönlichkeit kennen gelernt, die auch in herausgehobener Verantwortung die Bodenhaftung nicht verloren hat.“ Und er fügt hinzu: „Sie hat ein Ohr auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Und das ist gut.“ In ihrer Rede habe sie „aktuelle sozialpolitische Themen benannt. Die wollen wir gerne mit ihr vorantreiben.“

18:18 Uhr: Auch der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, gratuliert nun AKK. „Viel Erfolg im neuen Amt“, erklärt der CDU-Politiker. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion freue sich auf eine enge und gute Zusammenarbeit. „Gemeinsam mit der Bundesregierung und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft eintreten und die Zukunft des Landes gestalten. Wir wollen das Leben der Bürger Stück für Stück besser machen.“

Jens Spahn: Kann mit dem Ergebnis „sehr gut leben“

18:12 Uhr: Den einen oder anderen kommentierenden Nutzer auf unserer Seite scheint es aus unerfindlichen Gründen zu verstören, dass auf die erste Frau an der Spitze der CDU nun die zweite Frau an der Spitze der CDU folgt.  

18:03 Uhr: AKK solle das jetzt erstmal einige Jahre machen, man stünde nämlich auch für „Stabilität in der CDU“, sagt Spahn – und kann sich einen Seitenhieb auf den Koalitionspartner SPD nicht verkneifen, der „in zehn Jahren acht Parteivorsitzende“ gehabt hätte.

18:01 Uhr: Spahn sagt, er könne mit dem Ergebnis „sehr gut leben“.

17:44 Uhr: Und Linken-Parteichefin Katja Kipping? Twittert  auch nicht besonders begeistert: „#Merz ist gescheitert. Das heißt nicht, dass mit #KrampKarrenbauer nun eine weltoffene CDU in die Zukunft startet: AKK vertritt bei Gleichberechtigung&Migration einen reaktionären Kurs. Der Preis für ihre Macht sind Zugeständnisse an die Herrenriege um #Spahn & #Merz.“

17:40 Uhr: Ähnlich wie Wagenknecht äußert sich Linken-Parteichef Bernd Riexinger: „Politisch ändert sich erstmal nichts“, schreibt er bei Twitter. Eine knappe Mehrheit beim CDU-Parteitag habe sich für „weiteres Durchwursteln à la #Merkel“ entschieden.

17:38 Uhr: Während alle anderen gratulieren, reagiert die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht kritisch auf die Wahl. Es sei gut, dass die Partei nicht „Blackrock-Merz“ gewählt habe, aber „Merkel 2.0“ sei auch keine Lösung, twittert Wagenknecht. Mit Kramp-Karrenbauer gehe die Politik der bisherigen CDU-Chefin Angela Merkel weiter.

17:35 Uhr: Auch CSU-Chef Markus Söder gratuliert AKK. „Herzlichen Glückwunsch aus Bayern“, schreibt er auf Twitter. „Viel Erfolg im neuen Amt. Freue mich auf eine zukünftige Zusammenarbeit.“ Und weiter heißt es: „CDU und CSU müssen wieder enger zusammenrücken und gemeinsam für unser Land arbeiten.“

17:27 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner freut sich auf einen „fairen Wettbewerb und gute Zusammenarbeit“ mit der frisch gewählten neuen CDU-Vorsitzenden. „Eine Mehrheit des Parteitags sprach sich für eine andere Strategie aus“, twittert Lindner mit Blick auf den ersten Wahlgang. Dann habe der Parteitag „aber eher Kontinuität gewählt.“

17:25 Uhr: AfD-Chef Alexander Gauland reagiert erleichtert auf die Wahl von Kramp-Karrenbauer zur CDU-Vorsitzenden. „Frau Kramp-Karrenbauer ist die Fortsetzung von Merkel mit anderen Mitteln. Sie hat die Flüchtlingspolitik mitgetragen und wird sie nicht korrigieren“, sagt Gauland dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Das Ergebnis überrascht ihn nicht: „Dass es knapp werden würde, haben alle vorher gesagt. Auch ein knapper Sieg von Merz wäre möglich gewesen.“ 

17:21 Uhr: Die Grünen-Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck gratulieren AKK und teilen mit: „Wir freuen uns auf einen spannenden politischen Wettbewerb und die anstehenden inhaltlichen Debatten um die besten Ideen für unser Land und Europa.“

Horst Seehofer setzt ersten Tweet ab

17:19 Uhr: „Meine herzlichen Glückwünsche zur Wahl zur neuen Vorsitzenden der CDU. Viel Glück und Erfolg im neuen Amt! Auf gute Zusammenarbeit mit der CSU!“, schreibt Noch-CSU-Chef Horst Seehofer auf Twitter - der erste Tweet von @der_Seehofer.

17:17 Uhr: Merz kandidiert nach der Niederlage übrigens nicht für das CDU-Präsidium, Spahn schon.

17:16 Uhr: SPD-Chefin Andrea Nahles gratuliert und bietet AKK eine gute Zusammenarbeit in der GroKo an. „Sie treten in große Fußstapfen“, schreibt Nahles nach dem knappen Sieg gegen Merz. „Jetzt heißt es Probleme lösen: Die Zukunft der Renten sichern, den Wert der Arbeit anerkennen, den Zusammenhalt in Europa stärken.“

17:12 Uhr: AKK bittet Spahn und Merz bei ihrer Rede noch einmal auf die Bühne, um nach dem Wahlkampf Einigkeit in der Union zu demonstrieren. Man sei ja eine richtige „Rockband“, findet Spahn, AKK stimmt zu.

17:07 Uhr: Jetzt spricht Merz, er wirbt dafür, AKK nun die Unterstützung zu geben. Die letzten Wochen seien an „Musterbeispiel für Demokratie“ gewesen, und ein Prozess, um den „uns alle anderen Parteien beneiden.“

17:03 Uhr: Schockierte Gesicher im konservativen Lager, Merz wiederum lächelt. Daniel Günther überreicht Blumen an AKK.

16:58 Uhr: Die neue Vorsitzende wird es nicht nehmen lassen, ein paar Worte zu sagen. Wenn sie die Tränen der Rührung zurückgekämpft hat.

16:57 Uhr: Annegret Kramp-Karrenbauer wird zur neuen Parteivorsitzenden der CDU gewählt. Sie erhält 517 Stimmen. Friedrich Merz muss sich mit 482 Stimmen begnügen.

16:55 Uhr: Weiter geht's, Daniel Günther mahnt zur Ruhe.

16:43 Uhr: Sitzungsleiter Daniel Günther erklärt den zweiten Wahlgang für beendet. Schon in wenigen Minuten dürfte das Ergebnis verkündet werden, die Spannung steigt ...

16:34 Uhr: Jens Spahn ist ja erst zarte 38 Jahre alt - das ist in der Politik etwa so, wie wenn im Fußball ein 12-Jähriger in der Champions League spielt. Er hat noch alle Zeit der Welt, es in Zukunft nochmal zu versuchen.

16:17 Uhr: Spannend wird jetzt, wohin die Wähler Spahns tendieren.

16:15 Uhr: Insgesamt wurden 999 Stimmen abgegeben. Alle Stimmen waren gültig. 450 Delegierte stimmten für AKK, 392 für Friedrich Merz. Jens Spahn erhielt 157 Stimmen.

16:11 Uhr: Annegret Kramp-Karrenbauer gewinnt den ersten Wahlgang mit 450 Stimmen.

16:10 Uhr: Gleich wird das Ergebnis des ersten Wahlgangs bekannt gegeben. Daniel Günther wird das Wahlergebnis bekannt geben.

15:55 Uhr: Gewinnen kann nur einer oder eben eine. Das weiß auch Julia Klöckner. Die hätte am liebsten „Friedrich Jens Kramp-Karrenbauer“ als Vorsitzenden.

15:52 Uhr: Der erste Wahlgang ist abgeschlossen, jetzt werden die Stimmen ausgezählt.

15:35 Uhr: Die letzten Fragen richten sich an Friedrich Merz. Es geht um seine persönliche Motivation und um europäische Krisen.

15:32 Uhr: Die nach der Besetzung des Postens des/r Generalsekretärs/in beantwortet keiner direkt. AKK und Merz wollen es, sollten sie gewählt werden, am Tag nach der Wahl bekannt geben, Spahn im Lauf der nächsten Woche.

15:30 Uhr: Beim Thema Schwangerschaftsabbruch sind sich alle drei mehr oder weniger einig. 

15:22 Uhr: Abler meldet sich wieder zu Wort. Er fragt die Kandidaten, wie sie zum „Schutz des ungeborenen Lebens“ stehen. Jens Spahn antwortet, obwohl die Frage an Kramp-Karrenbauer gerichtet war. Spahn ist für den Schutz des Lebens, von Beginn bis Ende. Nur wann es seiner Meinung nach beginnt, das sagt er nicht.

15:15 Uhr: Bislang hat niemand außer Kramp-Karrenbauer eine Frage gestellt bekommen.

15:10 Uhr: Es beginnt die Fragerunde an alle drei Kandidaten. Die wurde auch schon bei den Regionalkonferenzen getestet und für gut befunden.

15:06 Uhr: Laut dem Phönix-Moderator wird Jens Spahn mit einem „warmen Applaus“ verabschiedet. Ein paar Delegierte stehen auch für Spahn auf.

15:05 Uhr: Er werde kein bequemer Parteivorsitzender sein, aber man könne sich auf ihn verlassen, auch wenn der Wind von vorne kommt. 

15:00 Uhr: Auch er lese Umfragen, sagt Jens Spahn. Aber es fühle sich richtig an, zu kandidieren.

14:55 Uhr: Die Freiheit will Jens Spahn verteidigen. Gegen „linke Moralisten“, „rechte Radikale“ und „religiöse Fanatiker“.

14:50 Uhr: „Leistung muss sich lohnen“, sagt Spahn und spricht von 2040 und der „DNA der CDU“. Ein „europäsisches Stanford“ wäre sein Traum.

14:45 Uhr: Jens Spahn spricht als letzter der drei Kandidaten. Viele Ratschläge habe er erhalten, er solle seine Kandidatur doch zurückziehen. Er habe doch noch Zeit und solle geduldig sein. Doch das hätten weder Konrad Adenauer noch Helmut Kohl gehandhabt.

Applaus für Friedrich Merz

14:42 Uhr: Sollte Merz gewinnen, will er seine Konkurrenten Spahn und Kramp-Karrenbauer eng in die Parteiführung einbinden. Auch er bekommt lang anhaltenden Applaus und vereinzelt Standing Ovations.

14:35 Uhr: Friedrich Merz kündigt an, dass sich der ganze Parteivorstand in den kommenden Wahlen in Ostdeutschland einbringen werden. Außerdem will er für mehr Frauen und mehr junge Leute bei der CDU kämpfen.

14:30 Uhr: Nicht die „Populisten von links und rechts“ seien die politischen Gegner für die CDU, sondern die SPD, die Grünen und die Linke.

14:22 Uhr: „Wir brauchen einen Strategiewechsel“, sagt Merz und fordert von seiner Partei, man müsse wieder mehr zuhören.

14:16 Uhr: Jetzt spricht Friedrich Merz. Erst einmal redet er von „großer Dankbarkeit“ gegenüber Merkel.

14:14 Uhr:  AKK bekommt zum Ende ihrer Rede Standing Ovations von einem Teil der Delegierten.

13.53 Uhr: AKK: "Ich wollte eigentlich Lehrerin werden". Jetzt ist ihre Verantwortung, die "modernsten Schulen" zu schaffen. Und: Wer hier forscht, solle die Ergebnisse auch hier umsetzen. "Wenn wir den Mut haben, stellen wir sicher, dass sich Leistung richtig lohnt", argumentiert AKK. Sie will einen starken Staat, klare Kante gegen „Chaoten, wie bei G20 in Hamburg“. Was ist mit Chemnitz 2018?

13.50 Uhr: Tagesordungspunkt 16.1. Die Vorstellung der Kandidatinnen  erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. AKK beginnt. 20 Minuten Redezeit. 

13:30 Uhr: Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlands, spricht sich naturgemäß für AKK aus. Kramp-Karrenbauer wurde vom saarländischen CDU-Verband nominiert.

13:15 Uhr: Der letzte Wortbeitrag kommt von Necdet Savural - auch er lobt Merkel und betont, dass der Islam nicht das sei, was Vorredner Abler in ihm sieht. Merkel selbst macht derweil Fotos mit Fans aus der Partei.

13:10 Uhr: Julia Klöckner übermittelt Lob aus Rheinland-Pfalz  für die scheidende Parteivorsitzende. Und einen Fresskorb mit rheinland-pfälzischen Erzeugnissen.

13:05 Uhr: Und Abler lässt nicht nach. Eine Unterschrift unter dem Aslypakt nennt er „Landesverrat“, Muslime als nicht integrierbar. 

„Millionenfache Tötung ungeborener Kinder“

13:01 Uhr: Eugen Abler, CDU-Ortsvorsitzender aus Baden-Württemberg, sieht in der Abtreibung sowas wie Massenmord. Der erklärte Merkel-Kritiker ist der Meinung, dass der Fachkräftemangel ein direktes Ergebnis aus der „millionfachen Tötung ungeborener Kinder“ seit den 1970ern ist.

12:55 Uhr: Nur aus Sachsen kommt so etwas wie Kritik oder zumindest Angst vor „grünen Experimenten“ und Koalitionen mit der „SED-Nachfolgepartei“.

12.30 Uhr: Es geht weiter mit Lobreden, aktuell vom CDU-Mann Vincent Kokar. 

12.20 Uhr: Volker Bouffier überreicht Angela Merkel ein Abschiedsgeschenk: Einen Taktstock für die Dirigentin. Bouffier bedankt sich für 18 "großartige Jahre" und wünscht Merkel "stabile Gesundheit und Gottes Segen". 

12.15 Uhr: Bei der Würdigung der Verdienste der scheidenden CDU-Chefin Angela Merkel hat sich der Parteivize Volker Bouffier auf dem Parteitag in Hamburg einen Seitenhieb auf den örtlichen Fußballbundesligisten HSV nicht verkneifen können. In der mehr als 18-jährigen Amtszeit Merkels habe der Club "24 Trainer verbraucht", witzelte Bouffier. Außerdem habe die Welt in dieser Zeit drei Päpste erlebt, der Koalitionspartner SPD habe "sage und schreibe" zehn Vorsitzende gehabt.

12.10 Uhr: Der Reporter von Phönix spricht von "tumulthaften Situationen". Tatsächlich dauert der Applaus bereits sieben Minuten. 

12.00 Uhr: Kanzlerin Merkel wird mit Standing Ovations verabschiedet. Tränen der Rührung in den Augen verschbiedet sie sich mit: "Es war mir eine große Freude, es war mir eine Ehre". 

11.50 Uhr: Angela Merkel erklärt, warum sich die Wege trennen. Natürlich nicht die der Partei. Sie habe die Nerven der CDU-Mitglieder strapaziert. Dafür erhält sie Applaus. Die weiteren Werte wolle sie verteidigen, nach innen wie nach außen. Die CDU müsse in die Zukunft blicken, mit neuen Antworten, aber bleibenden Werten. Laut Angela Merkel hetze kein Christdemokrat gegen andere Werte, Christdemokraten dienten den Menschen dieses Landes.  

11.45 Uhr: Was hat Angela Merkel und die Kanzlerschaft zusammengeführt, fragt Merkel. Kollege Krieger fragt, was Merkel gleich zu Mittag isst. Die "Schwarze Null" sei die richtige Strategie, und auf die veränderte Sicherheitslage habe die CDU die richtige Antwort. Sie rechtfertigt die Entscheidung von 2015, die Grenzen nicht geschlossen zu haben, und verweist auf das Türkei-Abkommen.  

11.40 Uhr: Kanzlerin Merkel redet über den christlichen Anspruch ihrer Partei und den Führungsanspruch der Union als Partei der Mitte. 

11.25 Uhr: Petra Roth spricht sich für Merz aus. 

11.20 Uhr: Ursula von der Leyen spricht sich für Merz und AKK aus. 

11.10 Uhr: Argument für Jens Spahn auf dem Parteitag: Er verfüge über wirtschaftliche Kompetenz und Weltoffenheit. 

11.00 Uhr: Rund 80 Bergarbeiter aus der Lausitz demonstrieren vor Beginn des CDU-Parteitags in Hamburg gegen einen schnellen Kohleausstieg und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Vor dem Haupteingang der Messe, dem Veranstaltungsort des Parteitags, hielten sie den eintreffenden Delegierten am Freitagvormittag Banner mit Aufschriften wie „Wir lassen die Lausitz nicht ausradieren“ und  „Unsere Arbeit sichert Wohlstand“ entgegen. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie fordert, Kohlekraftwerke so lange weiter zu betreiben, „bis der maximale Strombedarf aus anderen Quellen wettbewerbsfähig gesichert werden kann“. Kleiner fiel der Protest der Hamburger Jusos aus. Rund zwei Dutzend Mitglieder der SPD-Jugendorganisation hielten Plakate von Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn in die Höhe und verteilten Flyer mit der Aufschrift „Gegen welche Minderheit wollen Sie stimmen?“. 

10.45 Uhr: Die scheidende CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat ihre Partei nach der Wahl ihres Nachfolgers zur Geschlossenheit aufgerufen. Sie wünsche sich, dass die CDU aus dem Parteitag in Hamburg "gut gerüstet, motiviert und geschlossen" herausgehe, sagte Merkel zum Auftakt des Delegiertentreffens am Freitag. Nach mehr als 18 Jahren gibt Merkel den Parteivorsitz ab, auf dem Parteitag wird ihr Nachfolger gewählt.

10.00 Uhr: Zu Beginn des Parteitags können die Delegierten jedoch weitere Personalvorschläge für den Posten des Vorsitzenden machen. Merkel stellt sich nach mehr als 18 Jahren nicht mehr zu Wiederwahl. Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Gelingt dies keinem der Bewerber in der ersten Runde, kommt es zu einer Stichwahl der beiden Bestplatzierten.

6.00 Uhr: Das ZDF kündigt ein Programmpunkt mit Thema "Was nun, Herr Merz?" an. Laut Ankündigung wird er  neuer Parteichef. 

(FR)

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