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Das ikonische Gebäude in Washington D.C., in dem das Trump-Hotel residiert.
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Das ikonische Gebäude in Washington D.C., in dem das Trump-Hotel residiert.

USA

Donald Trump: Luxus-Hotel in Washington D.C. wird zum Geisterhaus

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Einst ein lebendiger Ort wirkt das Trump-Hotel in der Hauptstadt Washington mittlerweile wie ausgestorben. Selbst der Verkauf der Immobilie scheint schwierig zu sein.

Washington D.C. - Die Immobilie will Donald Trump schon längst loswerden. Seit mehr als vier Wochen geistern Meldungen durch die USA, dass der ehemalige Präsident sein Trump International Hotel in der Hauptstadt Washington verkaufen möchte. Bis zu 500 Millionen US-Dollar könnte die Familie Trump mit dem riesigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert verdienen. Doch ein Käufer findet sich bislang nicht.

Eröffnet hatte die Trump Organization das prunkstückartige Hotel in der Hauptstadt im Jahr 2016 - nur einige Wochen vor der US-Wahl, die Donald Trump schließlich zum Präsidenten der USA machte. In den folgenden vier Jahren war das Hotel in Washington D. C. beliebtes Ziel für Fans des US-Präsidenten, für Lobbyisten und ausländische Staatsgäste.

Donald Trump: Hotel in Washington D. C. erregt die Gemüter

Mehrere Regulierungsbehörden kritisierten die Vermischung zwischen politischer Aufgabe und privater Vorteilsnahme, die sich in den Räumlichkeiten des Hotels abspielte und die zur Blaupause für die Politik von Donald Trump wurde. Eine Gruppe namens CREW (Citizens for Responsibility and Ethics in Washington) zählte 973 Besuche von offiziellen Regierungsvertretern aus dem In- und Ausland. Eric Trump, Vizepräsident der Trump Organization, die das Hotel betreibt, reagierte 2019 auf die Kritik in einem Interview mit dem Wall Street Journal: „Die Leute stört es, dass wir so viel Geld mit dem Hotel verdienen. Vielleicht verkaufen wir es einfach.“

Ein Jahr später, 2020, verlor Donald Trump die US-Wahl gegen Joe Biden. Die Regierungsvertreter suchten sich auf einmal andere Unterkünfte, die Corona-Pandemie tat ihr Übriges und der Umsatz des Hotels sank um 60 Prozent. Die Trump Organization forcierte den Verkauf des ikonischen Gebäudes.

Donald Trump: Hotel in Washington D.C. war einst Treffpunkt für Promis und Politiker

Nun besuchte eine Reporterin des Washingtonian das Hotel in der Hauptstadt - um dort kaum noch Menschen anzutreffen. „Vor nicht allzu langer Zeit war die Lobby noch ein summender Treffpunkt für Promis und Politiker, den ganze Gruppen von Touristen besuchten, um Fotos zu machen“, schreibt Jane Recker. Nun aber herrschte gähnende Leere in dem großen Eingangsbereich des historischen Gebäudes. Ein „Trump Buch-Club“ treffe sich zwar noch in dem Hotel, doch die Teilnehmerzahl sei überschaubar. „Bis 19 Uhr hatten sich die Aufzugtüren nicht ein einziges Mal geöffnet“, schreibt die Reporterin.

Einige Fans halten Donald Trump offenbar die Treue, doch selbst die scheinen desillusioniert. „Das ist wirklich anders als früher. Da war die ganze Lobby voll“, berichtet eine Frau der Reporterin, die „normalerweise immer den Trump-Wein bestellt“. Doch der schmecke nicht mehr so gut wie früher. Das gelte auch für die Trump-Steaks berichten andere. Die Niederlage bei der Wahl scheint der Marke wohl doch nachhaltigen Schaden zugefügt haben. (Daniel Dillmann)

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