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Donald Trump soll sich nach der US-Wahl 2020 mit der Spitze der Republikaner angelegt haben. (Archivbild)
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Donald Trump soll sich nach der US-Wahl 2020 mit der Spitze der Republikaner angelegt haben. (Archivbild)

Ex-Präsident in Rage

Donald Trump droht Republikanern: „Ich bin fertig mit Euch!“

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Seine Niederlage gegen Joe Biden hat Donald Trump nicht wirklich verkraftet. Nach der US-Wahl soll er in einem Wutausbruch der eigenen Partei gedroht haben.

Washington D.C. - Niederlagen waren noch nie etwas, mit dem Donald Trump gut umgehen konnte. Ob als gescheiterter Casino-Besitzer, pleite gegangener Immobilienmakler oder eben als Präsident der USA. Entweder deutete Trump Niederlagen in Siege um, oder es waren ganz einfach die anderen Schuld.

Eine ganz ähnliche Strategie wendete Donald Trump nach seiner Niederlage bei der US-Wahl 2020 gegen Joe Biden an. Statt den Fehler bei sich selbst zu suchen, ging der gescheiterte Präsident lieber in den Angriffsmodus über. Was dabei herauskam, schilderte Ronna McDaniel, Vorsitzende der Republikanischen Partei, als „eine sehr unerfreuliche Unterhaltung“. Das zumindest steht in „Betrayal“, einem neuen Enthüllungsbuch über Donald Trump und seine letzten Tage im Weißen Haus.

Donald Trump und sein Sohn drohen den Republikanern

Donald Trump soll gemeinsam mit seinem Sohn Donald Trump Jr. kurz nach der Niederlage gegen Joe Biden den Kontakt zur Parteispitze der Republikaner gesucht haben. Das schreibt ABC News-Korrespondent Jonathan Karl in besagtem Enthüllungsbuch, das noch diesen Monat erscheinen soll, und aus dem Auszüge bereits veröffentlicht wurden. „Donald Trump war nicht in der Stimmung auf nostalgische Verabschiedungen“, erzählt Karl. Vielmehr seien Trump Senior und Junior auf Rache aus gewesen. Beide hatten sich in der Zeit zwischen Trumps Wahlniederlage im November 2020 und dem Sturm aufs Kapitol am 6. Januar regelmäßig und in aller Öffentlichkeit darüber beschwert, die Grand Old Party (GOP) würde zu wenig tun, um die haltlosen und widerlegten Behauptungen des Wahlbetrugs zu stützen.

„Betrayal“ - The Final Act of the Trump Show

Jonathan Karl. 384 Seiten. Erscheinungsdatum: 16. November 2021.

„Ich bin fertig mit Euch“, soll Donald Trump ins Telefon geschrien haben. Er würde die Republikaner verlassen und eine eigene Partei gründen, so die konkrete Drohung in Richtung der GOP-Vorsitzenden. „Das können Sie nicht tun, dann verlieren wir für immer“, lautete die Antwort von McDaniel. Trump reagierte eiskalt: „Genau. Ohne mich verliert Ihr für immer. Aber das ist mir egal.“

Donald Trump und die Republikaner: Das Geld hält sie zusammen

Dass es nicht zu dem Bruch zwischen Republikanern und Donald Trump gekommen ist, lag laut Buchautor Jonathan Karl vor allem am Geld. McDaniel und die anderen Parteiführer waren offenbar in der Lage, Trump aufzuzeigen, wie viele Millionen ihn der Spaß einer eigenen Partei und der Bruch mit der GOP kosten würde. Nicht nur würde die Partei aufhören, seine Anwaltskosten bei all den Prozessen zu zahlen, die sich um den vermeintlichen Wahlbetrug in den USA drehten. Sie würden ihm auch den Kontakt zu Großspendern der Partei erschweren. Auch Trumps legendäre E-Mail-Liste würden sie ihm entziehen. Dabei handelt sich gemäß Karl um „eine Liste, die Trump dafür benutzte, Geld für seine Kampagne zu generieren, indem er sie an Kandidaten im ganzen Land verlieh. Die Liste hat über die Jahre so viel Geld eingespielt, dass Parteifunktionäre ihren Wert auf rund 100 Millionen US-Dollar schätzen.“

So blieb zusammen, was ohnehin zusammen gehört: Donald Trump und die Republikaner. Beide streiten die Geschichte des „drittklassigen Reporters Jonathan Karl“ (Trump) übrigens ab. (Daniel Dillmann)

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