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Wladimir Putin und Donald Trump: eine besondere Männerfreudnschaft.
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Wladimir Putin und Donald Trump: eine besondere Männerfreudnschaft.

Brisanter Medienbericht

Geheime Kreml-Dokumente: Putin hatte Donald Trump in der Hand

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Auf Anweisung von Wladimir Putin soll Russland alles versucht haben, die US-Wahl 2016 zu beeinflussen und Donald Trump ins Weiße Haus zu bringen.

Moskau/Washington, D.C. - Donald Trump im Weißen Haus? Was Anfang 2016 noch lachhaft erschien, wurde einige Monate später Wirklichkeit. Einer dürfte sich darüber wahrscheinlich besonders gefreut haben: Wladimir Putin. Denn wie die britische Tageszeitung The Guardian jetzt berichtet, hat Putin während einer Sitzung des russischen Nationalen Sicherheitsrats persönlich eine geheime Spionageoperation autorisiert, um einen „mental instabilen“ Donald Trump bei der US-Wahl 2016 zu unterstützen. Dies geht aus Kreml-Dokumenten hervor.

Wladimir Putin wünschte sich Donald Trump im Weißen Haus

Auf der Sitzung am 22. Januar 2016 waren sich demnach Putin, die Spionagechefs und hochrangige Minister einig, dass Trump dazu beitragen würde, die strategischen Ziele Moskaus zu sichern. Ein von Putins Fachleuten erstellter Bericht empfahl Moskau, „alle erdenklichen Mittel“ anzuwenden, um einen Sieg von Trump sicherzustellen. Die drei russischen Geheimdienste wurden daraufhin angewiesen, praktische Wege zu finden, um Trump auf dem Weg ins Weiße Haus unter die Arme zu greifen. Das entsprechende Dekret trägt offenbar Putins eigenhändige Unterschrift.

Westliche Geheimdienste sollen die Dokumente seit einigen Monaten kennen und sorgfältig geprüft haben. Der Guardian hat die Papiere unabhängigen Fachleuten gezeigt, die sie als wahrscheinlich echt bezeichneten. Der allgemeine Ton und die Stoßrichtung stimmen angeblich mit dem Sicherheitsdenken des Kremls überein.

Russland verfügt angeblich über kompromittierendes Material zu Donald Trump

In dem geheimen russischen Dokument heißt es, Trump sei ein „impulsiver, mental instabiler und unausgeglichener Mensch, der an einem Minderwertigkeitskomplex leidet“. Zudem geht aus dem Bericht auch mehr oder weniger deutlich hervor, dass der Kreml über potenziell kompromittierendes Material über Trump verfüge, das während Trumps früheren „inoffiziellen Besuchen auf dem Territorium der Russischen Föderation“ gesammelt worden sei. Das Papier verweist dabei auf „bestimmte Ereignisse“, die sich während Trumps Reisen nach Moskau ereignet hätten. Die Mitglieder des Sicherheitsrats werden gebeten, Einzelheiten in Anhang 5, Absatz 5, nachzulesen. Es ist unklar, was der Anhang enthält.

Wie es in dem Dokument weiter heißt, würde ein Sieg von Donald Trump dazu beitragen, Russlands bevorzugtes „theoretisches politisches Szenario“ zu verwirklichen. Ein Erfolg des Republikaners könnte zu „sozialen Unruhen“ führen, die wiederum den US-Präsidenten schwächen würden. Putin wäre daraufhin in der Lage, die bilateralen Gespräche zwischen den USA und Russland zu dominieren, die Verhandlungsposition des Weißen Hauses zu schwächen und kühne außenpolitische Initiativen im Namen Russlands zu verfolgen. Die Maßnahmen seien sofort nach der Unterzeichnung Putins wirksam geworden, heißt es in dem Dekret.

Russland dementiert Hilfe für Donald Trump

Der Kreml dementierte umgehend. Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte dem Guardian, die Idee eines solchen Treffens sei nur „eine großartige Fiktion“. Es besteht allerdings kein Zweifel, dass das Treffen im Januar 2016 stattgefunden hat – und dass es im Kreml einberufen wurde. Ein offizielles Foto zu diesem Anlass zeigt Putin an der Spitze des Tisches. Der damalige russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew nahm zusammen mit dem Außenminister Sergej Lawrow teil.

Putin hat wiederholt Vorwürfe der Einmischung in die US-Wahl 2016 zurückgewiesen. In den USA selbst hatte die sogenannte Russland-Affäre zu einem Untersuchung unter Leitung von Sonderermittler Robert Mueller geführt. Im Zuge der Ermittlungen wurden einige hochrangige Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteams angeklagt und teilweise schuldig gesprochen. (Christian Stör)

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