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Wladimir Putin gratuliert Joe Biden

Donald Trump droht Strafverfolgung - Asyl in Russland?

  • vonMirko Schmid
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Auf Donald Trump droht nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus eine Welle von Strafermittlungen. Russland soll ihm nun Asyl angeboten haben. 

  • Donald Trump steht unter Beobachtung verschiedener Ermittlungsbehörden. Ihm drohen diverse Strafverfahren.
  • Nach dem Verlust seiner faktischen Immunität könnte Donald Trump in Russland Zuflucht finden.
  • Alle Hintergrundberichte über den 45. Präsidenten der USA finden Sie bei den Trump News.

Washington D.C. - Der 20. Januar und mit ihm die Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden rückt unaufhaltsam näher. Für Donald Trump heißt das zum einen, dass er sein exklusives Büro im Weißen Haus schon sehr bald räumen muss. Und zum anderen heißt das, dass Trump vom Moment der Übernahme der Amtsgeschäfte durch Joe Biden nicht mehr immun gegenüber Strafverfolgung sein wird.

Spekuliert Donald Trump auf Asyl in Russland? Derzeit ranken sich darum Gerüchte. (Symbolfoto)

US-Präsident Donald Trump drohen Strafverfahren nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus

Für die meisten Präsidenten war der Umstand der verlorenen faktischen Immunität kaum der Rede wert - anders für Donald Trump, dem nach dem Ausscheiden aus dem Weißen Haus diverse Strafermittlungen drohen. Die Bandbreite der Vorwürfe und Anschuldigungen ist groß: Sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Betrug, Steuervergehen, Amtsmissbrauch, Behinderung der Justiz - es könnte eng werden für den Republikaner.

Die Bundesstaatsanwältin des Staates New York, Letitia Ann „Tish“ James, hat zudem angekündigt, die unbewiesenen Vorwürfe Trumps gegen die Integrität der US-Wahl 2020 juristisch unter die Lupe zu nehmen. Alles in allem wäre es überraschend, käme es letztendlich nicht zu Ermittlungen oder auch Gerichtsverfahren gegen Donald Trump. Einigen der Ermittlungen könnte Trump zuvorkommen, sollte er sich tatsächlich als erster Präsident der USA selbst begnadigen (und somit qua Gesetz eingestehen, kriminell zu sein).

Im russischen Staatsfernsehen wird über Asyl für Donald Trump in Russland spekuliert

Doch eine Begnadigung würde lediglich eine Ende der Ermittlungen auf Bundesebene bedeuten, in einzelnen Bundesstaaten anhängige Strafverfahren blieben davon unangetastet. Gerade in seinem Heimatbundesstaat New York könnte es ungemütlich werden für Donald Trump, die dortige Staatsanwaltschaft wartet, darin sind sich die US-Medien weitestgehend einig, nur darauf, die Ermittlungen gegen den abgewählten Präsidenten weiter voranzutreiben.

Um etwaige Ermittlungen und Verurteilungen zu vermeiden, gilt es als denkbar, dass Donald Trump im Ausland Asyl suchen wird. Hier kommt Russland ins Spiel. Die Staatsmedien des größten Flächenlandes der Erde spekulieren bereits fleißig. Die Co-Kommentatorin der populären russischen Nachrichtensendung „60 Minuten“, Olga Skabeeva, brachte das Thema Asyl für Trump auf und bekräftigte mit Blick auf die drohenden Untersuchungen in den USA: „Das ist alles sehr ernst.“

Russischer Politiker vergleicht Strafermittlungen gegen Donald Trump mit stalinistischen Repressionen

Igor Korotschenko, Militärexperte und Mitglied des öffentlichen Rates des russischen Verteidigungsministeriums, verglich die „zu erwartenden“ Ermittlungen gegen „den armen Donald Trump“ mit den stalinistischen Repressionen gegen Regimegegner 1937. Pathetisch fügte er hinzu: „Russland kann dem verfolgten ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, politisches Asyl anbieten. Wir könnten sein Vermögen zur Sicherheit hier her transferieren und seine berühmte Trump City irgendwo in ‚New Moscow‘ bauen.“

Auf den Seiten der Russischen Agentur für internationale Informationen (RIA Novosti) hieß es, dass die Donald Trump drohende Strafverfolgung „die Art und Weise ist, wie die Demokraten Trump auf dem Weg aus dem Weißen Haus anspuckt“. Wladimir Wolfowitsch Schirinowski, Rechtsanwalt und Gründer sowie Parteivorsitzender der rechtsextremistischen, russisch-nationalen Partei „Liberal-Demokratische Partei Russlands“ forderte Wladimir Putin dazu auf, Donald Trump vor dessen Amtsübergabe an Joe Biden „zu melken“. Seine Forderungen: Anerkennung der Annexion der Krim durch Russland, Austritt aus der NATO, Abzug der stationierten US-Truppen weltweit.

Wladimir Putin gratuliert Joe Biden zum Wahlsieg

„The Daily Beast“ berichtet zunächst, dassl Wladimir Putin noch abwarte, sich zur Thematik zu äußern. Das sei auch der Grund, weshalb Putin noch keine Gratulationswünsche an Joe Biden gerichtet habe. Der russische Präsident hat Biden mittlerweile jedoch gratuliert. Putin sagte, dass Moskau „bereit“ für eine Zusammenarbeit sei.

Putins Worte sind diplomatischer Natur. Andere Töne schlug zuletzt Pjotr ​​Olegowitsch Tolstoi, stellvertretender Vorsitzender der russischen Staatsduma, an: „Wir werden ihre Computer benutzen, um sicherzustellen, dass Menschen wie Biden und sein gesamtes Team nie wieder denken, dass sie das Recht auf die Weltherrschaft haben. Wir werden es ihnen zweifellos in den kommenden Jahren demonstrieren. Einfach abwarten und sehen, was passiert.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Susan Walsh/dpa

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