Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach Abwahl

Donald Trump meldet sich zurück und verkündet seine Ziele für 2022

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

Donald Trump hat sich vorerst nach Florida zurückgezogen. Doch untätig ist der ehemalige Präsident der USA nicht. Er hat für 2022 große Pläne.

Washington D.C. – Um den Ex-Präsidenten Donald Trump ist es ungewohnt ruhig geworden. Seit seinem Rückzug aus dem Weißen Haus hat sich Donald Trump in seinen luxuriösen Privatclub Mar-a-Lago in Florida zurückgezogen, mit Palmen, Golfen, warmem Wetter. Keine Fernsehinterviews, keine Videoansprachen, und wegen seiner Twitter-Sperre auch keine Tweets - und das nach vier Jahren des Lärms seitens des ehemaligen US-Präsidenten.

Donald Trump: Ex-Präsident festigt aus Florida seine Macht über die Republikaner

Doch untätig ist Donald Trump allerdings nicht: Hinter den Kulissen festigt der 74-Jährige seine Macht über die Republikanische Partei und sinnt auf Rache gegen all jene, die sich nach der Kapitol-Erstürmung von ihm abgewandt haben. Auch eine Verurteilung im bevorstehenden Impeachment-Prozess im Senat will Trump verhindern. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Hatte die gewaltsame Erstürmung des Kongresses durch von Trump aufgepeitschte Anhänger auch bei vielen Republikanern Empörung ausgelöst, schließen sich die Reihen der Partei wieder hinter Donald Trump. Am Donnerstag empfing er in Mar-a-Lago den Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy.

Donald Trump: Das Weiße Haus „im Jahr 2022 zurückholen“

In einem Twitter-Statement von Trumps Lobbygruppe „Save America“ heißt es, dass das Treffen zwischen Donald Trump und McCarthy „sehr gut“ gewesen sei. Sie hätten mehrere Themen diskutiert, vor allem, wie man das „Haus im Jahr 2022 zurückholen“ wolle. Gemeint ist die Wahl des Repräsentantenhauses im Jahr 2022. „Donald Trumps Beliebtheit war niemals stärker als heute“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Donald Trump im Gespräch mit Kevin McCarthy.

Im Senat wurde durch eine Abstimmung diese Woche deutlich, dass eine Zweidrittelmehrheit für eine Verurteilung von Donald Trump kaum infrage kommen wird. Insgesamt 45 der 50 republikanischen Senatoren stellen sich gegen das Impeachment-Verfahren – und wollen es als verfassungswidrig ablehnen. Nur fünf Republikaner stimmten gegen den Antrag. Für eine Verurteilung Trumps müssten sich letztlich mindestens 17 Republikaner den 50 demokratischen Senatoren anschließen.

Donald Trump: Ex-Präsident schmettert Widerspruch nieder

Donald Trump hatte schon während seiner Präsidentschaft jeden Widerspruch innerhalb der eigenen Partei niedergeschmettert. Seine bevorzugten Mittel: Offene Attacken gegen aufmüpfige Parlamentarier und die Drohung, seine Kritiker auszuschalten, indem er bei Republikaner-Vorwahlen ihre Herausforderer unterstützt.
Viele Konservative fürchten Donald Trump auch nach seinem Abgang aus dem Weißen Haus. Denn bei der Basis wird der Rechtspopulist, der bei der Präsidentschaftswahl mehr als 74 Millionen Stimmen erhalten hatte, nach wie vor als Retter Amerikas gefeiert.

Donald Trump (Archivbild)

Derzeit scheint Donald Trump aber eher darauf aus, treue Gefolgsleute innerhalb der Republikanischen Partei zu fördern. Zu Wochenbeginn stellte er sich hinter seine frühere Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders, die im kommenden Jahr Gouverneurin des Bundesstaates Arkansas werden will. Schon zuvor hatte Trump der Parteichefin der Republikaner in Arizona, Kelli Ward, mit seiner Unterstützung zur knappen Wiederwahl verholfen. Langfristig könnte Donald Trump versuchen, jene Parlamentarier und Parteikollegen, die sich gegen ihn stellen, zu unterstützen. (marv/afp)

Rubriklistenbild: © Nicholas Kamm/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare