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Trump-Fans marschieren durch Washington DC

„Save America“ in Washington: Donald Trump wettert auf Bühne gegen Demokraten und Mike Pence

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Anhänger von Donald Trump starten einen letzten Versuch, den Wahlsieg von Joe Biden zu verhindern. Der US-Präsident stachelt sie auf - und wettert gegen Mike Pence.

  • Am Mittwoch (6.1.2021) wird der Kongress den Sieg von Joe Biden in der US-Wahl bestätigen.
  • Zeigleich werden Donald Trump und seine Fans, unter anderem die rechtsextremen Proud Boys, in Washington demonstrieren.
  • Trump News: Alle Nachrichten zum scheidenden Präsidenten der USA finden Sie auf der Themenseite.

+++ 18:25 Uhr: Donald Trump ist vor seine Fans getreten. Dort angekommen schießt der noch amtierende US-Präsident gegen jeden, der sich in den vergangenen Tagen nicht bedingungslos hinter ihn gestellt hatte: Die Demokraten und Mitt Romney sowieso, aber genauso auch gegen seinen eigenen Vizepräsidenten Mike Pence. Sollte der die Wahl Joe Bidens nicht noch verhindern (was Pence gar nicht kann), es wäre ein „sehr trauriger Tag für die USA“ und „ein Verrat am Volk.“

+++ 17:55 Uhr: Mittlerweile ist die schwarze gepanzerte Limousine des US-Präsidenten neben die Bühne gefahren. An Bord des unter dem Namen „The Beast“ bekannten Fahrzeug ist wohl Donald Trump. Zu sehen ist der US-Präsident bisher aber nicht.

+++ 17:30 Uhr: Angekündigt war Donald Trump für 17 Uhr (MEZ). Doch bislang ist vom geschlagenen US-Präsidenten nichts zu sehen. Seine Fans warten in großer Menge vor der Bühne. Die hat bislang aber nur Rudy Giuliani, Trumps persönlicher Anwalt, betreten. Der sprach davon, dass sowohl er selbst als auch der Präsident ihre Reputation aufs Spiel setzen würden, sollten sich die zahlreichen Vorwürfe des Wahlbetrugs als falsch herausstellen.

+++ 15.46 Uhr: Einen Tag vor der Kongress-Abstimmung gehen die Demonstrationen in Washington weiter. Wie die „Washington Post“ berichtet, kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den für Donald Trump Demonstrierenden und der Polizei. Erstere trugen demnach vermehrt keinen Mund-Nasen-Schutz.

In Washington haben sich zahlreiche Trump-Anhänger versammelt, um gegen das Wahl-Ergebnis zu demonstrieren.

Zahlreiche Videos in den sozialen Netzwerken zeigen zudem Angriffe der rechtsextremen Proud Boys auf die Polizei. Die rechtxextreme Gruppierung gilt als Anhängerschaft Trumps.

„Save America“ für Donald Trump: Proud Boys attackieren Polizei in Washington- „Es werden Köpfe rollen“

Update vom Mittwoch, 06.01.2021, 10.45 Uhr: Auf den Pro-Trump-Protesten hat es am späten Dienstagabend bereits erste Zwischenfälle gegeben. Die rechtsextremen Proud Boys, die Donald Trump selbst zu seinen Anhängern zählt, haben in Washington D.C. die Polizei angegriffen. Wie auf einem Video zu sehen ist, sind eine Vielzahl von Gewalttätern auf Polizeibeamte losgegangen, nachdem sie erfolglos versucht haben, eine Sperrzone zum „Black Lives Matter“-Platz zu durchbrechen.

Fans von Donald Trump werden am kommenden Mittwoch (6.1.2021) in Washington demonstrieren – während der Kongress Joe Biden als Sieger der US-Wahl bestätigt.

Die Polizisten würden die amerikanische Verfassung verraten, weil sie den Proud Boys den Rückhalt versagten, lautete im Anschluss der Vorwurf der Rechtsextremen. Ein Mann kündigte an, es würden „Köpfe rollen“. Die Polizei reagierte mit Pfefferspray und nahm mindestens sechs Personen fest, unter anderem wegen Körperverletzung.

„Historischer Tag“ für Donald Trump: „Save America“-Demo in Washington

Washington D.C. – Am Mittwoch, dem 6. Januar, werden die Stimmen der Wahlleute offiziell ausgezählt und von Vizepräsident Mike Pence verlesen. Joe Biden soll dann als nächster Präsident der Vereinigten Staaten feststehen. Ebenfalls am Mittwoch wollen Fans von Donald Trump „Amerika retten“, wie das Motto ihrer geplanten Demonstration verspricht. Der Noch-Präsident ruft über Twitter zur Teilnahme auf – und will selber dabei sein.

Donald Trump will an Demo in Washington teilnehmen – während Mike Pence den Sieg von Joe Biden verliest

Der Hauptstadt Washington steht ein ereignisreicher Tag bevor. Während die US-Wahl 2020 im Kapitol formell beendet werden soll, reisen zahlreiche Anhänger:innen des Noch-Präsidenten in der Hoffnung an, das Ergebnis trotz allem zu kippen. Sie werden sich voraussichtlich im Park „The Ellipse“ versammeln, direkt südlich des Weißen Hauses und etwas mehr als zwei Kilometer vom Kapitol entfernt.

„Ich werde vor Ort sein“, gab Donald Trump auf Twitter bekannt. „Historischer Tag!“ Inwiefern sich Trump genau an der Demonstration beteiligt, ist noch nicht klar.

Donald Trump ruft zum Protest in Washington auf: Zehntausende erwartet

In Washington bereitet man sich auf den Protest der Fans von Donald Trump vor und beschließt entsprechende Maßnahmen. In der Hauptstadt, in der ohnehin schon strenge Waffengesetze gelten, entstehen Zonen, in denen das Tragen einer Waffe auch mit gültiger Lizenz verboten sein wird. Wer gegen das Verbot verstößt, wird verhaftet, teilt Polizeichef Robert Contee mit.

Bürgermeisterin Muriel Bowser mahnte die Einwohnenden, nicht mit den Teilnehmenden der Demo von Donald Trump und seinen Fans zu interagieren, die „aus Konfrontation aus“ sind und rät dazu, die Innenstadt zu vermeiden. Verdächtiges Verhalten, Notfälle oder Drohungen sollen sofort der Polizei gemeldet werden. Der District of Columbia hat zudem die Nationalgarde mobilisiert. Alle Polizist:innen der Stadt soll dienstbereit sein.

Rund 30.000 werden laut dem „National Park Service“ erwartet, Trumps Ex-Sicherheitsberater Mike Flynn spricht gar von „Millionen“. Zum „Million MAGA March“ Mitte November, unter anderem von den „Proud Boys“ ins Leben gerufen, erschienen schließlich Zehntausende. Damals stattete Donald Trump den Teilnehmenden mit seiner Limousine einen Besuch ab. Im November sowie bei einer weiteren Demonstration im Dezember kam es in Washington zu Gewalt. In Pro-Trump-Foren ist von „Krieg“, Gewalt und Einbrüchen die Rede. Ein Marsch auf das Kapitol wurde nicht angekündigt, wird allerdings von vielen Teilnehmenden erwartet, berichtet die „Washington Post“.

Protest von Donald Trump und Fans: Sieg von Joe Biden soll verhindert werden

Demokraten schmieden Pläne, republikanische Stimmen zu entrechten und für nichtig zu erklären“, heißt es auf der Website der Veranstaltung. „Es liegt am amerikanischen Volk, das aufzuhalten. Zusammen mit Präsident Donald Trump, werden wir tun, was auch immer notwendig ist, um die Integrität dieser Wahl für das Wohl unserer Nation sicherzustellen.“

Während auf den Straßen von Washington demonstriert wird, werden mindestens zwölf Senator:innen der Republikaner im Kongress Widerstand leisten. Sie kündigten an, den Sieg von Joe Biden zu blockieren. Bis auf eine Verzögerung um einige Stunden dürfte die Aktion aber zu nichts führen. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © TASOS KATOPODIS/AFP

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