Wahlkampfmanager Brad Parscale im Fokus

Donald Trump: Wahlkampfteam soll 170 Millionen Dollar gewaschen haben

  • vonMirko Schmid
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Team Trump soll sich der Geldwäsche schuldig gemacht haben. Unabhängige Experten reichen Beschwerde ein. 

  • Donald Trumps Wahlkampfteam soll 170 Millionen Dollar gewaschen haben.
  • Um das Geld zu waschen, soll Team Trump um Brad Parscale viele verschiedene Firmen gegründet haben.
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USA - Donald Trumps Wahlkampfteam soll einen dreistelligen Millionenbetrag gewaschen haben. Das geht aus einer Beschwerde hervor, die das Campaign Legal Center, eine unparteiische Überwachungsorganisation für Wahlkampffinanzierung, eingereicht hat. Die gegenüber der staatlichen Wahlbehörde FEC eingereichte Beschwerde, eingegangen am Dienstag (29. September 2020), beinhaltet schwere Vorwürfe.

Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfchef Brad Parscale: Er soll tief in die Geldwäsche involviert gewesen sein

Donald Trumps Kampagne soll 170 Millionen Dollar durch „zahlreiche“ Unternehmen gewaschen haben

So soll die Trump-Kampagne 170 Millionen Dollar durch „zahlreiche“ Unternehmen gewaschen haben. Einige der Unternehmen sollen enge Kontakte zu Trumps vor vier Monaten abgesetzten Wahlkampfmanager Brad Parscale gehabt haben. Parscale, der Trumps Kampage für die Präsidentschaftswahl 2020 leitete, wurde einen Tag vor Bekanntwerden der Beschwerde unfreiwillig in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, weil er seiner Frau gegenüber gedroht haben soll, sich umzubringen.

Laut eines Berichts des Forbes-Magazins sollen die Trump-Kampagne und das Trump Make America Great Again-Komitee „Kampagnenausgaben in Höhe von fast 170 Millionen US-Dollar getarnt“ haben, „indem sie die Gelder durch Unternehmen gewaschen haben.“ Die zur Geldwäsche genutzten Firmen sollen zum Teil von Parscale selbst, andere von Donald Trumps Kampagnenanwälten gegründet worden sein.

Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfchef Brad Parscale soll tief involviert in die Geldwäsche sein

Wie das Campaign Legal Center in seiner Beschwerde anführt, soll Donald Trumps Wahlkampfteam Geldbeträge in Millionenhöhe an mit der Kampagne verzahnte Unternehmen gezahlt haben, ohne diese Zahlungen wie gesetzlich vorgeschrieben an die FEC zu melden. Besonders profitierte die Agentur „American Made Media Consultants“ (AMMC), eine von Parscale gegründete Firma, welche über 106 Millionen US-Dollar aus den gewaschenen Geldern erhalten haben soll.

Das Campaign Legal Center verweist in seiner Beschwerde auch auf eine App namens „Phunware“, von der Brad Parscale behauptet, sie sei direkt von Donald Trumps Wahlkampfteam entworfen worden und sei „direkt im Besitz“ der Kampagne. Tatsächlich tauchte die App laut der unparteiischen Überwachungsorganisation jedoch nie in den Ausgabenberichten der Kampagne auf. Vielmehr sei sie über AMMC bezahlt worden.

Von seiten Donald Trumps oder aus dem Umfeld gab es bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen. (Von Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Mark Sagliocco/afp

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