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Ehemaliger US-Präsident

Donald Trump schöpft Hoffnung – Video aus Mar-a-Lago taucht auf

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Auch mehr als 100 Tage nach der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden hat Donald Trump seinen Wahlsieg noch immer nicht abgeschrieben.

Palm Beach - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat sich auch mehr als 100 Tage nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden noch nicht mit seiner Wahlniederlage im vergangenen November abgefunden. Vor einer applaudierenden Menge deutete er in seinem Golfresort Mar-a-Lago an, dass eine private Firma – die zu seiner Anhängerschaft gehört – die Stimmen der Wahl noch einmal prüfen wolle. Trump macht dann auch gleich deutlich, dass dies zu seiner Rückkehr ins Weiße Haus führen könnte.

„Lasst uns sehen, was sie finden. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie tausende und tausende und tausende Stimmen finden“, wird Donald Trump von der Huff-Post zitiert. „Ein paar sehr interessante Dinge passieren in Arizona“, fügte Trump hinzu. Der ehemalige US-Präsident sprach am Mittwoch (28.03.2021) noch einmal in Mar-a-Lago zu seinen Anhänger:innen, ehe er sich für den Sommer nach New Jersey verabschiedete. Ein Video der Rede wurde auf dem sozialen Medium TikTok veröffentlicht.

Donald Trump will hunderttausende Stimmen auszählen lassen

Doch die Pläne des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gehen noch weiter. „Anschließend werden wir Pennsylvania untersuchen, dann Georgia, dann Michigan und Wisconsin sowie New Hampshire. Sie haben bereits eine Menge Stimmen in New Hampshire gefunden ... habt ihr das gesehen?“, sagte Trump. Worauf er sich dabei bezieht, ist allerdings unklar. „Es war eine manipulierte Wahl und wir werden das sehr genau anschauen“, sagte er abschließend.

Donald Trump glaubt immer noch, dass er die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen hat. (Archivfoto)

Die derzeit viel diskutierte Prüfung von rund 2,1 Millionen Stimmen in Maricopa County im Bundesstaat Arizona, in der auch die Stadt Phoenix liegt, wird von der Firma Cyber Ninjas durchgeführt. Der Besitzer ist ein Förderer der sogenannten „Stop and Steal“-Kampagne, in der davon ausgegangen wird, dass die Präsidentenwahl im November 2020 manipuliert worden ist. Besitzer Doug Logan twitterte bereits vor Monaten Nachrichten, wonach die Prüfung in Arizona hunderttausende Stimmen für Donald Trump finden würde.

Firma soll Donald Trumps Niederlage bei Wahl zum US-Präsidenten prüfen

Die Firma wurde vom Senat des Bundesstaates Arizona angeheuert, in dem die Grand Old Party die Mehrheit besitzt. Die „Cyber Ninjas“ hatten sich vor Gericht gegen Forderungen zur Wehr gesetzt, ihr Verfahren offenzulegen. Medienvertretern und unabhängigen Wahlfachleuten sind bei der Beobachtung der Auszählung strenge Beschränkungen auferlegt worden.

Nach einem Richterspruch mussten zuletzt dann doch Handbücher des Unternehmens veröffentlicht werden. Wähler:innen und Bürgerrechtsorganisationen sind über die Entwicklung extrem beunruhigt.

NameDonald Trump
Alter74 Jahre
ParteiRepublikanische Partei
Amt45. Präsident der USA

Donald Trump hingegen fragt laut Angaben der „Washington Post“ mehrfach täglich nach, wie die Operation läuft. Er sei regelrecht besessen davon, sich, dem Land und der ganzen Welt zu demonstrieren, dass er wieder ins Oval Office gehört. Seine ganze Hoffnung liegt vorerst in den Händen der „Cyber Ninjas“.

Donald Trump lässt noch einmal auszählen: Anthony Kern hilft bei Prüfung der Stimmen

Zu den neuesten beunruhigenden Entwicklungen in der Prüfung kam es laut Huff-Post, als ein Reporter am Freitag (30.04.2021) ein Foto des ehemaligen republikanischen Abgeordneten Anthony Kern knipste, der offenbar als Teil des Prüf-Teams Stimmzettel anschaute. Zum einen steht sein Name auf den Stimmzetteln, die er prüft. Zum anderen soll er bei den Ausschreitungen und der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 anwesend gewesen sein. Das Justizministerium ermittelt deshalb gegen ihn.

Kritiker:innen bezeichneten die Prüfung zuletzt als Versammlung der Anhängerschaft von Donald Trump und in keiner Weise eine seriöse Revision von irgendetwas. (msb)

Rubriklistenbild: © JOE RAEDLE/AFP

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