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Donald Trump verliert den Prozess gegen Omarosa Manigault Newman, die ein Enthüllungsbuch über das Weiße Haus geschrieben hat. Die Geheimhaltungsvereinbarung ist demnach nicht durchsetzbar.
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Donald Trump verliert den Prozess gegen Omarosa Manigault Newman, die ein Enthüllungsbuch über das Weiße Haus geschrieben hat.

Prozess gegen Omarosa Manigault Newman

Donald Trump verliert Prozess – Gegnerin jubelt: „Endlich bekommt der Tyrann seine Rechnung“

  • Luisa Ebbrecht
    VonLuisa Ebbrecht
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Donald Trump verliert den Prozess gegen Omarosa Manigault Newman, die ein Enthüllungsbuch über das Weiße Haus geschrieben hat. Die Geheimhaltungsvereinbarung ist demnach nicht durchsetzbar.

New York – Ein New Yorker Richter entschied am Montag (27.09.2021), dass die Geheimhaltungsvereinbarung zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und seiner ehemaligen Beraterin im Weißen Haus, Omarosa Manigault Newman, „nicht durchsetzbar“ ist.

Der Richter, T. Andrew Brown, sagte in der Entscheidung, dass die Bedingungen der Geheimhaltungsvereinbarung „höchst problematisch“ seien, da sie nicht den typischen rechtlichen Standards entspreche. Zudem bezeichnete sie die Bedingungen als „vage, unbestimmt und daher nichtig und nicht durchsetzbar“.

Donald Trump verliert vor Gericht: „Endlich bekommt der Tyrann seine Rechnung“

"Die Vereinbarung erlegt [Manigault Newman, Anm. d. Red.] die Verpflichtung auf, sich für den Rest ihres Lebens niemals auch nur im Entferntesten kritisch über Herrn Trump, seine Familie oder seine oder die Geschäfte seiner Familienmitglieder zu äußern", sagte Brown in der Entscheidung.

Manigault Newman und ihr Anwalt veröffentlichten am Dienstag ein Statement dazu: „Ich bin natürlich sehr glücklich über dieses Urteil“, sagte Newman. „Donald hat diese Art von schikanösen Rechtsstreitigkeiten jahrelang benutzt, um sie einzuschüchtern, zu belästigen und zu schikanieren! Endlich bekommt der Tyrann seine Rechnung!“

Ihr Anwalt, John Phillips, sagte in seiner Erklärung, dass er hofft, dass das Urteil mehr Menschen ermutigt, „nach vorne zu schauen und die korrupte Regierung zu verpfeifen.“ „Es ist vorbei. Wir haben im gewählten Forum von Donald Trump und der Trump-Kampagne gewonnen“, sagte er zudem.

Donald Trump verliert vor Gericht: Omarosa Manigault Newman veröffentlichte Enthüllungsbuch

Trumps Kampagne reichte im Jahr 2018 eine Schiedsklage gegen Manigault Newman bei der American Arbitration Association in New York City ein und behauptete, sie habe gegen eine Vertraulichkeitsvereinbarung aus dem Jahr 2016 verstoßen.

Die Klage bezog sich auf Behauptungen, die Manigault Newman in ihrem 2018 erschienenen Buch „Unhinged: An Insider‘s Account of the Trump White House“, in dem sie Trump als Rassisten bezeichnete. Zudem deutete sie an, dass er sich in einem schweren geistigen Verfall befinde.

Trump moderierte zwischen den Jahren 2004 bis 2015 die Reality-TV-Show „The Apprentice“ und deren Ableger „The Celebrity Apprentice“, die beide auf NBC ausgestrahlt wurden, bevor er für das Präsidentenamt der USA kandidierte. Newman nahm dreimal an der Show teil und wurde im Laufe der Zeit zu einer engen Vertrauten von Trump, bevor sie ihn bei der Präsidentschaftswahl unterstützte und ihm ins Weiße Haus folgte. Während seines Wahlkampfs war sie eine seiner prominentesten schwarzen Unterstützerinnen. Allerdings verschlechterte sich ihre Beziehung während ihrer Zeit. 2017 wurde sie entlassen. Manigault Newman besteht allerdings bis heute darauf, dass sie auf eigenen Wunsch gegangen ist.

Donald Trump verliert vor Gericht: Manigault Newman arbeitete im Weißen Haus

In ihrem Buch schrieb Manigault Newman, dass sie keine Geheimhaltungsvereinbarung für ihre Arbeit im Weißen Haus unterzeichnet hatte. Sie behauptet zudem, dass Lara Trump, die Schwiegertochter des Präsidenten, ihr nach ihrer Abreise einen Vertrag über die Mitarbeit an Trumps Wiederwahlkampagne für 15.000 Dollar pro Monat zugeschickt habe. Im Gegenzug für die Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung, die „so hart und restriktiv wie keine andere war, die ich in all meinen Jahren beim Fernsehen gesehen habe.“

Donald Trump verliert vor Gericht: Geheimhaltungsvereinbarung zu vage formuliert

Brown, der Richter, sagte, dass es angesichts der vagen Formulierung der Vereinbarung keine Möglichkeit für Newman gäbe, zu wissen, ob sie gegen den Vertrag verstoßen habe. „Die Erklärungen geben keine Daten wie interne Umfrageergebnisse oder finanzielle Informationen über Spender preis“, schrieb Brown.

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„Vielmehr handelt es sich größtenteils einfach um unschmeichelhafte Meinungsäußerungen, die allein aufgrund der Benennung von Herrn Trump als ‚vertrauliche Information‘ gelten. Dies ist genau die Art von Unbestimmtheit, die New Yorker Gerichte nicht zulassen, um die Bedingungen eines verbindlichen Vertrages zu bilden.“ Brown urteilte zudem, dass Trumps Kampagne die Anwaltskosten von Manigault Newman übernehmen müsse.

Ein Enthüllungsbuch über die Familie Trump jagt das nächste. Auch eine langjährige Freundin und Ex-Beraterin von First Lady Melania Trump kündigte bereits ein Buch mit „explosiven“ Inhalten an. Zudem kündigte eine frühere Mitarbeiterin aus dem Weißen Haus an ihre Memoiren zu veröffentlichen. Laut einer Quelle sollen neue Skandale ans Licht kommen – über Donald Trump. (Luisa Ebbrecht)

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