ange bevor Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde, war er ein großer Fan von Kremlchef Wladimir Putin.
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Lange bevor Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde, war er ein großer Fan von Kremlchef Wladimir Putin.

Bericht des Geheimdienstausschusses

Donald Trump schwärmt in Brief an Wladimir Putin – „Ich bin ein großer Fan“

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Der Bericht des Geheimdienstausschusses des US-Senats offenbart die tiefe Bewunderung von US-Präsident Donald Trump für seinen Amtskollegen Wladimir Putin. „Ich bin ein großer Fan“.

  • US-Präsident Donald Trump schreibt 2007 einen Brief an Wladimir Putin, nachdem der Kremlchef zur „Person des Jahres" des Time-Magazins gewählt wurde
  • Donald Trump schreibt über Wladimir Putin: „Ich bin ein großer Fan“
  • 2013 stellt Donald Trump auf Twitter die Frage, ob Wladimir Putin sein neuer bester Freund werde.

Washington - US-Präsident Donald Trump ist wohl nicht erst seit Beginn seiner Präsidentschaft ein Fürsprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Denn laut des Berichts des Geheimdienstausschusses des US-Senats zur russischen Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 war Trump bereits 2007 ein großer Bewunderer des Kremlchefs, er selbst sagte damals, er sei ein großer Fan. 2013 fragte Trump in einem Tweet sogar, ob Putin vielleicht sein neuer bester Freund werde.

Donald Trump drückte bereits 2007 seine Bewunderung für Wladimir Putin aus

Wie der Bericht offenbart, schrieb Donald Trump am 19.12.2007 einen Brief an Wladimir Putin. Darin gratulierte er ihm zur Wahl zur „Person des Jahres“. Im Wortlaut steht dort geschrieben: „Sehr geehrter Herr Präsident, Gratulation zur Ernennung zum ‚Mann des Jahres‘ des Time-Magazins. Sie haben es definitiv verdient. Wie Sie ja vielleicht schon gehört haben, ich bin ein großer Fan. Passen Sie auf sich auf.“

2007 gratulierte Donald Trump Kremlchef Wladimir Putin zu seiner Wahl zum „Mann des Jahres“ – und outet sich als großer Fans des russischen Präsidenten.

In dem knapp 1000 Seiten umfassenden Bericht ist aber auch zu lesen, dass man keine genaue Erklärung erhalten habe, warum dieser Brief verschickt wurde – und ob es eine Antwort gab. Bevor Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, war er als Immobilienunternehmer viele Jahre in Gesprächen über den Bau eines Trump-Towers in der russischen Hauptstadt Moskau. Verwirklicht wurde das Projekt aber nie.

Donald Trump lud Wladimir Putin 2013 zur Wahl der „Miss Universe" nach Moskau ein

Im Jahr 2013 brachte Donald Trump dann die Wahl zur „Miss Universe“ nach Moskau. Damals war Trump der Inhaber der Miss Universe Organization. Auch da dachte er wieder an den russischen Präsidenten – er war zu dieser Zeit ja bereits ein bekennender „Fan“ Putins – und lud ihn als „Ehrengast“ zu der Veranstaltung im November ein. Das zumindest legt ein Schreiben nahe, das auf das Briefpapier der Trump Organization gedruckt ist und ebenfalls in den Bericht des Geheimdienstausschusses aufgenommen wurde.

Donald Trump lud Wladimir Putin 2013 zur Miss-Universe-Wahl in Moskau ein. Dies legt ein Schreiben aus dem Bericht des Geheimdienstausschusses des US-Senats nahe.

Donald Trump zeigte sich in dem Brief überzeugt, dass es die „größte und beste Ausgabe der Miss Universe“ werde. Weiter heißt es: „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Sie (Wladimir Putin, Anm. d. Red.) persönlich als meinen Ehrengast am 9. November in Moskau einzuladen. Ich weiß, dass sie eine tolle Zeit haben werden.“ Darunter ist per Hand geschrieben: „Die schönsten Frauen der Welt!“

Donald Trump hofft auf Treffen mit Wladimir Putin bei der Wahl zur „Miss Universe“

Die Washington Post hatte den Inhalt des Briefes bereits 2018 öffentlich gemacht. Putin kam damals nicht zu der Miss-Universe-Wahl, schickte dem Bericht der Washington Post zufolge aber eine nette Antwort und ein Geschenk an Trump. Bereits wenige Tage vor dem Schreiben an Putin fragte sich Trump auf Twitter, ob der Kremlchef wohl zu der Wahl kommen würde – „und wenn ja, wird er dann mein neuer bester Freund?“

Während der Wahl zur „Miss Universe“ in Moskau 2013 soll es übrigens zu unschönen Szenen in einem Hotel gekommen sein. Ein Video soll angeblich Donald Trump und mehrere Prostituierte in der russischen Hauptstadt zeigen. Die Prostituierten urinieren angeblich auf das Bett, in dem die Obamas bei ihrem Staatsbesuch in Russland geschlafen haben sollen. Die Existenz oder die Echtheit eines solchen Videos wurde nie bestätigt.

In dem Bericht des Geheimdienstausschusses sind allerdings Textnachrichten zu finden, die auf dieses Video hindeuten. Trumps damaliger Privatanwalt Michael Cohen erhielt im Oktober 2016 eine Nachricht von Giorgi Rtskhiladze – einem russischen Geschäftsmann, der in den Trump-Tower-Deal in Moskau verwickelt war – in der stand, er habe den Fluss der Videos gestoppt. Als Cohen fragte, welche Videos er meinte, antwortete Rtskhiladze: „Ich kenne den Inhalt nicht genau, aber eine Person in Moskau prahlte, sie habe Videos des Russland-Trips.“

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