Donald Trump war zwar selbst nie Soldat, das Militär liebt der US-Präsident aber trotzdem.
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Donald Trump war zwar selbst nie Soldat, das Militär liebt der US-Präsident aber trotzdem.

Details aus neuem Buch

Donald Trump wollte Panzer und Raketen: „Lasst es aussehen wie in Nordkorea“

  • Daniel Dillmann
    vonDaniel Dillmann
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Um seine Wahl gebührend zu feiern, soll sich Donald Trump an Militärparaden wie in Nordkorea orientiert haben. Mit allem, was dazugehört.

  • Ein neues Buch bringt weitere pikante Details zu Donald Trump und First Lady Melania Trump an den Tag.
  • Donald Trump liebt das Militär – seine Amtseinführung sollte mit einer Militär-Show gewürdigt werden.
  • Der US-Präsident hatte sich volles Programm gewünscht: mit Panzern, Hubschraubern und marschierenden Soldaten.

Washington – Dass Donald Trump eine enge Beziehung zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un pflegt, ist hinlänglich bekannt. Der US-Präsident nannte den Diktator bereits mehrfach einen „guten Freund“, prahlte mit Briefen, die sich die beiden hin und hergeschrieben hatten und war höchst erfreut, als Kim Jong Un nach Wochen der Abstinenz wieder aufgetaucht war. Ende Juni 2019 war Trump der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der offiziell nordkoreanischen Boden betrat.

Donald Trump will Militärparade wie in Nordkorea

Ein neues Enthüllungsbuch aus Washington legt nun nahe, dass die Bewunderung Donald Trumps für Kim Jong Un aber weit über das bisher bekannte Maß hinausgeht. In ihrem Buch „Melania und ich: Aufstieg und Fall meiner Freundschaft mit der First Lady“ schreibt Autorin Stephanie Winston Wolkoff, Trump habe sich bei der Planung seiner Amtseinfühung im Jahr 2016 an Bildern von Militärparaden aus Nordkorea orientiert. Das Buch erscheint zwar erst am Dienstag (01.09.2020), der US-Zeitung „Politico“ liegt es aber bereits in Auszügen vor.

Laut Wolkoff hätte sie gemeinsam mit Donald Trump und seiner Ehefrau Melania Trump die Amtseinführung geplant. Dabei soll Trump zu Wolkoff gesagt haben: „Ich will Panzer und Hubschrauber. Lasst es aussehen wie in Nordkorea.“ Außerdem habe sich Trump marschierende Soldaten gewünscht. „Das hätte das halbe Land in Angst und Schrecken versetzt“, schreibt Wolkoff laut dem Bericht auf „Politico“.

Donald Trump: Panzer, Hubschrauber, Soldaten und Drohnen für die Amtseinführung

Doch damit nicht genug. Mark Burnett, Erfinder der Reality TV-Show „The Apprentice", die Donald Trump in den USA endgültig zu einem TV-Star gemacht hatte, soll in den Planungsgesprächen vorgeschlagen haben, die Amtseinführung mit tausenden von Drohnen zu begleiten zu lassen. Sowohl Donald als auch First Lady Melania Trump sollen von der Idee begeistert gewesen sein. Umgesetzt werden konnte sie aber nicht. Tausende Drohnen im Himmel über Washington D.C. hätten ein zu großes Sicherheitsrisiko dargestellt.

Donald Trump selbst soll mit einer einmaligen Feier zu seiner Amtsübernahme ohnehin unzufrieden gewesen sein. Wäre es nach ihm gegangen, hätten sich die Feierlichkeiten über mehrere Tage erstreckt. Der US-Präsident wollte einen dreitägigen Trip, der sich von der Ost- bis zur Westküste der USA erstreckt hätte. Unterwegs stellte sich Trump offenbar mehrere Stopps vor, bei denen er sich gemeinsam mit seiner Entourage von seinen Anhängerinnen und Anhängern hätte feiern lassen. Trumps damaliger Berater Rick Gates hatte bereits drei bis vier Städte auserkoren, in denen der Tross Halt gemacht hätte.

Donald Trump wollte eine Roadshow quer durch die USA

Die Kosten für Transport und Sicherheit einer solchen Tour wären wohl astronomisch hoch ausgefallen, was sicherlich ein Grund sein dürfte, warum der Trip nicht realisiert wurde. Ebenso wenig wie aus den Panzern, Hubschraubern und Soldaten, die durch Washington marschieren.

Das Weiße Haus hat bislang nur spärlich auf die angeblichen Aussagen von Donald Trump und seine Affinität zu Nordkorea, das mitten in einer Hungersnot steckt, reagiert. Ein Sprecher von Donald Trump sagte lediglich: „Unser Präsident liebt das Militär.“ (Von Daniel Dillmann)

Fox News galt lange als Donald Trumps treuester Sender. Aber One America News (OAN) schmeißt sich dem Präsidenten richtig an den Hals und Trump revanchiert sich.

Auch Trumps ehemalige Pressesprecherin Sarah Sanders veröffentlicht ein Buch über ihre Zeit im Weißen Haus. Darin erzählt sie von einer unangenehmen Nacht mit Kim Jong Un und Donald Trump.

Ein Buch von Michael Cohen, ehemaliger Anwalt von Donald Trump, geht tiefer auf Trumps Rassismus und Hass auf Barack Obama ein.

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