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Donald Trump wollte das Militär einsetzen, um Wahl zu gewinnen

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Von: Nail Akkoyun

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Donald Trump soll geplant haben, seine Niederlage bei der US-Wahl 2020 mithilfe der Beschlagnahme von Wahlmaschinen zu verhindern.

Washington – Nach der Niederlage von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 sollte möglicherweise das Militär angewiesen werden, Wahlmaschinen zu beschlagnahmen. Einem Bericht der New York Times zufolge, soll Trump seinen damaligen Rechtsanwalt Rudy Giuliani angewiesen haben, eine entsprechende Anfrage beim Ministerium für Innere Sicherheit zu stellen.

Den Vorschlag sollen der ehemalige US-Sicherheitsberater Michael Flynn und die Juristin Sidney Powell gemacht haben. Guiliani jedoch sei „vehement dagegen gewesen“, das Militär zur Beschlagnahme von Wahlmaschinen einzusetzen.

Trump wollte Beschlagnahme – Rudy Giuliani gegen Militäreinsatz

Trotzdem habe es im Oval Office ein Treffen zwischen dem früheren Präsidenten der USA und Michael Flynn sowie Sidney Powell gegeben. Powell und Flynn sollen Donald Trump dabei einen Entwurf eines Präsidenten-Dekrets präsentiert haben, mit dem Trump dem Militär die Beschlagnahme der Wahlmaschinen hätte befehlen können. Schlussendlich habe der Präsident allerdings den Rat von Rudy Guiliani beherzigt und sich gegen den Plan entschieden.

Der frühere US-Donald Trump soll geplant haben, Wahlmaschinen nach der US-Präsidentschaftswahl 2020 beschlagnahmen zu lassen.
Der frühere US-Donald Trump soll geplant haben, Wahlmaschinen nach der US-Präsidentschaftswahl 2020 beschlagnahmen zu lassen. © Manuel Balce Ceneta/dpa

Im Anschluss soll der pensionierte Oberst Phil Waldron vorgeschlagen haben, den Plan gänzlich ohne das Militär durchzusetzen und stattdessen die Hilfe des Ministeriums für Innere Sicherheit in Anspruch zu nehmen. Auch in diesem Fall soll Giuliani sich auf Trumps Befehl hin nach einer alternativen Möglichkeit bei dem Ministerium erkundigt haben. Weiter habe Trump den ehemaligen republikanischen Justizminister William Barr kontaktiert, welcher den Plan aber umgehend abgelehnt haben soll.

Sollte sich der Bericht der New York Times bewahrheiten, wäre Trump intensiver an Plänen rund um die Beschlagnahme von Wahlmaschinen beteiligt gewesen, als bisher angenommen. Trump habe „erfolglos nach Beweisen für Wahlbetrug gegriffen“, die seine Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 ungeschehen hätte machen können. In Texas erklärte Trump zuletzt, bei der US-Wahl 2024 erneut kandidieren zu wollen.

USA: Donald Trump stellt Kapitolstürmer:innen Begnadigung in Aussicht

„Wir haben Informationen, dass innerhalb des Justizministeriums ein Plan ausgearbeitet wurde, um möglicherweise Wahlmaschinen im Land zu beschlagnahmen und Mittel des Verteidigungsministeriums zu nutzen, um dies zu ermöglichen“, sagte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur Erstürmung des US-Kapitols, Bennie Thompson, im Januar im US-Fernsehen.

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Donald Trump hatte seinen beim Kapitolsturm beteiligten Anhänger:innen zuletzt bei einer Rede in Conroe, Texas allerdings eine Begnadigung in Aussicht gestellt. „Wenn ich kandidiere und gewinne, werden wir diese Menschen vom 6. Januar fair behandeln. Und wenn es Begnadigungen erfordert, werden wir Begnadigungen gewähren, weil sie so ungerecht behandelt werden“, sagte Trump auf der Veranstaltung am 29. Januar. (Nail Akkoyun)

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