Nach der US-Wahl 2020

Donald Trump schottet sich ab: Keine öffentlichen Termine geplant

  • Daniel Dillmann
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Eigentlich liebt Donald Trump das Rampenlicht. Doch seit seiner Niederlage bei der US-Wahl zieht sich der US-Präsident zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.

  • Nach der Niederlage bei der US-Wahl 2020: Donald Trump wehrt sich gegen das Ergebnis der Wahl. Bauarbeiten am Weißen Haus sorgen für Spekulationen.
  • Der US-Präsident taucht ab: Kaum öffentliche Auftritte von Donald Trump nach der Niederlage bei der US-Wahl.
  • Trump-News: Alle Infos zum scheidenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Update, 23. November 2020, 09:30 Uhr: Donald Trump macht sich rar. Der sonst die Öffentlichkeit liebende US-Präsident hat seine Auftritte seit der Niederlage bei der US-Wahl auf ein absolutes Minimum heruntergefahren.

Gerade einmal drei öffentliche Auftritte absolvierte Trump in den vergangenen drei Wochen seit dem Urnengang am 3. November.

Donald Trump zieht sich zurück und spielt Golf

Auch für den heutigen Montag steht in Donald Trumps für alle zugänglichem Terminplan einmal mehr: „Der Präsident hat keine öffentlichen Auftritte geplant.“ Derartige Ankündigungen findet man seit der Niederlage bei der US-Wahl fast jeden Tag in besagtem Dokument. Dagegen nutzt Trump die freien Momente, die sich daraus ergeben, offenbar vor allem, um seinem Hobby nachzugehen. Der leidenschaftliche Golfer verbringt immer mehr Zeit auf einem seiner Golfplätze. Das Wochenende spielte der US-Präsident in Potomac Falls im Bundesstaat Virginia auf seiner eigenen, dort gelegenen Golfanlage.

In Virginia hat Donald Trump alle Wochenenden seit seiner Abwahl verbracht. Kein US-Präsident golfte in seiner Amtszeit so viel wie der noch amtierende. Insgesamt kommt Trump bisher auf 289 Tage auf dem Golfplatz seit seiner Amtsübernahme. Die 300 wird er wohl noch voll bekommen.

Buddelt Donald Trump sich ein? Baurabeiten am Weißen Haus - Graben wird ausgehoben

Erstmeldung vom 14.11.2020: Washington - Bauarbeiten am Weißen Haus haben Spekulationen geschürt, ob Donald Trump sich nach seiner Niederlage bei der US-Wahl 2020 von der Öffentlichkeit abschotten will. Der geschlagene US-Präsident trat vergangene Woche erstmals seit dem Ergebnis der Wahl vor die Mikrofone der Presse. Der noch amtierende US-Präsident vermied es dabei, über seine Klagen gegen das Wahlergebnis zu sprechen, räumte aber erstmals – wenn auch indirekt – eine mögliche Niederlage ein.

US-Präsident Donald Trump geht nach seiner Rede im Rosengarten zurück ins Weiße Haus. (Archivfoto)

Nach US-Wahl 2020: Donald Trump lässt einen Graben am Weißen Haus ausheben

Am selben Tag stellten Reporter:innen des Pressekorps des Weißen Hauses fest, dass auf dem Gelände des Präsidentenamtssitzes ein Graben entstehen würde. „Eine Gruppe von Arbeitern gräbt einen Graben vor dem Briefing Room, auf dem Rasen zwischen der Einfahrt und dem Bürgersteig“, schrieb Robert Delaney, Chefreporter der „South China Morning Post“ in Washington.

Weder Delaney noch andere Korrespondent:innen aus dem Weißen Haus konnten bislang herausfinden, wofür der Graben genutzt werden soll. Zahlreiche Kommentatoren melden sich aber im Internet zu Wort. Einige vermuten bereits, Donald Trump würde nun in den „vollen Diktatoren-Modus“ wechseln. Andere glauben, Donald Trump wolle sich „endlich einbuddeln“.

Donald Trump: Der US-Präsident hat eine gute Beziehung zu Zäunen und Mauern

Neben dem frisch gebauten Graben stehen auch die Zäune noch, die kurz nach der Wahl am 03. November rund um das Weiße Haus errichtet wurden. Aufgestellt wurden die angeblich „unbesteigbaren“ Anlagen aus Angst vor Ausschreitungen infolge der US-Wahl. Donald Trump verlor, Joe Biden siegte. Die Sorgen um Unruhen zerschlugen sich, die Zäune aber blieben.

Donald Trump: Mauer an der Grenze zu Mexiko als Vorzeigeprojekt

Donald Trump hat seit seiner Amtsübernahme ein inniges Verhältnis zu Mauern, Zäunen und Gräben. Die Mauer an der Grenze zu Mexiko war sein absolutes Vorzeigeprojekt und sicherte ihm nach Meinung vieler einst den Wahlsieg gegen Hillary Clinton. Laut Recherchen der „New York Times“ soll Donald Trump einst auch von Gräben geträumt haben, gefüllt mit Alligatoren und Schlangen, die vor der Mauer entstehen sollten. Die Mauer selbst soll sich der US-Präsident als schwarzes Monstrum vorgestellt haben. Trump selbst stritt derartige Äußerungen ab und bezeichnete sie als „Fake News“.

Mittlerweile hat Donald Trump den Wahlsieg von Joe Biden auf Twitter anerkannt - zumindest fast. Anschließend ruderte er direkt wieder zurück. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Mandel Ngan/AFP

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