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Donald Trump
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Donald Trump hat eine Hochzeit in Mar-a-Lago gesprengt und auf der Veranstaltung über US-Präsident Joe Biden gelästert. (Archivfoto)

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Donald Trump sprengt Hochzeit in Mar-a-Lago – und lästert über Joe Biden

  • Ines Alberti
    VonInes Alberti
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Ex-Präsident Donald Trump redet gerne darüber, was sein Nachfolger Joe Biden alles falsch macht. Auch auf einer Hochzeit ergreift er dafür das Wort.

Palm Beach – Donald Trump scheint keine Gelegenheit auszulassen, sich im Notfall selbst zu einer politischen Bühne zu verhelfen. Nicht mal eine Hochzeit ist vor ihm sicher. John und Megan Arrigo können ein Lied davon singen, denn auf ihrer Hochzeitsfeier in Trumps Resort respektive Residenz Mar-a-Lago hielt der Ex-Präsident am Samstag (27.03.2021) eine Rede. Und in der ging es zum Großteil nicht darum, auf das Brautpaar anzustoßen.

„Ich habe die Nachrichten ausgeschaltet und ich bekomme all diese Blitzmeldungen und sie erzählen mir von der Grenze, sie erzählen mir von China, sie erzählen mir vom Iran“, sagt Donald Trump und erntet Zustimmung vom Publikum. Er steht im Smoking vor der Hochzeitsband und wittert scheinbar die Chance, sich vor einem ihm wohlgesonnenen Publikum alles von der Seele zu reden, was ihn derzeit beschäftigt.

Donald Trump auf Hochzeit – Kritik an Politik von Joe Biden

„Mensch, sie waren bereit, einen Deal zu machen, sie hätten alles getan, und dieser Typ geht her und streicht die Sanktionen und sagt dann ‚Wir würden gern verhandeln‘“, kritisiert Trump seinen Nachfolger Joe Biden. „Wir verhandeln überhaupt nicht mit den Vereinigten Staaten“, habe der Iran daraufhin gesagt, schildert der 74-Jährige der Hochzeitsgesellschaft in Mar-a-Lago.

Dasselbe sei mit China passiert. „Sie haben uns nie so behandelt, oder? Ihr habt gesehen, was vor ein paar Tagen passiert ist, war schrecklich“, zetert Trump, ohne konkret zu benennen, was er meint. Womöglich spielt er aber darauf an, dass China kürzlich Sanktionen gegen die USA verhängt hat. Eine Reaktion auf von den USA - und auch anderen Ländern - verhängte Strafmaßnahmen wegen der chinesischen Uiguren-Politik.

Situation an Grenze zu Mexiko bringt Donald Trump auf Hochzeit in Rage

Auch die Situation an der Grenze zu Mexiko lässt Donald Trump auf der Hochzeit in Mar-a-Lago nicht unkommentiert. Erst kürzlich hatte er in einem Interview mit Fox News die Chance genutzt, die Biden-Regierung und ihre Einwanderungspolitik zu kritisieren. Die Hochzeitsfeier schien er auch als angebrachten Ort für dieses Thema einzustufen. An der Grenze laufe es nicht gut und sie sei im schlimmsten Zustand, in dem sie je jemand gesehen habe, beschreibt Trump die Situation. „Was mit den Kindern passiert, sie leben im Elend, sie leben wie niemand je jemanden gesehen hat, sowas hat es noch nie gegeben“, lamentiert er, offenbar vergessend, dass es auch Kritik am Umgang seiner Regierung mit eben jener Situation gab.

Und dann hat er sich wohl so in Rage geredet, dass keine ganzen Sätze mehr dabei herauskommen: „Und man wird hunderte haben, und man hat es jetzt, sie haben die Flugzeugfotos, die Schocks, sie nennen sie Schocks, und diese Dinge zeigen tausende und tausende Leute kommen aus Südamerika hoch und es wird, es ist ähm, schaut, es ist ein Desaster“, stammelt er, aber fängt sich wieder. „Es ist ein humanitäres Desaster von ihrem Standpunkt und es wird unser Land zerstören, und ganz ehrlich, das Land kann es sich nicht leisten, weil man von gewaltigen, einfach unglaublich gewaltigen Mengen spricht. Unsere Schulsysteme, unsere Krankenhaussysteme, alles“, so Trump.

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Donald Trump auf Hochzeit: Wahlbetrug auch Thema in Rede

„Ich sage nur: Vermisst ihr mich schon?“, fragt Trump in die Hochzeitsrunde in Mar-a-Lago und erntet Jubel und Applaus, was zu einem breiten Grinsen bei ihm führt. Und was natürlich in einer Rede auf einer Hochzeit nicht fehlen darf, ist die alte Leier zum Thema Wahlbetrug, die Trump sogleich auflegt. „Wir haben 75 Millionen Stimmen bekommen, niemand hat das je bekommen. Sie sagten ‚Holen Sie 66 Millionen Stimmen, Sir, und die Wahl ist vorbei.‘ Wir holten 75 Millionen und sie sagten ... aber ihr wisst, ihr habt gesehen, was passiert ist“, kommentiert Trump erneut die US-Wahl 2020.

„Nun, es passieren eine Menge Dinge im Moment, ich wollte nur sagen, es ist eine Ehre hier zu sein, es ist eine Ehre, euch in Mar-a-Lago zu haben, ihr seid ein großartiges und schönes Paar“, findet Donald Trump dann doch noch den Bogen zurück zu dem eigentlichen Anlass: Dem potenziell schönsten Tag im Leben eines Paares, dem womöglich nicht bewusst war, dass es zu einer Hochzeit in Mar-a-Lago politische Kommentare des Inhabers gratis on top gibt. (Ines Alberti)

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