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Donald Trump und die US-Wahl 2020: Weitere Details zeigen seine Bemühungen, das Wahlergebnis anzufechten. (Archivbild)
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Donald Trump und die US-Wahl 2020: Weitere Details zeigen seine Bemühungen, das Wahlergebnis anzufechten. (Archivbild)

USA

Donald Trump kämpft gegen die Justiz: Jetzt tritt ein neuer „Star-Zeuge“ auf den Plan

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Donald Trump stellt seine Bemühungen nicht ein, das Ergebnis der US-Wahl 2020 anzufechten. Jetzt könnte ein besonderer Zeuge weitere Details ans Licht bringen.

Washington D. C. – Die Meldungen reißen nicht ab. In den USA vergeht beinahe kein Tag ohne neue Enthüllungen zu den Versuchen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2020 anzufechten. Noch in dieser Woche will der Kongress damit beginnen, die Zeugenaussagen hochrangiger Beamter des Department of Justice (DOJ) – also des Justizministeriums der Vereinigten Staaten – anzuhören. Dabei könnte nun auch ein ganz besonderer Zeuge auf den Plan treten, wie die US-amerikanische Tageszeitung Washington Post berichtet.

Die Rede ist von Richard P. Donoghue, früherer stellvertretender Generalstaatsanwalt der USA. Er gilt laut der Washington Post als möglicher „Star-Zeuge“ für die Versuche des Justizministeriums, die Bemühungen Donald Trumps zu bekämpfen. Der Name Donoghues taucht demnach wiederholt in den gesichteten E-Mails und Notizen auf, die im Rahmen der Untersuchungen eingesehen wurden. Entsprechende Aufzeichnungen von Donoghues Widerstand gegen Trumps Machenschaften machen den ehemaligen Generalstaatsanwalt zu einem der interessantesten Zeugen. Das Team von Donald Trump hat bereits signalisiert, dass es nicht gegen die Aussagen vorgehen wird.

USA: Donald Trump drängt Justizministerium: „Sagen sie einfach, dass die Wahl korrupt war“

Besonders pikant sind nach Angaben der Washington Post handschriftliche Notizen Donoghues, die er während eines Treffens mit Donald Trump im Dezember 2020 geschrieben hat. Daraus geht hervor, dass Trump das Justizministerium dazu gedrängt hat, die Ergebnisse der US-Wahl 2020 ebenfalls anzufechten. „Sagen sie einfach, dass die Wahl korrupt war und überlasst den Rest mir und den republikanischen Kongressabgeordneten“, soll eine der Notizen lauten. Auch mit einer Neu-Besetzung der Führung des Department of Justice soll Donald Trump gedroht haben. „Die Leute sagen, dass Jeff Clark großartig ist, ich sollte ihn reinbringen. Die Leute wollen, dass ich die DOJ-Führung ersetze“, heißt es in Donoghues Mitschriften.

Jeffrey B. Clark ist ein ehemalige Leiter der Zivilabteilung des Justizministeriums der USA und gilt als einer der prominentesten Unterstützer von Donald Trump und seinen Zielen im Ministerium. Kurz nach dem Treffen von Trump und Donoghue setzte der ehemalige US-Präsident seinen Mitstreiter als stellvertretenden Generalstaatsanwalt ein.

Ebenfalls in der vergangenen Woche wurde ein „unorthodoxer Briefentwurf“ enthüllt, wie die Washington Post berichtet. Darin versuchte Clark die Legislative des US-Bundesstaates Georgia zu drängen, aufgrund möglicher „Unregelmäßigkeiten“ bei der Auszählung eine Sondersitzung zur Prüfung der Wahlergebnisse 2020 einzuberufen. Bei der Wahl unterlag der frühere Amtsinhaber Donald Trump gegen den neuen Präsidenten Joe Biden.

Donald Trump bei der US-Wahl 2020: Enthüllungen sorgen für Aufsehen

Doch auch das soll nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen sein: Laut Schriftstücken, die im Juni 2021 veröffentlicht wurden, versuchte das Team um Donald Trump bereits zuvor, das Justizministerium mit einer Reihe von Verschwörungstheorien zu überzeugen, um es für die politischen Anstrengungen zu gewinnen. Unter anderem kolportierte der ehemalige Stabschef des Weißen Hauses, Mark R. Meadows, die Behauptung, die US-Wahl sei in Italien mithilfe von Satellitentechnik manipuliert worden. Der damaligen Generalstaatsanwalt Jeffrey A. Rosen teilte die E-Mail anschließend mit Richard Donoghue, der sie als „reinen Wahnsinn“ bezeichnete. „Kannst du das glauben? Ich werde nicht auf eine solche Botschaft reagieren“, so Rosen gegenüber Donoghue.

US-Wahl 2020: Zeuge Richard Donoghue könnte Donald Trump belasten

Bislang ließ Richard Donoghue weitestgehend seine Notizen für sich sprechen. Die Washington Post hinterfragt in diesem Zusammenhang, welche Interessen Donoghue vertritt. Es stehe zur Disposition, ob er proaktiv versuche, gegen die verzweifelten Unternehmungen von Donald Trump, die Wahl 2020 anzufechten, vorzugehen, oder ob er sich selbst mithilfe der handschriftlichen Notizen von dem Treffen mit dem ehemaligen US-Präsidenten schützen möchte.

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Klar ist allerdings: Richard Donoghue könnte eine zentrale Rolle bei der Dokumentation von Trumps Bemühungen, seine verlorene US-Wahl 2020 als manipuliert zu deklarieren. Gerade die weiter stetig wachsende Zahl an neuen Enthüllungen legt nahe, dass die Zeugenaussagen Richard Donoghues weitere pikante Details ans Licht bringen könnten. (yw)

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