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Donald Trump ballt die Faust vor der Flagge der USA
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Donald Trump soll Druck auf konservative Journalist:innen ausüben, um weiterhin Lügen über die US-Wahl 2020 und eine mögliche Rückkehr zu verbreiten.

Ehemaliger US-Präsident „rekrutiert“

So bereitet Donald Trump seine Rückkehr ins Weiße Haus vor

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Donald Trump ist weiterhin fest davon überzeugt, dass seine Wiederwahl gestohlen wurde. Inzwischen „rekrutiert“ er Verbündete, die ihm zurück ins Amt helfen sollen.

Update vom Freitag, 04.06.2021, 15.00 Uhr: Charles C. W. Cooke, Journalist des konservativen Magazins National Review, stimmt Maggie Haberman von der New York Times zu und behauptet, dass Donald Trump Druck auf bekannte konservative Medienschaffende ausübe. Trump bemühe sich mit Nachdruck, sie zu „rekrutieren“. Sie sollen demnach die Theorie verbreiten, dass Donald Trump bald als Präsident „wiedereingesetzt“ werde, sobald sich herausstellen sollte, dass ihm die US-Wahl 2020 tatsächlich „gestohlen“ worden sei. Cooke betont, dass Trump davon tatsächlich überzeugt sei. Mit ihm würden die ehemaligen Senator:innen David Perdue (Georgia) und Martha McSally (Arizona) wieder ins jeweilige Amt zurückkehren.

Cooke fügt hinzu, dass eine solche Rückkehr verfassungsmäßig überhaupt nicht geregelt und deshalb nicht möglich sei. Die von Trump erhoffte „Wiedereinsetzung“ sei eine „Ablehnung der Realität, eine Ablehnung des Gesetzes und letzten Endes eine Ablehnung des gesamten Systems der amerikanischen Regierung“, so Jay Caruso vom konservativen Nachrichtenportal Washington Examiner.

Donald Trump glaubt weiterhin an „gestohlene Wahl“

Update vom Donnerstag, 03.06.2021, 22.45 Uhr: Je weiter die US-Wahl 2020 in der Vergangenheit liegt, desto weniger kann der ehemalige Präsident Donald Trump offenbar seine Niederlage anerkennen. Stattdessen klammere er sich immer vehementer an die Mär von der „gestohlenen“ Wahl, welche er selbst Monate vor dem Tag der Entscheidung am 3. November begonnen hatte unter seinen Anhänger:innen populär zu machen.

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Bewusst umgebe er sich derzeit vermehrt mit Personen, die ihn darin bestärken, die Wahl tatsächlich gewonnen zu haben. Der Gedanke daran, über eine erneute Auszählung der Wahlstimmen in Arizona und anderen US-Bundesstaaten noch nachträglich zum Wahlsieger gekürt zu werden, ergreife zunehmend Besitz von Donald Trump, schreibt die Washington Post. Auch seinen Fans will sich Trump bald wieder zeigen, bei einem Parteitag der Republikaner in North Carolina. Nachdem er von Twitter und Facebook verbannt worden ist und auf YouTube zuletzt Mitte Januar aktiv war, hat Donald Trump jetzt auch sein Blog eingestellt. Der unvermittelte Kontakt zur republikanischen Basis bleibt für ihn damit besonders wichtig.

Donald Trump ist überzeugter denn je von „gestohlener“ Wahl – Belege dafür fehlen weiterhin

Erstmeldung vom Mittwoch, 02.06.2021, 11.45 Uhr: Washington, D.C. – Seine Wahlniederlage hat Donald Trump nie eingestanden, auch die treuesten seiner Fans nicht. Und mit seinem Auszug aus dem Weißen Haus folgten gleich Gerüchte über eine baldige Rückkehr. Und offenbar glaubt auch Trump selbst an eine erneute Machtübernahme in absehbarer Zeit. Schon im August 2021 soll er seiner Ansicht nach als Präsident „wiedereingesetzt“ werden.

Donald Trump soll Leuten erzählt haben, dass er davon ausgeht, im August ins Weiße Haus zurückzukehren. Das berichtet Maggie Haberman, preisgekrönte Reporterin der New York Times, auf Twitter. Sie fügt hinzu, dass Trump „fokussiert wie ein Laser“ sei, um republikanisch geführte Neuauszählungen in Bundesstaaten voranzutreiben, in denen er im November gegen Joe Biden verloren hatte. Obwohl es keinerlei Beweise gibt, sprechen Trump selbst, Trump-treue Republikaner sowie ihre Wählerschaft nach wie vor von Betrug und einer „gestohlenen“ Wahl.

Donald Trump soll Vertrauten von einer Rückkehr ins Weiße Haus im August erzählt haben.

Donald Trump spricht von Rückkehr als US-Präsident bereits im August

Treue Unterstützer:innen von Donald Trump wünschen sich indes einen Machtwechsel herbei, sprechen von Verhältnissen wie nach dem Militärputsch in Myanmar. Selbst Trumps Berater für nationale Sicherheit, Mike Flynn, scheint sich dafür ausgesprochen zu haben und stellte vor einer QAnon-Veranstaltung am Samstag (29.05.2021) eine rhetorische Frage: „Warum kann das, was in Myanmar passiert ist, nicht hier passieren? Es gibt keinen Grund dafür. Ich finde, das sollte hier auch passieren.“ Zwar bestreitet er diese Aussage nun, sie ist allerdings auf Video festgehalten.

Auch an Maggie Haberman sind solche Äußerungen nicht vorbeigegangen. Einen direkten Zusammenhang zwischen einer Rückkehr von Donald Trump und einem Putsch stellt sie zwar nicht explizit her, den Zeitpunkt der Äußerungen findet sie dennoch brisant. „Es passiert nicht in einem Vakuum“, so Haberman. „Es passiert während er einer möglichen Anklage des Bezirksstaatsanwalts von Manhattan gegenübersteht.“

Donald Trump: Fans wollen den Militärputsch

Bei der QAnon-Konferenz sprach zudem Trumps ehemalige Anwältin Sidney Powell. Sie sagte, dass Donald Trump anstelle von Joe Biden als Präsident „einfach wiedereingesetzt“ werden könne. „Ein neuer Termin zur Amtseinführung steht und Biden wird gesagt, dass er das Weiße Haus räumen muss und dass Präsident Trump wieder dort einziehen soll“, hieß es. „Ich glaube leider nicht, dass sie ihm die verlorene Zeit gutschreiben, weil die Verfassung selbst den Tag der Amtseinführung festlegt. Aber er sollte definitiv den Rest der Amtszeit bekommen und das Beste daraus machen.“

In QAnon-Kreisen war vor Monaten von einer Rückkehr Trumps am 4. März die Rede. Sicherheitskräfte in der US-Hauptstadt waren in hoher Alarmbereitschaft. Passiert ist allerdings nichts. Noch immer warten die Trump-Fans auf die Rückkehr ihres Auserwählten. (Lukas Rogalla)

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