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Familie Trump unter Verdacht

Ärger für Donald Trump und Geschwister: Millionenklage wegen Betrugs in New York droht

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Mithilfe einer Scheinfirma sollen Donald Trump und seine Geschwister Millionen erwirtschaftet haben. Jetzt droht eine Millionenklage wegen Betrugs.

  • Donald Trump und seine Geschwister sollen illegal Millionen Dollar mit Immobilienbetrug verdient haben.
  • Jetzt klagen Mieterinnen und Mieter gegen die Trump-Familie.
  • Es geht offenbar um eklatante Beträge, welche Donald Trump womöglich zurückzahlen muss.

New York – Donald Trump und seine Geschwister könnten illegal Millionen Dollar verdient und gleichzeitig ihre Steuern gedrückt haben. Eine entsprechende Klage ist in New York vorgelegt worden, wie die „New York Times“ berichtet. Sie soll von Mieterinnen und Mieter aus den Stadtteilen Queens, Brooklyn und Staten Island vorgebracht worden sein.

Trump-Familie: Verdienten Donald Trump und Geschwister an Scheinfirma?

Demnach sollen bei der Instandsetzung von Wohnungen, welche die Trumps in New York vermieteten, zusätzliche Materialkosten veranschlagt worden sein. Dafür wurde eine Scheinfirma gegründet, welche die Einkäufe des Materials durchführte und im Besitz von Donald Trump und seiner Familie war. Die Scheinfirma wiederum stellte Rechnungen mit einem Aufpreis von 20 bis 50 Prozent für die Besitztümer von Donald Trumps Vater Fred aus – für welche Mieterinnen und Mieter aufkommen mussten.

Donald Trump im Oval Office: Gegen den US-Präsidenten wird ermittelt. (Archivfoto)

Betrug mit Trump-Wohnungen soll fast 30 Jahre gelaufen sein

In New York können größere Wohnungsrenovierungen auf diese umgelegt werden. Wurde beispielsweise ein Boiler für 50.000 US-Dollar erworben, wurde die Miete um einen Betrag erhöht, als hätte er 60.000 US-Dollar gekostet. Die Aufschläge wurden auch an spätere Mieten weitergegeben. Zwar mussten Donald Trump und seine Geschwister auf die Mehreinnahmen der Scheinfirma Einkommenssteuer bezahlen, allerdings konnten so Schenkungssteuern umgangen werden. Denn die Zahlungen von Fred Trump an die Scheinfirma kamen einer Schenkung gleich.

Infolge der Klage könnte das seit Beginn des Vorgangs 1992 bis heute erwirtschaftete Geld Gegenstand von Rück- und Nachzahlungen sein. Jede Person, die seit 1992 in einer der 14.000 betroffenen Wohnungen gelebt hat, könnte zu entsprechenden Forderungen berechtigt sein, schreibt die „New York Times“ - eine „signifikante finanzielle Bedrohung“ für Donald Trump und seine Familie. Genaue Summen nennt die Zeitung allerdings nicht.

Sprecherin von Donald Trump und Familie weist Vorwürfe zurück

Eine Sprecherin der Trump-Familie bezeichnete die Anklage als „komplett aus der Luft gegriffen“. Die Anschuldigungen seien nicht bewiesen, außerdem habe es in den vergangenen 30 Jahren keine entsprechenden Bedenken gegeben. Dabei hatten Recherchen der New York Times bereits zu anderen Steuer-Ermittlungen gegen Donald Trump und seine Tochter Ivanka geführt. Auch die Deutsche Bank könnte in das betrügerische Verhalten von Donald Trump verstrickt sein.

Einer der Anwälte, die die Klage gegen Donald Trump und seine Familie durchführen, sind sicher, dass sie vor Gericht erfolgreich sein werden. Mehrere hunderttausend Mieterinnen und Mieter könnten von dem Vorgang betroffen sein, so ein Anwalt gegenüber den „New York Times“. (Marcel Richters)

Rubriklistenbild: © Doug Mills/Imago Images

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