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US-Präsident

Donald Trump will Milliarden US-Dollar für Denkmal einsammeln

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Nach dem Ende seiner Präsidentschaft zieht es Donald Trump nach Florida. Dort will er sich für zwei Milliarden US-Dollar ein Denkmal setzen.

  • Nach vier Jahren als US-Präsident will Donald Trump nach Florida ziehen.
  • Um sich selbst ein Denkmal zu setzen, will Trump eine besonders teure Bibliothek erreichten.
  • Trump News: Alle Nachrichten zum scheidenden Präsidenten der USA finden Sie hier im Überblick.

West Palm Beach – Die Präsidentschaft von Donald Trump nimmt ein außergewöhnliches und chaotisches Ende. Nachdem seine radikalen Anhänger:innen das Kapitol gestürmt hatten, leiteten die Demokraten das bereits zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ein. Zwar kann er erst aus dem Amt entfernt werden, wenn Joe Biden bereits als nächster US-Präsident vereidigt ist, dennoch wird Trump als erster Regierungschef mit zwei Impeachment-Verfahren in die Geschichte eingehen.

Weil Donald Trump nach der Amtszeit in Washington auch in seiner Heimatstadt New York alles andere als willkommen sein wird, will er nach Florida ziehen – und sich dort unsterblich machen.

Donald Trump zieht nach Florida – Start der Trump-Dynastie?

In seinen letzten Tagen als US-Präsident hält sich ein betrübter Donald Trump weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Das Weiße Haus ist menschenleer und wird vom Militär wie eine Festung bewacht. „Es sieht aus wie ein Kriegsgebiet“, erzählte ein Beamter der „Washington Post“. Einen fulminanten Abgang hatte sich Trump eigentlich vorgestellt, um Joe Biden bei dessen Amtseinführung die Show zu stehlen und möglicherweise eine erneute Kandidatur anzukündigen. Stattdessen werden Angestellte dabei gesehen, wie sie das Weiße Haus plünderten. Für Trump ein Tiefpunkt.

Donald Trump will seinen politischen Einfluss künftig in Florida ausüben. (Archivfoto)

Seine loyale Gefolgschaft spielt nach Informationen der „WaPo“ mit dem Gedanken, in Florida ein eigenes politisches Domizil für den 45. Präsidenten der USA zu errichten – inklusive Bibliothek und Museum. So soll Trump weiter Einfluss über republikanische Politik ausüben und sich gleichzeitig verewigen können: Eine wahre „MAGA-Oase“, wo er rund um die Uhr bejaht und verehrt wird. Florida soll zudem zum Geburtsort der „Trump-Dynastie“ werden. So gebe es Bestrebungen seiner Lieblingstochter Ivanka Trump, als Senatorin zu kandidieren, berichtet „Politico“. Auch Donald Trump Junior wird die Flucht nach Florida antreten.

Florida: Donald Trump will eine Präsidenten-Bibliothek für zwei Milliarden Dollar errichten

Rick Wilson, ein Stratege der Republikanischen Partei in Florida und scharfer Trump-Kritiker, erklärte der „Washington Post“, dass die republikanische Basis im „Sunshine State“ sehr „trumpy“ sei: „Es passt einfach zum Charakter Floridas, ein Magnet für den gesamten Wahnsinn des Universums zu sein. [...] Es ist nur logisch, dass sie hierherkommen.“ Nach seiner Niederlage in der US-Wahl haben Donald Trump und seine Kampagne 200 Millionen Dollar sammeln können, um das Ergebnis vor Gericht anzufechten. Der Großteil des Geldes geht an die politische Lobbygruppe „Save America“ des Noch-Präsidenten, mit der politischer Einfluss auch über die Amtszeit hinaus erhalten werden soll.

Offizielle Pläne für die erwähnte Präsidentenbibliothek gibt es noch nicht. Doch Donald Trump soll seiner Gefolgschaft erzählt haben, dass er zwei Milliarden Dollar sammeln will – mit kleinen Spenden seiner Fans. „Ich dachte mir, was ist das für ein alternatives Fantasieleben, das du führst?“, sagte die Quelle, die einst als Spendensammler für die Trump-Kampagne tätig war. „Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie er darauf kommt, so viel Geld zu sammeln. Jeder, der es ihm gibt, wird radioaktiv sein.“ Ein weiterer Ex-Spendensammler bezeichnete den Plan als „wahnsinnig“. „Außer den Spinnern“ suche jeder das Weite.

Donald Trump will Präsidentenbibliothek in Florida: „Wahnsinnig“

Eine Bibliothek, die die Amtszeit eines US-Präsidenten festhält, ist nicht unüblich. Doch die angestrebten zwei Milliarden Dollar übersteigen die Kosten der bisher für Staatsoberhäupter errichteten Bauten deutlich. Die Bibliothek soll von Dan Scavino geleitet werden, dem ehemaligen Social-Media-Direktor und Ex-Vize-Stabschef von Donald Trump. Eine (satirische) Vorschau ist bereits online zu finden. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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