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„Save America“

Donald Trump auf Rachetour: Vergeltung an Parteikollegen – Rückkehr in die Politik?

  • VonJan Lucas Frenger
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Donald Trump startet seine Tour durch die USA. Geplant sind mehrere Kundgebungen vor seinen Anhängern. Auch einigen Parteikollegen geht es an den Kragen.

Wellington – Es wird die erste große Kundgebung von Donald Trump seit dem Ende seiner Amtszeit. Am kommenden Wochenende wird der ehemalige Präsident der USA vor knapp 6000 Fans in Wellington im Bundesstaat Ohio unter freiem Himmel eine Rede halten. Das Motto: „Save America“ – „Rettet Amerika“. Mit diesem Auftritt gibt Trump den Startschuss für seine groß angelegte Rachetour gegen republikanische „Abweichler“ durch das Land.

Bereits im Juli ist eine weitere Kundgebung in Tampa im Staat Florida geplant. Noch davor reist Donald Trump jedoch für eine Besichtigung der Grenze zu Mexiko nach Texas, um laut Informationen des Nachrichten-Portals Spiegel Stimmung gegen die bisherige Migranten-Politik der US-Regierung um Joe Biden zu machen. Danach sollen weitere Termine folgen – einer davon wohl in Georgia.

Donald Trump: Mit Kundgebungen in den USA zurück in die Öffentlichkeit

Mit dieser Aktion möchte sich Donald Trump, um den es seit Ablauf seiner Amtszeit als Präsident verdächtig ruhig geworden ist, laut Spiegel endlich wieder in die Öffentlichkeit der USA befördern. Seine Berater jedenfalls streuen bereits eifrig Informationen in den US-Medien, wonach es Trump kaum noch erwarten könne, endlich wieder bei großen Kundgebungen den Jubel seiner Anhänger zu genießen. Und wer weiß: Vielleicht lässt sich ja nebenbei auch noch ein bisschen die Werbetrommel für sein geplantes Buch rühren.

Bald wird Donald Trump wieder seine berühmt-berüchtigten Kundgebungen abhalten. (Archivbild)

Doch laut Spiegel sind dies noch lange nicht die einzigen Gründe für Trumps Rückkehr in die Öffentlichkeit. Demnach bereitet der ehemalige Staatschef damit ein mögliches Comeback in die US-Politik vor – und politische Rache möchte er offensichtlich ganz nebenbei auch noch üben.

Donald Trumps Rachefeldzug gegen Republikaner in den USA: Legt euch nicht mit mir an

In Ohio erwischt es allem Anschein nach Anthony Gonzalez, einen republikanischen Abgeordneten, der es bei dem von den Demokraten nach dem Sturm auf das Kapitol initiierten Votum gewagt hatte, gegen Trump zu stimmen. Der Ex-Präsident unterstützt also kurzerhand in bester Trump-Manier Gonzalez Kontrahenten und Parteikollegen Max Miller bei den Vorwahlen der Republikaner für die Kongresswahlen im nächsten Jahr. Damit sendet Trump laut Spiegel eine deutliche Nachricht an seine Parteikollegen, sich besser nicht mit ihm anzulegen.

Auch andere Republikaner in den USA sollen den Zorn des ehemaligen Präsidenten zu spüren bekommen. In Wisconsin soll seine Kritikerin Liz Cheney ihren Abgeordnetenjob verlieren – im Bundesstaat Georgia sucht Donald Trump dann einen passenden Herausforderer für den Posten als Gouverneur. Der derzeitige Amtsinhaber Brian Kemp hatte sich unbeliebt gemacht, als er sich weigerte, Trumps Lügen über das Ergebnis der Präsidentschaftswahl zu unterstützen.

Theorie in den USA: Trump-Rückkehr ins Weiße Haus

Einer gängigen Theorie nach verfolgt Trump mit seinem Vorgehen derzeit einen zweistufigen Plan für seine Rückkehr ins Weiße Haus im Jahr 2024. Die Republikaner sollen bei den Kongresswahlen im kommenden Herbst die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und Senat gewinnen – dann wäre der Weg zum Präsidentenamt frei.

Doch auch ein Zwischenschritt als Nachfolger von Demokratin Nancy Pelosi als Sprecher des Repräsentantenhauses in Washington wäre wohl denkbar. Trump selbst bezeichnete die Idee bereits als „sehr interessant“. Immerhin: Die Aufmerksamkeit seiner ach so geliebten Medien in den USA wäre dem Unternehmer damit zumindest endlich wieder gesichert. Was gegen das Szenario spricht: Kevin McCarthy, Fraktionschef der Republikaner im Kongress, scheint sich wohl auf den Posten vorzubereiten. Trump selbst habe ihm laut Aussagen in einem Interview gesagt, er wünsche sich, dass er, McCarthy, der neue Sprecher im Repräsentantenhaus werde.

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Politische Situation in USA: Donald Trumps Rückkehr – vielleicht sogar schädlich für Republikaner

Egal wie sich die Situation noch entwickeln wird – eine Rückkehr Trumps in die Öffentlichkeit und auf die große politische Bühne der USA scheint so gut wie sicher. Ob er durch all seine Skandale, fragwürdigen Äußerungen und den Hang zum Populismus seiner Partei in Zukunft wirklich weiterhelfen wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt. (Jan Lucas Frenger)

Rubriklistenbild: © Joseph Sohm/imago

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