Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weißes Haus Donald Trump Wirtschaft Geld Preise
+
Donald Trump: Könnte die Inflation ihn zurück ins Weiße Haus befördern? (Symbolbild)

Exzessive Inflation

Ex-Finanzminister warnt: Warum Donald Trump ins Weiße Haus zurückkehren könnte 

  • VonLucas Maier
    schließen

Lieferengpässe, Corona-Pandemie und Rohstoffmangel: Die Wirtschaft in den USA hat zu kämpfen. Ex-Finanzminister Summers warnt vor einer Rückkehr Trumps.

Washington – Vor fast fünf Jahren: Im Januar 2017, tritt Donald Trump seine Amtszeit als Präsident der USA an. Am 20.01.2021 endet dann die Legislatur des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Als Trump aus dem Amt scheidet, liegen seine Zustimmungswerte innerhalb der Bevölkerung bei gerade einmal 38,6 Prozent.

Das Ende der Ära Trump im Weißen Haus, scheint vielen US-Amerikaner:innen also nicht gerade ungelegen gekommen zu sein. Mittlerweile wenden sich auch immer mehr Republikaner:innen vom früheren Präsidenten Trump ab. Am Montag (15.11.2021) warnte der ehemalige US-Finanzminister Lawrence H. Summers davor, dass die aktuell hohen Preise in den USA Donald Trump zurück ins Weiße Haus verhelfen könnten. Er spricht dabei gezielt die extreme Inflation in den USA an.

Inflation in den USA: Bringt sie Donald Trump zurück ins Weiße Haus?

Auf Twitter schreibt Summers: „Exzessive Inflation und das Gefühl, dass diese außer Kontrolle geraten ist, verhalfen bereits Richard Nixon und Ronald Reagan ins Amt. Es besteht das Risiko, dass dieses Zusammenspiel auch Donald Trump zurück ins Weiße Haus verhilft.“

Die Inflation ist in den USA im Moment auf einem Höchststand. Im Oktober stiegen die Preise für Verbraucher in den USA so schnell wie seit 30 Jahren nicht mehr, das teilt Al Jazeera mit Verweis auf das US-Ministerium für Arbeit mit. Die jährliche Inflationsrate erlebt im Oktober, bei Preisen für Gebrauchtwagen, einen Anstieg von 30 Prozent. Bei Haushaltswaren lag diese bei knapp über 10 Prozent, wie die Washington Post berichtet.

Höhere Kosten für US-Unternehmen: Verbraucher bekommen diese immer mehr zu spüren

Die Wirtschaft in den USA lebt zu zwei Dritteln von Konsumausgaben. Deshalb treffen Lieferengpässe, Rohstoff-Mangel und der Fachkräfte-Mangel diese gerade besonders hart. Daraus resultieren höhere Kosten für US-Unternehmen, welche auch immer mehr über gesteigerte Preise an den Endverbraucher weitergegeben werden.

Das treibt das Vertrauen der Verbraucher:innen in den USA auf den tiefsten Wert der vergangenen zehn Jahren, so eine Umfrage der Universität Michigan. Folgt man der Argumentationslinie von Summers, stehen die Chancen für Donald Trump also nicht allzu schlecht. Die Zentralbank der USA sieht in der exzessiven Inflation allerdings kein Problem. Die hohen Preise seien nur vorübergehend und werden nachlassen, so Al Jazeera.

Wirtschaft in den USA: Summers befürwortet den Vorstoß der Biden-Regierung

Genau diesen Blick teilt der Ex-Finanzminister der USA, Lawrence H. Summers, keinesfalls. In einem Kommentar in der Washington Post plädierte er für einen anderen Kurs der Biden-Regierung und der US-Notenbank. Über Twitter äußerte Summers vier Forderungen, welche seiner Ansicht nach der Steigerung der Preise Einhalt gebieten könnten.

Der Wirtschaftsexperte befürwortet auch den „Build Back Better“-Vorstoß der Biden-Administration. Auf die Inflation habe dieser zwar nur einen „vernachlässigbaren“ Effekt, er würde aber an anderen Stellen die Wirtschaft befördern, so Summers auf Twitter. Eine Eindämmung der Inflation müsse auch bei den bevorstehenden Ernennungen in der US-Zentralbank eine übergeordnete Rolle spielen, so Summers weiter.

US-Wirtschaft: Ex-Finanzminister plädiert für eine Senkung der Zölle

Da die Preise auch im Immobilien-Sektor derzeit boomen, fordert der Ex-Finanzminister von der US-Notenbank ein sofortiges Ende aller Käufe mit Hypothekenbezug. Auch der Wertpapierhandel solle schneller reduziert werden, so Summers. Die Regierung solle der Bevölkerung in den USA zeigen, dass sie deren Inflationssorgen ernst nehme. Eine Reduzierung der Zölle wäre einer der effektivsten Schritte, den die Politik aktuell gegen die Inflation unternehmen könne, so Summers.

„Preiswert einkaufen sollte mehr Priorität haben als aus Amerika zu kaufen.

Lawrence H. Summers auf Twitter

Zum Abschluss seiner Argumentation auf Twitter schreibt Summers noch: „Eine überhitzte Wirtschaft erscheint im Vergleich zu einer Pandemie oder einer Finanzkrise zwar harmlos, kann aber Wohlstand und das öffentliche Vertrauen in Gefahr bringen, wenn das Problem nicht anerkannt und angegangen wird.“ Wie sich die Preise in den USA weiter entwickeln und ob diese Donald Trump zurück ins Weiße Haus verhelfen, bleibt abzuwarten. (Lucas Maier)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare