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Alex Jones und Roger Stone
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Alex Jones und Roger Stone: Welche Rolle sie bei der Erstürmung des Kapitols gespielt haben, klärt das FBI.

FBI ermittelt

Enge Vertraute von Donald Trump: Welche Rolle spielten Alex Jones und Roger Stone beim Kapitol-Sturm?

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Bilder der Kapitol-Erstürmung gingen um die Welt. Die Frage, ob einschlägige Verbündete Donald Trumps für die Gewalt mitverantwortlich waren, klärt nun das FBI.

  • Welche Rolle haben Alex Jones und Roger Stone bei der Erstürmung des Kapitols gespielt?
  • Die beiden gelten als enge Verbündete des früheren Machthabers Donald Trump.
  • Alle Informationen und Nachrichten rund um den 45. US-Präsidenten gibt es in den Trump-News.

Washington D.C. – Es waren Bilder, die um die Welt gingen und für Entsetzen sorgten: Ein aggressiver Mob, aufgeheizt von Donald Trump und seinen Verbündeten, stürmte während einer Sitzung des Kongresses das Kapitol und richtete Chaos und Verwüstung an. Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist. An den Türen des politischen Machtzentrums schrien Randalierende: „Hängt Mike Pence!“

Nach den Ausschreitungen in Washington und der Erstürmung des US-Kapitols durch gewaltbereite Anhänger:innen des früheren US-Präsidenten Donald Trump laufen die Untersuchungen der Ermittlungsbehörden auf Hochtouren. Es wird auch geprüft, welche Rolle Trump-Vertraute sowie Prominente aus der rechten Szene gespielt haben.

Verbündete von Donald Trump: FBI untersucht Rolle von Alex Jones und Roger Stone

Einem Bericht der Tageszeitung „Washington Post“ zufolge gehen FBI und Justizministerium der Frage nach, wie bekannte rechte Gesichter zur Eskalation beigetragen haben. Unter anderem werde geprüft, welche Verantwortung der Trump-Berater Roger Stone sowie der Verschwörungstheoretiker Alex Jones für die Ausschreitungen in der Bundeshauptstadt hatten.

Roger Stone war im Februar 2020 unter anderem wegen Falschaussagen und Behinderung der Justiz zu einer Gefängnisstrafe von mehr als drei Jahren verurteilt worden. Kurz vor Donald Trumps Amtsende begnadigte der abgewählte US-Präsident den loyalen Weggefährten. Der Demokrat Jerry Nadler schrieb damals zu der Entscheidung auf Twitter, die Begnadigung diene weder Gerechtigkeit noch Barmherzigkeit. Der Präsident belohne Helfershelfer, um sich selbst zu schützen. Auch aus den eigenen Reihen gab es Kritik. Der republikanische Senator Ben Sasse sagte: „Dies ist durch und durch schlecht.“

Anklage gegen Trump-Vertraute steht auf wackligen Beinen

Der rechtsextreme Radiomoderator Alex Jones sorgt dagegen immer wieder mit bizarren Verschwörungstheorien sowie menschenverachtenden Äußerungen für Aufsehen und Empörung. So behauptete er, ohne einen Beweis zu liefern, das Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule im Jahr 2012 sei eine Inszenierung der Regierung, um strengere Waffengesetze durchzusetzen. Bei dem Schusswaffenangriff kamen 26 Menschen ums Leben.

Nach Recherchen der „Washington Post“ steht bei den Ermittlungen gegen Stone und Jones nicht eine strafrechtliche Verfolgung im Fokus. Vielmehr wollten die zuständigen Beamt:innen herausfinden, durch welche Äußerungen und Überzeugungen der Mob beeinflusst worden sei. Allerdings wollten die Ermittler:innen auch feststellen, ob prominente Meinungsmacher:innen genug Verantwortung für die Ausschreitungen am 6. Januar haben könnten, um strafrechtliche Anklagen zu rechtfertigen. Geprüft würden Vorwürfe der Verschwörung und Beihilfe zur Gewalt. Die Aussicht auf eine Anklage stehe aber derzeit noch auf wackligen Beinen.

Alex Jones rührte vor dem Kapitol-Sturm die Werbetrommel für Donald Trump

„Wir untersuchen mögliche Verbindungen zwischen denjenigen, die physisch an dem Angriff auf das Kapitol beteiligt waren, und Personen, die sie möglicherweise beeinflusst haben, wie Roger Stone, Alex Jones und Ali Alexander“, sagte ein Ermittler, der anonym bleiben wollte, der Zeitung. Ali Alexander ist Initiator von „Stop The Steal“, einer verschwörungstheoretischen Kampagne, die unbelegte Manipulationsvorwürfe über die US-Wahl 2020 verbreitete.

Alex Jones verbreitet über seine Plattform „Infowars“ zahlreiche Verschwörungstheorien.

Alex Jones rührte vor den Ausschreitungen die Werbetrommel für den Pro-Trump-Protestmarsch in Washington. Energisch rief er dazu auf, dass eine Million Menschen in die Hauptstadt kommen sollten, um für Donald Trump und gegen korrupte Demokraten zu demonstrieren. Wenige Tage vor dem Kapitol-Sturm erzählte er dem Publikum auf seiner Plattform „Infowars“: „Roger Stone hat vor ein paar Tagen viel Zeit mit Trump in Florida verbracht.“ Ihm sei gesagt worden, „dass große Dinge im Gange sind und Trump bedeutende Aktionen in petto hat“. Nach der Erstürmung sagte Jones, er sei am 3. Januar eingeladen worden, um „den Marsch“ auf das Kapitol „zu führen“. (Tim Vincent Dicke)

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