Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auch ehemalige US-Präsidenten werden vom Secret Service geschützt. Donald Trump stellt der Behörde nun offenbar erneut Tausende Dollar in Rechnung. (Archiv)
+
Auch ehemalige US-Präsidenten werden vom Secret Service geschützt. Donald Trump stellt der Behörde nun offenbar erneut Tausende Dollar in Rechnung. (Archiv)

USA

Unterbringung der Leibwächter: Donald Trump fordert Tausende Dollar an Steuergeldern

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
    schließen

Der Secret Service schützt den Ex-Präsidenten Trump auf Lebenszeit. Die Kosten für Übernachtungen der Personenschützer in seinem Golfclub tragen die Steuerzahler.

Washington D.C. – Es ist nicht das erste Mal, dass der Secret Service eine saftige Rechnung von Donald Trump bekommt. Nach der verlorenen US-Wahl 2020 musste Trump das Weiße Haus im Januar verlassen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Seitdem lebte der ehemalige US-Präsident dauerhaft auf seinem Luxusanwesen Mar-a-Lago in Palm Beach, bis er Anfang Mai offenbar in seinen Golfclub in Bedminster, New Jersey umzog – mitsamt seiner Personenschützer. Nun soll der Secret Service nach Informationen der Washington Post bereits zum zweiten Mal eine saftige Rechnung für die Gästezimmer im Golfclub bezahlen.

Dem Bericht zufolge, legt ein Dokument des Secret Service offen, dass Trump dem Staat für die Zimmer der Personenschützer allein im Mai rund 10.200 US-Dollar in Rechnung gestellt hat. Eine genaue Auflistung der Preise pro Nacht habe es allerdings nicht gegeben, hieß es. Diese Rechnung ist ein Vielfaches dessen, was Trumps Golfclub in Bedminster dem Secret Service während seiner Amtszeit als US-Präsident in Rechnung stellte – 566,64 Dollar pro Nacht in einem Häuschen mit vier Schlafzimmern. Die Rechnung, die der Secret Service offenlegte, dürfte demnach 18 Nächte im Golfclub abdecken.

Donald Trump: Sein Personenschutz kostete Steuerzahlende bereits mehr als 50.000 Dollar

Die Dokumente wurden laut dem Bericht aufgrund von Anfragen aus der Bevölkerung öffentlich gemacht. Im Mai war bereits bekannt geworden, dass Donald Trump vom Secret Service der USA in den Monaten seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus rund 40.000 US-Dollar für die Unterbringung der Leibwächter in Mar-a-Lago forderte. Trotz lautgewordener Kritik aus der Bevölkerung scheint Trump an seinem Vorgehen festzuhalten.

Die vom Secret Service offengelegten Daten zeigen, dass die US-amerikanischen Steuerzahlenden seit dem Ende von Trumps Präsidentschaft bereits mehr als 50.000 Dollar an Trumps Unternehmen gezahlt haben. Fachleute aus den Rechtswissenschaften sehen darin laut Angaben der Washington Post allerdings keinen Gesetzesverstoß des ehemaligen Präsidenten. Es gebe kein Gesetz, das es verbieten würde, die Unterbringung der Personenschützer beim Secret Service in Rechnung zu stellen. Das gelte sowohl für amtierende, als auch für ehemalige Präsidenten der USA. Jonathan Wackrow, der selbst lange beim Secret Service arbeitete, sagte der Zeitung: „Es ist keine Frage, ob sie das machen können, sondern eher, ob sie so viel berechnen müssen.“

Rechnungen an den Secret Service: Außer Trump verlangte jüngst nur Joe Biden Geld vom Staat

Nach Informationen der Washington Post nutzte neben Trump nur ein weiterer US-Präsident dieses Schlupfloch – nämlich der amtierende Präsident Joe Biden. Während seiner Zeit als Vize-Präsident von 2011 bis 2017 stellte Biden dem Secret Service monatlich 2200 Dollar für die Unterbringung der Einsatzkräfte auf seinem Grundstück in Delaware in Rechnung. Insgesamt hätten sich die Kosten auf 171.600 US-Dollar belaufen, wurde damals übereinstimmend berichtet.

Seit seinem Amtsantritt als Präsident soll Biden allerdings keine Rechnungen mehr an den Secret Service geschickt haben, hieß es von einem Sprecher des Präsidenten. Trump dagegen hatte die Dienste der Sicherheitsbehörde während seiner Amtszeit herausragend häufig in Anspruch genommen. Besonders die Reisen des ehemaligen Präsidenten belasteten dabei die Staatskasse: Donald Trump und Familie reisten damals in nur einem Jahr mehr als die Obamas in sieben Jahren. (iwe)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare