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Donald Trump sucht angeblich Russlands Unterstützung

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Von: Marvin Ziegele

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Donald Trump während seines Auftritts in Alaska.
Donald Trump während seines Auftritts in Alaska. © imago-images

Der ehemalige Präsident der USA, Donald Trump, braucht offenbar Hilfe. Angeboten wird sie aus Russland - mit einer merkwürdigen Begründung. 

Moskau – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump macht kein Geheimnis aus seiner Abneigung für die derzeitige Politik in den USA. Sicherlich wäre er gern wieder Präsident und würde die Geschicke des Landes lenken wollen. Seine Kritik sei außerdem ein Zeichen an Russland, ihn zu unterstützen, berichtet das Nachrichtenportal Newsweek in Bezug auf das russische Staatsfernsehen.

Olga Skabejewa, die die Sendung 60 Minutes auf dem Sender Russia-1 moderiert, reagierte auf Donald Trumps Äußerungen bei einer Kundgebung in Anchorage am 9. Juli. „Trump sagte, Amerika sei vor der ganzen Welt gedemütigt worden und habe sich noch nie in einer so schrecklichen Situation befunden“, zitiert Newsweek die Moderatorin.

Donald Trump: „Joe Biden ist der schlechteste Präsident in der Geschichte der USA“

„Donald Trump sagte, dass Joe Biden der schlechteste Präsident in der Geschichte der USA sei und dass er den Konflikt in der Ukraine niemals zugelassen hätte.“ Sicherlich hätte Donald Trump auf seine eigene Art zur Deeskalation beigetragen. So sprach er während seiner Präsidentschaft davon, die „großen Goldblasen“ in Moskau zu bombardieren, falls Russland in die Ukraine einmarschiere.

Nun will Trump also angeblich Russlands Hilfe für eine mögliche Wiederwahl seiner selbst. „Trump versucht, uns davon zu überzeugen, ihn wieder zu unterstützen“, sagte Skabejewa, bevor Ausschnitte von Kommentaren des Ex-Präsidenten auf der Kundgebung gezeigt wurden, darunter seine Beschreibung der USA als „Nation im Niedergang“ und seine Kritik an der Unterstützung der Ukraine durch die USA im Krieg gegen Russland. Schon einmal hatte Skabajewa davon gesprochen, dass Russland über eine Wiedereinsetzung von Donald Trump als US-Präsident diskutiere.

Donald Trump: Austragungsort Alaska symbolisch für Russland-Nähe?

Die Moderatorin betonte, dass auch Alaska als Austragungsort für Trumps Auftritt von entscheidender Bedeutung sei, da dies seine Nähe zu Russland betone. Damit spielt sie offenbar auf den historischen Kontext an, dass Alaska bis zum Jahr 1867 zum russischen Kaiserreich gehörte. Welche „Nähe“ das zwischen Donald Trump und dem heutigen Russland schafft, ließ sie in ihrer Erklärung offen.

Allerdings erklärte Wjatscheslaw Wolodin, Sprecher der russischen Staatsduma, laut Newsweek in der vergangenen Woche, dass Alaska immer noch Teil des russischen Territoriums sei und Russland es zurückfordern könne. Dies rief den Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, auf den Plan, der twitterte: „An die russischen Politiker, die glauben, sie könnten Alaska zurückerobern: viel Glück!“ (marv)

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