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Russia-Gate: Bundesakte soll Trumps Spionage-Behauptung beweisen

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Von: Lukas Zigo

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Wahlkampf US-Präsidentschaftswahl 2016
Donald Trump und Hillary Clinton geben sich zum Abschluss der zweiten Präsidentschaftsdebatte an der Washington University die Hand. © Gary He/dpa

US-Sonderstaatsanwalt wirft Clinton-Kampagne Spionage an Donald Trump vor. Verbindungen mit Russland sollen angeblich fabriziert worden sein.

Washington D.C. – Die Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton hat ein Internetunternehmen dafür bezahlt, auf Server im Trump Tower und im Weißen Haus zuzugreifen, um nach Verbindungen zwischen Donald Trump und Russland zu suchen, dies behauptet ein US-Sonderstaatsanwalt.

John Durham, der Anwalt, der mit der die Ursprünge der Russland-Untersuchung (engl. Russia-Gate) untersucht, hat die Clinton Kampagne der Spionage beschuldigt. Der 71-jährige Durham wurde von Trumps Generalstaatsanwalt ernannt, um festzustellen, ob die Sammlung von Informationen über die Trump-Kampagne „rechtmäßig und angemessen“ war. Aufgrund seiner Rolle als Sonderstaatsanwalt konnte er seine Ermittlungen auch nach dem Ende der Trump-Regierung fortsetzten.

USA: Steele-Dossier bekommt Lücken – Hauptverantwortlicher von FBI festgenommen

Igor Y. Danchenko, der Hauptverantwortliche für das sogenannte Steele Dossier – ein 2016 erstelltes Dossier über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen dem damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und russischen Regierungsvertretern, um ihm zu Wahlsieg zu verhelfen – wurde im November 2021 vom FBI festgenommen.

In der Anklageschrift wird Danchenko unter anderem vorgeworfen, über „Quellen bestimmter Informationen“, die er Steele für das Dossier zur Verfügung gestellt und danach an das FBI weiter gegeben hatte, gelogen zu haben. Ein anderer Anklagepunkt bezieht sich auf Aussagen, die Danchenko gegenüber FBI-Agenten gemacht haben soll „bezüglich Informationen, welche er angeblich von einem anonymen Anrufer erhalten hatte, von dem er glaubte, dass es eine bestimmte Person sei, obwohl er wusste, dass dies unwahr war.“

Der anonyme Anrufer behauptete, dass es „eine laufende Kommunikation zwischen der Trump-Kampagne und russischen Beamten gab und dass der Anrufer angedeutet hatte, dass der Kreml bei der Wahl von Trump behilflich sein könnte.“

Clinton gegen Trump – Steele-Dossier: Wer erarbeitete es und warum?

Danchenko arbeitete an dem Dossier für den ehemaligen britischen Geheimdienstoffizier Christopher Steele, der, wie sich herausstellte, mit indirekter Finanzierung durch die Hillary-Clinton-Kampagne und das demokratische Nationalkomitee, mit der Erstellung von Oppositionsstudien beauftragt worden war.

Viele in dem Bericht enthaltene Behauptungen beruhten auf Gerüchten und Hörensagen, was Danchenko damals als „business as usual“ (zu Deutsch „Geschäft wie üblich“) verteidigte. Er betonte, dass er nicht gewusst habe, wer das Dossier finanziere, und dass seine Arbeit völlig unparteiisch gewesen sei.

USA: Stetig neue Entwicklungen um „Russia-Gate“

Das letzte Wort in „Russia-Gate“ scheint nicht gesprochen, in den US-Medien herrscht eine aufgeladene Stimmung mit schweren Anschuldigungen von beiden Seiten. Ein abschließendes Urteil wird es nur dann geben, wenn tatsächlich Straftaten im Zusammenhang mit Spionage oder derartigen vor den US-Gerichten zu Ende verhandelt werden. (lz)

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