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AUGUST 22, 2017, PHOENIX, AZ U.S. President Donald J. Trump speaks to crowd of supporters at the Phoenix Convention Center during a 2020 Trump rally (Joseph Sohm)
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Bald wird Donald Trump wieder seine berühmt-berüchtigten Kundgebungen abhalten. (Archivbild)

Kandidatur 2024?

Donald Trump will endlich wieder in der Menge baden

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Der abgewählte Präsident hat noch nicht genug. Noch im Juni will Donald Trump wieder seine berühmten Kundgebungen abhalten. Ist es die Vorbereitung auf die US-Wahl 2024?

USA - Bereits in Kürze wird Donald Trump zurück ins Rampenlicht treten. Auf einem Parteitag der Republikaner im US-Bundesstaat North Carolina wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten am Samstag (5.6.2021) zu seiner Anhängerschaft sprechen. Im Anschluss sollen noch im Juni und Juli mehrere der berühmten Kundgebungen Trumps stattfinden.

Es wären die ersten Großveranstaltungen Donald Trumps seit einem Auftritt in Tulsa im Juni 2020. Mitten in der Corona-Pandemie war Trump damals in den US-Bundesstaat Oklahoma gekommen. Es folgte die US-Wahl im November und die Niederlage des amtierenden Staatsoberhaupts gegen Herausforderer und Nun-Präsident Joe Biden. Um Trump wurde es zwar nicht viel ruhiger, die öffentlichen Auftritte des Milliardärs aber seltener. Bis auf eine Rede im Rahmen der Conservative Political Action Conference 2021 (CPAC), einer Veranstaltung von Republikaner-nahen Gruppen, hielt sich Trump im letzten Jahr mit öffentlichen Auftritten zurück.

Donald Trump tritt wieder öffentlich auf

Doch nun ändert sich das und dafür gibt es vor allem zwei Gründe: die Kongresswahlen 2022 (Midterm-Wahlen) und die Präsidentschaftswahl 2024. Die Republikaner wollen die Niederlagen, vor allem im US-Senat und selbstredend im Weißen Haus, wieder wettmachen. Im Senat würde ein einziger Sitz mehr reichen, um den Demokraten ihre Mehrheit wieder abzunehmen. Ob Donald Trump tatsächlich in das Rennen um die Präsidentschaft einsteigt, hat der 74-Jährige bislang öffentlichkeitswirksam offengelassen. Er werde demnächst etwas verkünden, „dass die Leute sehr glücklich machen wird“ kokettierte der Besiegte lediglich.

Donald John Trump
Geboren14. Juni 1946 New York
ParteiRepublikaner
Vermögen2,4 Milliarden USD (2021) Quelle: Forbes
EhepartnerinMelania Trump (verh. 2005)
KinderIvanka Trump, Donald Trump Jr., Barron Trump, Tiffany Trump, Eric Trump

„Wenn der Präsident fühlt, dass er in einer guten Position ist, dann gibt es eine gute Chance, dass er es tut“, sagte Donald Trumps Berater Jason Miller über dessen Ambitionen gegenüber dem US-Sender NBC. Doch bei den anstehenden Veranstaltungen ginge es ihm vor allem darum, „die Trump-Wähler zu den Midterm-Wahlen zu bringen“, so Miller.

Donald Trump greift in den Wahlkampf ein

Laut NBC liegt der Fokus des Teams von Donald Trump tatsächlich zunächst darauf, die ihm zugeneigten Kandidat:innen im innerparteilichen Wettkampf zu unterstützen. Dazu zählen Max Miller, ehemaliger Berater Trumps im Weißen Haus, der in den Vorwahlen gegen Anthony Gonzales, Abgeordneter aus Ohio, antritt.

Außerdem Jody Hice, der wiederum Trumps Erzfeind Brad Raffensperger herausfordert. Raffensperger war es, der das Wahlergebnis und damit Trumps Niederlage in Georgia als Wahlleiter offiziell bestätigt hatte. Das wiederum hatte Donalds Zorn erwachen lassen, der den altgedienten Republikaner Raffensperger daraufhin übel attackierte - vornehmlich über Twitter, zumindest, solange es ihm da noch gestattet war.

Tritt Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 an?

Doch es wäre nicht Donald Trump, wenn nicht er selbst bei all seinen Auftritten im Mittelpunkt des Geschehens stünden würde. Und da der zweimal „impeachte“ (und zweimal freigesprochene) Präsident ganz sicher nicht für einen Sitz im Senat oder im Repräsentantenhaus antreten wird, schwebt über allen Veranstaltungen mit ihm die Frage nach der Präsidentschaftskandidatur 2024: Tritt Trump an oder nicht?

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Während seine Chancen auf eine Kandidatur bei den Republikanern durchaus hoch wären, dürften seine Chancen auf einen Sieg bei einer nationalen Abstimmung eher schlecht liegen. Donald Trump genießt nach wie vor sehr hohe Zustimmung in seiner Partei. Laut einer Umfrage Universität Quinnipiac (Stand 26.05.2021) würden 66 Prozent der Parteimitglieder seine Kandidatur unterstützen. Laut derselben Umfrage lehnen parteiübergreifend 66 Prozent der Wahlberechtigten in den USA eine erneute Kandidatur von ihm ab. NBC wiederum kommt in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass Trump bundesweit nur noch eine generelle Zustimmung von 32 Prozent hat.

„Er würde die Vorwahl einfach nur durch seinen Namen gewinnen“, sagte ein ehemaliger, hochrangiger Mitarbeiter der Kampagne von Donald Trump ebenfalls gegenüber NBC. Trump würde sich dann aber schwertun, „die Infrastruktur [innerhalb der Partei] aufzubauen, um eine Wahl zu gewinnen“, so der anonym verbleibende Mitarbeiter. Der gescheiterte Präsident müsste dafür seine Rhetorik ändern, „um Vergebung bitten“ und „eine 180-Grad-Wende machen“ - alles Dinge, zu denen Donald Trump aller Erfahrung nach überhaupt nicht in der Lage ist.

Ermittlungen gegen Donald Trump laufen

Zudem stehen aktuell auch noch die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Trump Organization bevor. Diese könnten sich nach wie vor auch auf Donald Trump selbst ausweiten. Ob er als verurteilter Straftäter wirklich noch um das Präsidentenamt kandidieren würde, ist mehr als unwahrscheinlich - auch wenn es formal möglich wäre.

Bislang hat es übrigens erst ein einziger Präsident geschafft, nach einer verlorenen Wiederwahl erneut ins Weiße Haus einzuziehen. Grover Cleveland, der 22. und der 24. Präsident der USA. Im Gegensatz zu Donald Trump war Cleveland aber Demokrat. (Daniel Dillmann)

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