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Der frühere US-Präsident Donald Trump spricht mit der Presse, bevor er das Weiße Haus verlässt.
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Donald Trump ist auf einen Politiker aus seiner Partei wütend. (Archivbild)

Kritik an Wahlbetrugsmythos

Donald Trump wütet gegen Republikaner: US-Senator ein „Idiot“

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Der frühere US-Präsident spaltet auch die Republikaner. Nach Kritik an seinen Wahlbetrugsvorwürfen bekommt Donald Trump einen Wutausbruch.

Washington D.C. – Donald Trump spaltet die USA. Auf der einen Seite stehen seine glühenden Fans, die ihn und seine „Make America Great Again“-Bewegung bedingungslos unterstützen. Auf der anderen Seite versammeln sich seine vehementen Gegner:innen – meist Menschen, die der demokratischen Partei nahestehen. Nun spaltet der frühere US-Präsident aber auch seine Republikaner.

Einzelne republikanische Politiker:innen, die seine Mär von der manipulierten US-Wahl 2020 nicht mehr unterstützen wollen, stellen sich gegen Donald Trump. So etwa die Kongressabgeordneten Liz Cheney und Adam Kinzinger, die als einzige Mitglieder ihrer Partei im Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke am 6. Januar 2021 sitzen. Nun hat ein weiterer Republikaner Trump strikt widersprochen: US-Senator Mike Rounds aus South Dakota.

Donald Trump wütet nach Kritik an Wahlbetrugsvorwürfen

„Die Wahl war fair“, sagte Rounds in der Sendung „This Week with George Stephanopoulos“ des Fernsehsenders ABC am Sonntag (09.01.2022). „Wir haben als Republikaner die Wahl um die Präsidentschaft einfach nicht gewonnen“. Rounds erläuterte, die Republikaner hätten die Behauptungen über Unregelmäßigkeiten untersucht und keine nennenswerten Abweichungen gefunden.

Der Senator bezeichnete die Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug als kontraproduktiv – nicht nur für die gesamte amerikanische Demokratie, sondern auch für die republikanische Partei selbst. „Wenn wir einfach nur in die Vergangenheit blicken und unseren Leuten sagen, dass sie nicht wählen gehen sollten, weil es Betrügereien gibt, dann haben wir einen großen Nachteil“, sagte Rounds. Seine Partei solle nun den Fokus darauf legen, „was nötig ist, um diese Wahlen zu gewinnen.“ Verschwörungsmythen gehören für Rounds nicht dazu.

Donald Trump antwortete auf Rounds Aussagen bei ABC prompt. In einem Statement, das am Montag (10.01.2022) auf seiner Homepage geteilt wurde, bezeichnete der frühere Machthaber im Weißen Haus den Senator als „woke“ und nannte den TV-Sender „ABC Fake News“. Trump zufolge wurden manipulierte Wahlergebnisse unter anderem in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Georgia, Arizona, Michigan und Pennsylvania entdeckt. „Ist er verrückt oder einfach nur dumm? Die Zahlen sind schlüssig und die betrügerischen und irregulären Abstimmungen sind massiv“, wütete Trump.

Donald Trump: US-Senator Rounds ein „Idiot“

Trump kündigte an, Rounds bei anstehenden Wahlen nie wieder zu unterstützen und nannte ihn dabei einen „Idioten“. „Die linksradikalen Demokraten und falsche Republikaner wie ‚Senator‘ Mike Rounds machen es unserem Land nicht leicht, erfolgreich zu sein. Er ist eine schwache und ineffektive Führungspersönlichkeit, und ich verspreche hiermit fest, dass er nie wieder meine Unterstützung erhalten wird!“, so Donald Trump.

Wegen Joe Biden und schwachen Republikanern seien die USA innerhalb kürzester Zeit zu einer „Lachnummer in der ganzen Welt“ geworden, tobte Donald Trump in dem Statement. Vor einem Jahr – als er noch an der Macht war – habe es dagegen noch ganz anders ausgesehen, führte Trump aus. Damals seien die Vereinigten Staaten „respektiert und sogar gefürchtet“ gewesen.

Rounds reagiert trocken auf Wutanfall von Donald Trump

Der Wutausbruch von Donald Trump habe Mike Rounds „enttäuscht, aber nicht überrascht“, teilte der Senator auf Twitter mit. Trocken fügte er hinzu: „Wie auch immer, die Fakten bleiben die gleichen. Ich bleibe bei meiner Aussage. Der ehemalige Präsident hat die Wahl 2020 verloren“, schrieb Rounds.

Den Fakt, dass er bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 gegen Joe Biden verloren hat, will Donald Trump seit jeher nicht wahrhaben. Mit harten Bandagen kämpfte er vor zahlreichen Gerichten gegen das amtliche Wahlergebnis an, dort wurden sämtliche Klagen jedoch abgewiesen.

Trotzdem polterte der Republikaner weiter. Bei öffentlichen Auftritten, Reden und in Statements spricht Donald Trump immer wieder von angeblichem Wahlbetrug, korrupten Demokraten und geheimen Eliten, die ihn bekämpfen würden. „Unser Land geht vor die Hunde, und nicht einmal bei unseren Wahlen wird Transparenz zugelassen“, klagte Trump bereits zuvor. Beweise für all seine Verschwörungserzählungen gibt es keine. (tvd)

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