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Trump verspottet Biden: „Kein Respekt“ bei Queen-Beerdigung

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Von: Tim Vincent Dicke

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Vor den USA habe niemand mehr Respekt, meint Donald Trump. Als Beweis zieht er Bidens Sitzplatz bei der Trauerfeier von Queen Elizabeth heran.

Washington D.C. – Der amtierende US-Präsident Joe Biden hat am Montag (19.09.2022) die Trauerfeier von Queen Elizabeth II. besucht. Über den Sitzplatz des 79-Jährigen in der berühmten britischen Kirche Westminster Abbey macht sich dessen Vorgänger Donald Trump lustig. Er selbst war übrigens nicht eingeladen.

„Das ist es, was in nur zwei kurzen Jahren aus Amerika geworden ist. Kein Respekt!“, schrieb Donald Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social. „Aber es ist ein guter Zeitpunkt für unseren Präsidenten, die Regierenden einiger Länder der Dritten Welt kennenzulernen“, fügte der Republikaner hinzu. Dass die USA seit Bidens Einzug ins Weiße Haus auf dem absteigenden Ast seien, ist ein altbekanntes Narrativ Trumps.

Donald Trump witzelt über Bidens Platz 14

An dem Gottesdienst in Großbritannien nahmen etwa 2000 Gäste teil, darunter zahlreiche Monarch:innen und andere Staatsoberhäupter wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, Monacos Fürst Albert II. sowie dessen Ehefrau Fürstin Charlène.

Donald Trump
Donald Trump hat sich erneut über seinen Nachfolger Biden erregt. (Archivbild) © Ross D. Franklin/dpa

Joe Biden saß bei der Feier in der 14. Sitzreihe hinter zahlreichen Prominenten – für Trump ein Grund, sich über den Demokraten lustig zu machen. „In der Immobilienbranche, wie auch in der Politik und im Leben, DER STANDORT IST ALLES“, schrieb Trump, der mit Immobiliengeschäften viel Geld verdiente.

US-Präsident Biden trauert um britische Monarchin

Biden war gemeinsam mit Frau Jill über das Wochenende in die konstitutionelle Monarchie gereist, um von der Queen Abschied zu nehmen. Vor der Beerdigung hatten sich beide in das Kondolenzbuch der verstorbenen Königin eingetragen. Der Demokrat bezeichnete die Queen im Anschluss als anständig und ehrenhaft. „Unser Mitgefühl gilt der königlichen Familie – König Charles und seiner ganzen Familie. Es ist ein Verlust, der eine riesige Lücke hinterlässt. Und manchmal denkt man, dass man ihn nie überwinden wird“, so Biden.

Alle Menschen im Vereinigten Königreich hätten sein Mitgefühl, fügte Biden hinzu. „Ihr hattet das Glück, sie 70 Jahre lang zu haben. Das hatten wir alle. Die Welt ist durch sie besser geworden“, erklärte der US-Präsident.

Während der eigenen Amtszeit leistete sich Donald Trump mehrere Peinlichkeiten im Verhältnis zur königlichen Familie. So verletze er 2019 im Vorfeld zu einem Besuch der Queen das Protokoll – in einem Statement nutzte er die falsche Ansprache der Monarchin. Auf Schloss Windsor drängelte er sich zudem vor, ließ der Queen bei einer Ehrenformation nicht den Vortritt. (tvd)

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