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USA

Donald Trump bekommt Unterstützung von weiblichen Rechtsradikalen – ausgerechnet Proud Boys verärgert

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Zu den Proud Boys hat sich nun ein weibliches Pendant gegründet. Die Proud Girls sind ebenso radikal - und sorgen offenbar ausgerechnet für Ärger bei den Proud Boys.

  • Donald Trump: Ärger bei den Proud Boys wegen Gründung von Proud Girls.
  • US-Wahlen: Donald Trump stand zuvor in der Kritik wegen fehlender Distanz zu Proud Boys.
  • USA: Proud Girls in FBI-Bericht als rechtsextrem eingeschätzt.

Washington D.C. - Kurz vor der Stichwahl in Georgia tobt ein Streit innerhalb der rechtsextremen Anhängerschaft von Donald Trump. In den USA vertreten viele Wähler:innen Donald Trumps ein Frauenbild, das streng-konservativ ist: Häufig wird die Rolle der Frau auf die Familie reduziert. Viele rechts-konservative Anhänger:innen von Donald Trump in den USA und auch einige Republikaner sind außerdem Evangelikale. Dabei handelt es sich um eine streng religiöse, christliche Gruppierung, die sich unter anderem vehement gegen Abtreibungsrechte einsetzt.

Donald Trump: Vor der Stichwahl in Georgia tobt ein Streit bei rechtsextremen Anhänger:innen

Dass auch rechtsextremistische Gruppierungen häufig ein Frauenbild vertreten, das Frauen wenig Rechte zugesteht, ist in der Extremismus-Forschung bereits häufig festgestellt worden. Trotzdem radikalisieren sich in den USA offenbar auch viele Frauen, wie jetzt an der Gruppierung Proud Boys sichtbar wird. Die Proud Boys sind eine rechtsextreme Gruppe, die sich offen hinter Donald Trump stellt und sich auch gewaltbereit zeigt. Donald Trump wurde vielfach vorgeworfen sich nicht von der rechtsextremen Gruppierung zu distanzieren und sie sogar noch anzustacheln.

Mitglieder der Proud Boys demonstrieren am 12.12.2020 für den scheidenden US-Präsident Donald Trump in Washington.

USA: Rechtsextreme Proud Boys im Streit mit weiblichen Proud Girls

Zu den Proud Boys hat sich, laut „The Daily Beast“, ein weibliches Pendant gegründet: die Proud Girls. Die Gruppe bezeichnet sich auch als „Den Mothers“ und ist offen transphob, berichtet das Portal weiter. Kopf der Gruppe ist die 42-jährige Kampfsportlerin Tara LaRosa, die nach den Berichten der US-Nachrichtenseite bereits mit den Proud Boys auf einigen Demonstrationen für Donald Trump und gegen das Ergebnis der US-Wahlen 2020 mitlief. LaRosa hat im vergangenen Mai auch eine Chatgruppe der Proud Girls auf Telegram initiiert. Dies sorgt für Unmut bei den rechtsextremen Männern, die darauf noch am selben Tag reagierten. Das sei eine „lächerliche“ Idee. „Ihr wollt uns unterstützen? Heiratet, bekommt Kinder und kümmert euch um unsere Familie“, hieß es weiter von den Proud Boys.

US-Wahlen 2020: Donald Trump in der Kritik wegen Nähe zu Proud Boys

LaRosa reagierte jetzt ebenfalls auf den Social Media-Kanälen, wie auch „The Sun“ berichtet. Dabei gibt sie sich nicht weniger radikal und gewaltbereit wie die Proud Boys selbst: Ein Selfie zeigt sie mit dem führenden Proud Boy Enrique Torrio und dem Proud Boy-Podcaster Joe Biggs. „Sie wird uns anführen, die Antifa zu vernichten wie es selbst die Proud Boys nicht getan haben. Sie kann sogar jeden Proud Boy in der Welt schlagen“, heißt es unter dem Post. Zum Teil haben die Proud Girls auch Unterstützer von Proud Boys in einzelnen US-Bundesstaaten.

Bereits 2016 gab es die Gründung einer Facebook-Gruppe mit dem Namen Proud Girls, die über 3200 Follower hatte, aber 2018 wieder gelöscht wurde. Die Hintergründe dazu sind nicht bekannt. In einem internen FBI-Bericht sollen die Proud Girls im Zusammenhang mit den Proud Boys als „extremistische Gruppe mit Beziehungen zu weißem Nationalismus“ genannt worden sein.

Proud Boys: Donald Trumps Unterstützer stellen sich gegen weibliches Pendant

LaRosa fiel zuvor bereits durch ein Video auf einer Demonstration auf, auf dem sie eine Frau zu Boden geworfen haben soll. Die Frau, die gegen Donald Trump demonstrierte, sagte, sie könne nicht atmen, worauf LaRosa nur erwidert habe, dass es ihr „egal“ sei. Verhaftungen gab es im Anschluss nicht, was in den sozialen Netzwerken vielfach kritisiert wurde. (Delia Friess) Donald Trump reist plötzlich nach Washington – Störaktion am 6. Januar.

Rubriklistenbild: © JOSE LUIS MAGANA / afp

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