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Trump-Anhänger bei der Erstürmung des Kapitols in Washington, D.C. am 6. Januar 2021. Zu sehen ist der Treppenaufgang des Kapitolgebäudes, auf dem sich zahlreiche Protestierende befinden, viele von ihnen schwenken die Flagge der USA.
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Trump-Anhänger bei der Erstürmung des Kapitols in Washington, D.C. am 6. Januar 2021. (Archivfoto)

USA

Nach Kapitol-Ausschreitungen: „Proud Boys“ am Pranger

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Gegen vier führende Mitglieder der rechtsradikalen Gruppierung „Proud Boys“ läuft eine Klage. Sie hatten die Erstürmung des Kapitols im Geheimen vorbereitet.

  • Beim Sturm auf das Kapitol Anfang Januar 2020 waren auch Mitglieder der „Proud Boys“ beteiligt.
  • Die rechtsextremen „Proud Boys“ unterstützen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
  • Alle Nachrichten zur Politk in den USA auf unserrer Themenseite US-Politik.

Washington D. C. - Die Erstürmung des Kapitols durch hunderte Anhänger von Donald Trump am 6. Januar dieses Jahres zieht weitere juristische Konsequenzen nach sich. Jetzt sind vier führende Mitglieder der rechtsradikalen Gruppierung „Proud Boys“ angeklagt worden, wie die dpa berichtet. Nachdem bereits in der Vergangenheit mehrere Beteiligte der Krawalle angeklagt und zum Teil verurteilt worden waren, trifft es jetzt drei Anführer lokaler „Proud Boys“-Gruppen und einen Organisator mehrerer Veranstaltungen der Gruppe.

USA: Nach Sturm auf das Kapitol - „Proud Boys“ angeklagt

Wie die „Washington Post“ berichtet, werden den vier Männern unter anderem Verschwörung, Behinderung von Sicherheitskräften und Zerstörung von Regierungseigentum vorgeworfen. Drei von ihnen sind Ex-Mitglieder der US-Streitkräfte. Sie planten, die Zertifizierung der Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 der einzelnen US-Bundesstaaten durch den Kongress zu behindern. Um die Kosten der Anreise zu decken, sollen sie Spenden eingeworben haben. Außerdem hätten sie sich „paramilitärische Ausrüstung“ wie Schutzwesten und Funkgeräte besorgt, heißt es in der Anklage.

Über ihre Umsturzpläne sollen sie im Vorfeld über einen verschlüsselten Kanal mit dem Namen „Boots on the Ground“ kommuniziert haben. Weil sie eine Unterwanderung durch das FBI gefürchtet hätten, hätten sie die Chatgruppe am 4. Januar gelöscht. In einem weiteren, verschlüsselten Chat-Kanal sollen die Gespräche dann fortgesetzt worden sein. Der Anführer der „Proud Boys“, Henry „Enrique“ Tarrio, hatte Vorbereitungen zum Umsturz in der Vergangenheit dementiert. Die Gruppe hätte nie geplant, den Kongress zu erstürmen.

„Proud Boys“: Überzeugt von Donald Trump – und bereit zu organisiertem Widerstand

Bei der Erstürmung des Parlaments in der US-Hauptstadt Washington kamen fünf Menschen ums Leben. 139 Polizist:innen wurden laut „Washington Post“ attackiert, im Inneren des Kongresses suchten zahlreiche Politiker in ihren Büros Schutz vor der aufgebrachten Menge. Die Krawalle entfacht haben soll vielen Beobachtern zufolge auch der frühere US-Präsident Donald Trump. Schon vor und besonders vehement dann seit der US-Wahl am 3. November 2020 verbreitete er immer wieder falsche Behauptungen über die Wahl, angeblich sei ihm der Sieg „gestohlen“ worden.

Zahlreiche Gerichte wiesen entsprechende Klagen von Trumps Anwälten jedoch zurück, in einzelnen Bundesstaaten wurden die Stimmzettel ein zweites Mal ausgezählt, überall ohne signifikant abweichende Ergebnisse. Am Tag der Erstürmung selbst hielt Trump eine Rede in Washington. Unmissverständlich rief er dabei seine Anhänger auf, in Richtung Kapitol zu ziehen und dort ihrem Unmut Luft zu machen – dort kippte der zunächst friedliche Protest dann in ausgewachsene Krawalle. (Matthis Pechtold mit dpa)

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