Donald Trump am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota. Laut eines Berichts will sich der US-Präsident dort selbst verewigen lassen.
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Donald Trump am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota. Laut eines Berichts will sich der US-Präsident dort selbst verewigen lassen.

Bericht der New York Times

US-Präsident Donald Trump will sich am Mount Rushmore ein Denkmal setzen

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Laut der New York Times ist das Weiße Haus auf die Gouverneurin von South Dakota zugegangen, weil sich Donald Trump am Mount Rushmore verewigen will.

  • Will US-Präsident Donald Trump sein Gesicht am Mount Rushmore verewigen?
  • Laut eines Berichts der New York Times stellte das Weiße Haus bereits eine Anfrage an die Gouverneurin Kristi Noem zu dem Prozess.
  • Donald Trump bestreitet ein Interesse – hält es aber für eine gute Idee.

Washington - Laut eines Berichts der New York Times ist das Weiße Haus im vergangenen Jahr auf die republikanische Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, mit einer ungewöhnlichen Frage zugekommen. Dem Bericht zufolge ging es um den Prozess, einen weiteren Präsidenten zu Mount Rushmore hinzuzufügen. Offenbar hat US-Präsident Donald Trump den Traum, sein Konterfei an dem Felsen im US-Bundesstaat South Dakota zu sehen.

New York Times: Traum von Donald Trump, sein Gesicht am Mount Rushmore zu sehen

Der Mount Rushmore zeigt die Gesichter der Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt. Donald Trump soll sich schon 2018 für den Mount Rushmore interessiert haben. Laut eines Interviews aus dieser Zeit mit Noem sprachen Trump und sie bereits bei ihrem ersten Treffen im Oval Office über die Skulpturen. Sie habe damals gedacht, er mache Witze. „Ich begann zu lachen, doch er lachte nicht. Er war total ernst", erzählt Noem.

Anschließend soll Trump noch zu Noem gesagt haben, es sei sein Traum, sein Gesicht am Mount Rushmore zu sehen. Bei seinem diesjährigen Besuch am Mount Rushmore in South Dakota zum Independence Day (4. Juli, Nationalfeiertag der USA) soll Noem Donald Trump deshalb auch laut eines Insiders eine kleine Nachbildung der Skulpturen geschenkt haben, bei der das Gesicht des US-Präsidenten hinzugefügt wurde.

US-Präsident Donald Trump bestreitet Anfrage wegen Mount Rushmore

Donald Trump bestritt diesen Wunsch nach der Veröffentlichung des Artikels bei CNN und der New York Times – auf gewohnt harsche Art beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Das sind Fake-News der gescheiterten New York Times und schlecht bewerteten CNN. Habe das niemals vorgeschlagen, obwohl: Auf Basis all der Dinge, die in den ersten 3,5 Jahren erreicht wurden, vielleicht mehr als in jeder anderen Präsidentschaft, klingt es nach einer guten Idee für mich!“

Bei seiner Rede zum 4.Juli, dem Nationalfeiertag der USA, hatte Donald Trump vor dem Mount Rushmore die Skulpturen aufs Heftigste verteidigt. „Es wird für immer stehen bleiben, als ein ewiger Tribut an unsere Vorfahren und unserer Freiheit“, sagte er. Die Skulpturen werden seit langem von Aktivist*innen aufgrund der Geschichte und des Zwecks kritisiert. Unter den Kritiker*innen sind vor allem auch US-amerikanische Indigene, die die Entfernung der Köpfe fordern. Ihr Argument: Die Gesichter sind in einen Felsen gemeißelt, der in ihrem heiligen Land liegt. (Von Melanie Gottschalk)

Schock im Weißen Haus. Donald Trump wird aus einer Pressekonferenz evakuiert, zusammen mit seiner Belegschaft. Kurz zuvor waren vor dem Weißen Haus Schüsse gefallen.

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