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Donald Trump, Präsident der USA, war bereits fast pleite.

Donald Trump

Donald Trump: „Wirklich reich“ - mit einigen Pleiten

Dass er „wirklich reich“ ist, gehört zu wichtigsten Charakteristika von Donald Trump. Der 45. Präsident der USA hat jedoch nicht nur Erfolge zu verbuchen, einmal war er bereits fast pleite. Über solche Misserfolge schweigt Donald Trump jedoch.

  • Donald Trump definiert sich maßgeblich über sein Image als erfolgreicher Geschäftsmann.
  • Doch der amtierende Präsident der USA war einmal bereits fast pleite.
  • Nicht alle seine Projekte stellten sich als erfolgreich heraus.
Donald Trump gibt sich gerne siegessicher, Ambivalenzen und Grautöne gibt es bei ihm nicht. Das zeigt sich nicht nur während seiner beiden Wahlkämpfe in den USA, auch in der Corona-Krise bleibt Donald Trump selbstbewusst.

Gleiches gilt für den Umgang mit seinem Vermögen. „I am really rich“ betont Donald Trump 2015 bei seinem Wahlkampfauftritt in den USA und scheint seinen Erfolg als Geschäftsmann als ausreichenden Beweis dafür zu sehen, auch ein erfolgreicher Präsident zu sein. Doch in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Zweifel an der Geschäftstüchtigkeit des Präsidenten.

Eine Antwort auf die Frage nach dem Vermögen von Donald Trump zu finden, ist nicht leicht und immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Im Jahr 2015 gab Donald Trump beispielsweise an, zehn Milliarden Dollar zu besitzen. Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte sein Vermögen hingegen auf 3,7 Milliarden Dollar. 

Pleite von Donald Trump: Präsident der USA zahlte keine Einkommenssteuer

Im Jahr 2019 veröffentlichte die New York Times einen Bericht über die Finanzen von Donald Trump in den 1980er- und 1990er-Jahren. Die Zeitung gab an, ihr lägen bis dahin unbekannte Steuerunterlagen vor, laut denen seine Firmen zwischen den Jahren 1985 und 1994 insgesamt 1,17 Milliarden Dollar Verlust gemacht hatten. Nach Angaben der New York Times waren die Verluste Trumps in acht der zehn Jahren so hoch, dass er keine Einkommenssteuer zahlte. Bei den Dokumenten, auf die sich die New York Times beruft, handelt es sich demnach nicht um die Steuererklärung des Präsidenten der USA, sondern um offizielle Steuerunterlagen. Diese wurden von einer Person mit rechtsmäßigem Zugriff an die Zeitung weitergegeben.

USA: Donald Trump und seine gescheiterten Pleite-Projekte

Neben vielen erfolgreichen Projekten, wie seiner TV-Show „The Apprentice“ und zahlreichen profitablen Immobilienprojekten, hatte Donald Trump auch weniger überzeugende Ideen.

  • Im Jahr 1988 kaufte der heutige Präsident der USA eine Fluggesellschaft für Kurzstreckenflüge, die Eastern Air Shuttle. Die umgetaufte Trump Airlines polierte Donald Trump zu einer Luxuslinie auf. Diese ging jedoch pleite und verschwand.
  • Nur ein Jahr später präsentierte Trump sein Brettspiel Trump - The Game. Die Art Monopoly wurde jedoch im Jahr 1990 bereits wieder vom Markt genommen.
  • Neben seinen Immobilienprojekten besaß Donald Trump bis zum Jahr 2009 mehrere Ka sinos in Atlantic City, USA. Insgesamt meldete die Dachgesellschaft viermal Insolvenz an (1991, 2004, 2009 und 2014). Nachdem Donald Trump das Management im Jahr 2009 verließ, überließ er den Gläubigern und Angestellten die finanziellen Schwierigkeiten.
  • Auch kulinarisch wagte Donald Trump Experimente: Sein 2007 auf den Markt gebrachter Wodka hielt sich lediglich zwei Jahre auf dem Markt, die Trump Steaks waren immerhin von 2007 bis 2014 per Postversand erhältlich.
  • In seiner Trump Universitiy bot die Trum Organization Managementkurse für den Immobilienerfolg an. In Wahrheit handelte es sich dabei jedoch um reine Trump-Infomercials. Der Generalstaatsanwalt von New York verklagte Donald Trump wegen Betrugs auf 40 Millionen Dollar. Kurz nach der Präsidentschaftswahl 2016 erklärte sich der frischgebackene Präsident der USA in einer außergerichtlichen Einigung zu einer Zahlung von 25 Millionen Dollar bereit.
Von Josephine von der Haar

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