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Donald Trump schmeißt große Party für Verbündete in Mar-A-Lago

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marvin Ziegele

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Donald Trump und seine Gattin Melania Trump in Mar-a-lago. (Archivbild)
Donald Trump und seine Gattin Melania Trump in Mar-a-lago. (Archivbild) © Jim Watson/AFP

Donald Trump trifft sich mit Verbündeten – und lädt zur erneuten Debatte über den Wahlbetrug im Jahr 2020. 

Palm Beach – Donald Trump scheint sich dieser Tage über seine Niederlage während der US-Wahl 2020 unsicher zu sein. So räumte er vor wenigen Tagen aus Versehen seine Wahlniederlage ein. Doch nun traf sich der ehemalige Präsident der USA augenscheinlich mit zahlreichen Verbündeten auf seinem Domizil in Mar-a-Lago, um erneut über die Wahl 2020 zu debattieren, berichtet die Washington Post.

Donald Trump scheint, entgegen der versehentlichen Zugabe der Niederlage, fest davon überzeugt zu sein, betrogen worden zu sein. So soll er während der ausschweifenden Party auf seinem Anwesen viele Gäste nach Betrug in bestimmten US-Bundesstaaten befragt haben. Dabei soll er, so die Post, auch vage Behauptungen über „brisante Ergebnisse“, die noch ausstünden, getätigt haben.

Donald Trump in Mar-a-Lago: Stürmischer Beifall für ehemaligen Präsidenten

Als die Gäste durch den Saal schlenderten, posierten sie für Fotos mit Donald Trump, der breit grinste. Trump erntete jedes Mal, wenn er den Saal betrat – und vor und nach jeder seiner Reden – stürmischen Beifall und verdiente mit jedem Gast Geld.

Doch selbstverständlich hatte die gesellschaftliche Ausschweifung auf Donald Trumps Anwesen auch einen offiziellen Anlass. Die Premiere eines 42 Minuten langen Films mit dem griffigen Titel „Rigged: The Zuckerberg Funded Plot to Defeat Donald Trump.“ Der Streifen stammt aus der Feder des Präsidenten von Citizens United und Trumps jahrelangem Verbündeten David Bossie.

Donald Trump und die US-Wahl 2020: Der Betrüger-Konzern Facebook

Die Protagonisten: Eine Reihe von Trump-Beratern, die ihre Sichtweise über einen angeblichen Betrug von Facebook darlegen. Facebook solle den Demokraten während der US-Wahl 2020 geholfen haben, indem der Konzern Geld in die Bundesstaaten fließen ließ, um die Wahlbeteiligung zu steigern und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago, Schauplatz imposanter Feste.
Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago, Schauplatz imposanter Feste. © JOE RAEDLE/AFP

In romantisch anmutender Szenerie wurde das Plakat für den Film während des Sonnenuntergangs am Pool von Donald Trumps Anwesen platziert. Darauf zu sehen ist ein teuflisch anmutender Mark Zuckerberg, der nach Geld greift.

US-Wahl 2020: Facebook soll den Demokraten in die Hände gespielt haben

Der Film zeigt, wie eine Stiftung, teilweise von Zuckerberg geleitet, Bemühungen finanzierte, die allgemeine Wahlbeteiligung in den USA zu erhöhen. Darüber hinaus half die Stiftung beim Schutz vor dem Coronavirus im Zusammenhang mit der US-Wahl 2020. Zwar habe Zuckerberg laut dem Film nichts Illegales getan, aber Demokraten würden ranghohe Positionen in der Stiftung bekleiden.

Zuckerberg selbst erklärte im US-Nachrichtensender Fox News über einen Sprecher: „Als die Wahlinfrastruktur unseres Landes im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie vor noch nie dagewesenen Herausforderungen stand und die Bundesregierung keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stellte, um den Bundesstaaten und Kommunen die Durchführung von Wahlen zu ermöglichen, traten Mark Zuckerberg und [seine Frau] Priscilla Chan auf den Plan, um diese Finanzierungslücke mit zwei unabhängigen, gemeinnützigen Organisationen zu schließen und dem amerikanischen Volk bei der Stimmabgabe zu helfen.“

Donald Trump: Daten zu Mar-a-Lago

NameMar-a-Lago
OrtPalm Beach, Florida (USA)
Eröffnung1927
Im Besitz von Donald Trumpseit 1985

Donald Trump über den Ukraine-Krieg: „Es wäre einfach nie passiert“

Natürlich ließ der Hausherr Donald Trump es sich nicht nehmen, imposante Reden während der Feier in Mar-a-Lago zu schwingen. Er beteuerte erneut, dass Russland nicht in die Ukraine einmarschiert wäre, wenn er noch im Amt des Präsidenten verweilen würde.

Darüber hinaus hätte alleine seine Person im Präsidialamt dafür gesorgt, dass es viel weniger zivile Opfer in der Ukraine gäbe. Außerdem machte er die manipulierte US-Wahl 2020 für die steigende Inflation und die hohen Gaspreise verantwortlich. „Es wäre einfach nie passiert“, kommentierte Donald Trump die Berichte über zivile Opfer während des Ukraine-Konflikts.

Außerdem verdeutlichte Donald Trump mehrfach, dass er erneut für das Amt des Präsidenten der USA kandidieren werden. Sie johlten und riefen: „Wir werden Amerika wieder groß machen! Wieder!“ (marv)

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