Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Präsident ohne Twitteraccount

Parler: Bei Trump-Fans beliebte Plattform wohl mit Unterstützung aus Russland wieder online

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen
  • Delia Friess
    Delia Friess
    schließen

Die bei Fans von Donald Trump beliebte Plattform Parler meldet sich zurück. Hilfe für das rechte soziale Netzwerk könnte ausgerechnet von einem Unternehmen aus Russland kommen.

  • Twitter verbannt den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump dauerhaft von seiner Plattform.
  • USA: Die rechte Plattform Parler wurde nach den Angriffen auf das US-Kapitol vom Netz genommen.
  • Mit Hilfe eines Unternehmens aus Russland soll Parler seinen Betrieb wieder aufnehmen können.

Update vom Dienstag, 19.01.2021, 12.13 Uhr: Nachdem Amazon kürzlich die bei Trump-Anhänger:innen beliebte Onlineplattform Parler von seinen Servern verbannt hatte, meldet sich das soziale Netzwerk nun überraschend schnell zurück. John Matze, Chef des rechten sozialen Netzwerks, teilte laut „Spiegel“ mit, dass Parler bis Ende des Monats wieder komplett zugänglich sein soll.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sei ein Grund für die schnelle Wiederaufnahme des Betriebs auch in Russland zu finden. Die nun von Parler genutzten Internet-Adressen sollen demnach zu der Firma DDos-Guard gehören, welche von zwei Personen aus Russland geleitet werde und die bereits in der Vergangenheit mit rassistischen Internet-Seiten in Zusammenhang gebracht worden sei. Auch soll das Unternehmen Internet-Seiten der russischen Regierung unterstützt haben, berichtet der „Spiegel“.

Über das rechte soziale Netzwerk Parler hatten sich im Vorfeld der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar zahlreiche Nutzer:innen miteinander vernetzt und ihre Aktionen koordiniert. Hackerin:innen veröffentlichten im Nachgang viele Daten, die von Nutzer:innen der Plattform nach den Geschehnissen in Washington D.C. dort veröffentlicht wurden.

Das rechte soziale Netzwerk erfreut sich unter Donald Trumps großer Beliebtheit (Symbolbild).

Plan von Donald Trump: Sich anonym als „Person X“ auf Parler anmelden

Update vom Donnerstag, 14.01.2021, 15.00 Uhr: Der scheidende US-Präsident Donald Trump wollte sich offenbar anonym bei der bei Trump-Anhängern beliebten Twitter-Alternative Parler anmelden, wie der CEO der Plattform, John Matze, sagte. Trump plante anscheinend, sich unter dem Pseudonym „Person X“ auf der Plattform zu registrieren. Matze sagte außerdem, dass Amazon Web Services Trumps Pläne kannte und daher den Vertrag mit Parler aufkündigte, um Donald Trump keine weitere Präsenz in den Sozialen Medien zu geben.

Amazon hat die Entscheidung verteidigt, Parler von seinen Servern zu werfen. Parler ist seit Montag vom Netz, und es ist bisher unklar, ob der Dienst einen neuen Infrastruktur-Dienstleister finden kann. Die Plattform zog vor Gericht mit der Forderung, Amazon per einstweiliger Verfügung zur Rücknahme der Kündigung zu zwingen. Der weltgrößte Online-Händler ist auch ein führender Anbieter von Infrastruktur im Netz, auf die viele Start-ups und etablierte Unternehmen zurückgreifen.

Donald Trump: Parler offline - Rechte Plattform klagt jetzt gegen Amazon

Update vom Dienstag, 12.01.2021, 10.10 Uhr: Das Betreiberunternehmen der besonders unter Rechten beliebten Online-Plattform Parler klagt gegen Amazon. Der größte Serveranbieter der Welt hatte am Montag (11.01.2021) die Zusammenarbeit mit dem Online-Dienst eingestellt und die Plattform damit vorläufig stillgelegt. Parler argumentiert in seiner Klage, Amazon habe politisch motiviert gehandelt, außerdem solle damit Parlers Konkurrenzunternehmen Twitter begünstigt werden.

Rechtsexpert:innen attestieren der Klage gegenüber dem US-Medium „The Hill“ niedrige Chancen auf Erfolg. Parler habe bisher nicht nachvollziehbar belegt, dass sich Amazon und Twitter tatsächlich gegen sie verschworen haben. Amazon begründet die Aussetzung seines Vertrags mit Parler mit der hohen Zahl justiziabler Hasspostings, die auf dem Dienst kursierten. Radikale Anhänger von Donald Trump riefen dort reihenweise zu Gewalt auf. Auch die beiden größten App-Stores von Apple und Google nahmen die App aus ihrem Angebot.

Nicht mehr erreichbar: Die unter Rechten beliebte Social-Media-Plattform Parler

Seit der Sperre von Donald Trump auf dem bis dato für ihn sehr wichtigen Sozialen Netzwerk Twitter und einer Sperre durch Facebook sucht er neue Wege, direkt mit seinen Fans zu kommunizieren.

Donald Trump: Anhänger ruft zur Gewalt gegen Vize Mike Pence auf - Parler offline

Update vom Montag, 11.01.2021, 9.20 Uhr: Nachdem Google die Plattform Parler bereits aus ihrem Appstore verbannt hat, weil sie als Tummelplatz für rechtsextreme Anhänger:innen von Donald Trump gilt, ist Parler inzwischen ganz offline. Nach Recherchen von BuzzFeed News verlor die Plattform Parler nach der andauernden Kritik auch seinen Webhosting Service bei Amazon und ist seitdem offline. Parler, das 2018 gegründet wurde, nutzen zahlreiche radikale Trump-Anhänger:innen, Rechtsradikale und Antisemiten.

Auf der Online-Plattform Parler wurde zur Exekution von Mike Pence aufgerufen.

Donald Trump: Anhänger:innen rufen auf Parler zur Exekution von Mike Pence auf

Aber auch republikanische Politiker wie Devin Nune und der Senator Ted Cruz sind auf Parler vertreten. Zuletzt sorgte Parler für Ärger, weil auf der Plattform von dem Trump-Anhänger Lin Wood zur Gewalt gegen Vizepräsident Mike Pence aufgerufen wurde. Lin Wood schrieb davon, dass Mike Pence der „Erste“ sein werde. Der Anwalt wurde infolge seines Posts auf Parler dauerhaft von der Plattform gesperrt, wie John Matze, CEO von Parler, mitteilte.

Mike Pence, einst ein enger Vertrauter des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump, hatte sich zuletzt gegen Donald Trump gestellt und seine Treue zur US-Verfassung beteuert. Mike Pence verlas am 6. Januar auch das Ergebnis der US-Wahlen 2020 und erklärte damit den Demokraten Joe Biden zum Sieger. Damit stellte Mike Pence sich gegen Donald Trump, der bis heute seine Niederlage nicht anerkennen möchte.

Donald Trump und sein radikaler Anhänger mit Fellmütze: Demnächst gemeinsam auf Parler?

Erstmeldung vom Samstag, 09.01.2021, 11.00 Uhr: Washington D.C. - Nachdem der scheidende US-Präsident Donald Trump infolge des gewaltsamen Angriffs auf das Kapitol durch radikale Trump-Anhänger:innen in den USA dauerhaft von Twitter gesperrt wird, hat es nun weitere Konsequenzen von Tech-Firmen gegeben.

So hat das Internet-Unternehmen Google den Onlinedienst Parler aus seinem App-Store verbannt. Das umstrittene Netzwerk lasse „ungeheuerliche Inhalte“ zu, die zu tödlicher Gewalt anstiften könnten, erklärte Google am Freitag. Berichten zufolge wird Parler vor allem von Rechtsradikalen und radikalen Anhänger:innen von Donald Trump genutzt, die bei anderen Plattformen gesperrt sind.

Donald Trump: Viele radikale Anhänger nutzen die Online-Plattform Parler. So auch Jake Angeli (M.), der mit einer Fellmütze das Kapitol stürmte.

Donald Trump: Nach Sperrung auf Twitter wird die Plattform Parler teilweise gesperrt

„Wir sind uns bewusst, dass in der Parler-App weiterhin Beiträge gepostet werden, die zu anhaltender Gewalt in den USA aufstacheln“, begründete Google gegenüber der Nachrichtenagentur AFP diesen Schritt.

Auf Parler sind nach Recherchen des „Tagesspiegels“ Rechtsradikale und Holocaust-Leugner aktiv. Darunter sind auch die Proud Boys, eine gewaltbereite rechtsextreme Gruppe, die Donald Trump unterstützt. Parler selbst stilisiert sich als letzter Ort der freien Rede.

Parler: Auf der Plattform tummeln sich rechtsradikale Anhänger:innen von Donald Trump

Der radikale Anhänger von Donald Trump, Jake Angeli, der mit nacktem Oberkörper, bemaltem Gesicht und einer Fellmütze mit Büffelhörnern mit anderen Terroristen gewaltsam in das Kapitol eindrang und sich in der Aufmachung auf dem Flur des Kapitols fotografieren ließ, ist ebenfalls auf Parler aktiv. „Wir sind Patrioten an der vordersten Front in Arizona, und wir wollen unsere positive Energie nach (Washington) DC bringen“, schrieb Jake Angeli im Dezember auf der Online-Plattform Parler.

Sich selbst bezeichnete Angeli als „Schamane und Berater für Trump-Unterstützer“ sowie als „radikalen Soldaten der QAnon-Bewegung“. Die QAnon-Bewegung sieht den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump als Kämpfer gegen eine kriminelle Organisation von demokratischen Politiker:innen, Milliardär:innen und Hollywoodstars wie Lady Gaga.

Donald Trump: Radikaler Trump-Anhänger, der mit Fellmütze das Kapitol stürmte, nutzt Parler

Online-Nutzer hatten den Mann mit der Fellmütze zwischenzeitlich irrtümlich als Frontmann der britischen Band Jamiroquai, Jay Kay, gehalten. Dieser sorgte jedoch umgehend für Klarheit und schrieb auf Twitter: „Ich fürchte, ich war nicht bei diesen Freaks.“

Donald Trump: Das Auftreten des scheidenden US-Präsidenten und seiner Kinder im Netz steht in der Kritik

Donald Trump hatte auf Twitter seine Anhänger:innen immer wieder aufgehetzt und seine Niederlage bei den US-Wahlen 2020 gegen Joe Biden immer wieder verleugnet. Deshalb streben die Demokraten nun ein Amtsenthebungsverfahren an. Auch seine Kinder Ivanka Trump, Donald Trump Jr., Eric Trump und Tiffany Trump hatten mit Tweets auf den Social-Media-Plattformen während des Angriffs auf das Kapitol für Kritik gesorgt. Der CNN-Journalist Donie O‘ Sullivan äußerte bereits die Vermutung, dass Donald Trump sich nach der Sperrung seiner Konten auf Twitter, Facebook und Instagram auch nach Alternativen wie Parler umschauen wird. (Delia Friess mit afp)

Rubriklistenbild: © Jacopo Landi/ imago

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare