Donald Trump ließ nach einem Besuch in Paris Kunst aus der US-Botschafterresidenz in die USA bringen.
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Donald Trump ließ nach einem Besuch in Paris Kunst aus der US-Botschafterresidenz in die USA bringen.

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Donald Trumps Trip nach Paris: US-Präsident packt Kunst für 750.000 Dollar ein – „Es wird noch mehr herauskommen“

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Donald Trump ist bei einem Besuch in Paris so von der Kunst in der Botschafterresidenz begeistert, dass er sie einfach entfernen lässt und zurück in die USA mitnimmt.

  • Bei einem Besuch in Paris 2018 verweilt US-Präsident Donald Trump in der Residenz des US-Botschafters
  • Trump ist von der Kunstsammlung in der historischen Villa beeindruckt
  • Trump besteht darauf, die Kunst in die USA zu bringen bringen

Update, 15:15 Uhr: Jeffrey Goldberg, Journalist bei „The Atlantic“, erwartet, dass weitere Details zu Donald Trumps Beleidigungen gegenüber Angehörigen des Militärs bekannt werden. „Ich erwarte absolut, dass in den nächsten Tagen weitere Geschichten herauskommen werden und auch weitere Bestätigungen unserer Geschichten“, sagt Goldberg im Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN.

Goldberg verteidigte im Interview die Anonymität der Quellen, auf die sich der „Atlantic“ bei der Geschichte über Donald Trumps abfälligen Bemerkungen bezieht. Auch der telefonisch zugeschaltete Carl Bernstein verteidigte die Nutzung anonymer Quellen. „Ohne anonyme Quellen wäre unsere Berichterstattung über Watergate nicht möglich gewesen.“ Bernstein hatte gemeinsam mit Bob Woodward in den 1970ern den Watergate-Skandal aufgedeckt.

Donald Trumps Trip nach Paris: US-Präsident packt Kunst für 750.000 US-Dollar ein

Paris - Immer mehr Details des Frankreich-Besuchs von Donald Trump 2018 werden bekannt. Nach Berichten, dass der US-Präsident gefallene Soldaten als „Verlierer“ und „Trottel“ bezeichnet haben soll, gibt es neue Enthüllungen über die Reise.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Bloomberg News“, soll sich Donald Trump längere Zeit in der Residenz des US-Botschafters in Paris aufgehalten haben, anstatt einen amerikanischen Militärfriedhof zu besuchen. Von der Kunst in der historischen Villa soll Trump so begeistert gewesen sein, dass er sie einpacken und in die Air Force One laden ließ.

Donald Trump ließ Kunst aus der Botschafterresidenz in Paris mit in die USA nehmen

Das Treffen in Paris fand zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs statt. Donald Trump verweilte in der Residenz von Botschafter James McCourt, dem palastartigen „Hôtel de Pontalba", gelegen im 8. Arrondissement. Das Gebäude ist für seine Kunst bekannt und bietet Besucherinnen und Besuchern Führungen an. Die eigentlich geplante Reise zu einem Militärfriedhof für gefallene US-Marines fiel aus. Aufgrund regnerischen Wetters musste der Hubschrauber angeblich auf dem Boden bleiben. Eine Autokolonne für die rund 90 Kilometer wurde ausgeschlossen. Trump hatte daher sechs Stunden Freizeit in der Residenz.

Am Tag darauf soll er auf diverse Kunststücke hingewiesen haben, die er mit zurück nach Washington nehmen wolle. McCourt sei zwar verwundert gewesen, hatte jedoch keine Einwände. Donald Trump soll gescherzt haben, dass er die Kunstwerke "in sechs Jahren" zurückbekommen würde, wenn eine potentielle zweite Amtszeit zu Ende ginge. Ob Trump diese aber überhaupt erhält, klärt sich am 03. November bei den Präsidentschaftswahlen in den USA.

Donald Trump nahm Kunst aus Paris mit: Es handelt sich um Nachbildungen

Die Werke wurden in das Präsidentenflugzeug, die Air Force One, geladen. Ein Porträt und eine Büste des US-Gründervaters Benjamin Franklin, sowie eine Sammlung silberner Figuren der griechischen Mythologie befinden sich heute im Weißen Haus. Das bestätigte ein Sprecher von Donald Trump, Judd Deere.

„Der Präsident hat diese wunderschönen, historischen Werke, die dem amerikanischen Volk gehören, zurück in die USA gebracht, damit sie prominent im Weißen Haus ausgestellt werden“, so Deere gegenüber „Bloomberg News". Das Vorgehen von Donald Trump sorgte für einen wütenden E-Mail-Austausch zwischen dem Weißen Haus und der für Botschaften zuständigen US-Behörde. Letztlich war es jedoch legal, da die Kunst Eigentum der US-Regierung ist.

Der Wert der Stücke wird auf etwa 750.000 US-Dollar geschätzt. Bei den Figuren und der Büste von Benjamin Franklin soll es sich um Nachbildungen handeln. Auch das Porträt Franklins war nur eine Kopie. Das Original befand sich in der National Portrait Gallery, eine Meile vom Weißen Haus entfernt.

Donald Trump verlängert ein Verbot der Ölbohrungen in Florida. Da es der bisherigen Energiepolitik des Präsidenten widerspricht, vermutet Joe Biden ein Wahlkampfmanöver hinter Trumps vorgehen.

Außerdem werden von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Corona-Schecks an Österreicher*innen ausgezahlt.

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