Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

US-Präsident

Donald Trump „feiert“ an der Mauer zu Mexiko – Corona-Infektionen durch Fan-Ansturm drohen

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
    schließen
  • Moritz Serif
    Moritz Serif
    schließen

In den letzten Tagen seiner Amtszeit fährt Donald Trump an die Grenze zu Mexiko, und besucht das Bauwerk, mit dem einst alles angefangen hat.

  • Donald Trump ist noch Präsident der USA. Die US-Wahl 2020 hat er jedoch gegen Joe Biden verloren.
  • Vor der Amtsübergabe an Biden, besucht Trump nochmals die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Die örtlichen Behörden befürchten ein Corona-Superspreader-Event.
  • Alle Trump-News finden Sie auf unserer Themenseite.

+++ 22.00 Uhr: Donald Trump war diesmal recht kurz angebunden. Seine Rede in Alamo im US-Bundesstaat Texas vor der Mauer an der US-Südgrenze zu Mexiko dauerte nämlich gerade ein mal 22 Minuten – eine eher kurze Ansprache für den normalerweise weitaus redseligeren Präsidenten. Dafür sparte er nicht mit Selbstlob. Einen Großteil seiner Rede verbrachte Donald Trump jedenfalls damit, seine Einwanderungspolitik zu rühmen.

Donald Trump will am Donnerstag zur Mauer an der mexikanischen Grenze reisen, um sich „feiern“ zu lassen. (Archivfoto)

Zudem nutzte er den Auftritt für eine düstere Warnung an die Demokraten und den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Maßnahmen, die jetzt gegen ihn ergriffen würden, würden auf sie zurückfallen, drohte Donald Trump. „Der 25. Verfassungszusatz stellt null Risiko für mich dar, aber er wird zurückkommen und Joe Biden und die Biden-Regierung heimsuchen.“ Er fügte hinzu: „Seid vorsichtig, was ihr euch wünscht.“

Donald Trump will sich an der Mauer zu Mexiko „feiern“ lassen. (Archivfoto)

Auf Grundlage des 25. Verfassungszusatzes kann der Vizepräsident der Vereinigten Staaten den Präsidenten mit einer Mehrheit wichtiger Kabinettsmitglieder für unfähig erklären, das Amt des Präsidenten weiter auszuführen. Die Demokraten haben infolge der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger Trumps Druck auf Vizepräsident Mike Pence gemacht, Trump noch vor dem Ende seiner Präsidentschaft kommende Woche des Amtes zu entheben. 

Donald Trump besucht Mauer zu Mexiko: Corona-Risiko durch Ansturm seiner Fans befürchtet

Update vom 12.01.2021, 14.30 Uhr: Alamo – Donald Trump plant am Donnerstag die Mauer an der mexikanisches Grenze zu besuchen. Der scheidende US-Präsident will vor Ort „feiern“, dass rund 400 Meilen des Walls in seiner Amtszeit fertiggestellt wurden. Bezüglich Trumps Besuchs gibt es allerdings Bedenken. Der texanische Gesundheitsminister befürchtet, dass sich die Veranstaltung zum Superspreader-Event für das Coronavirus entwickeln könnte. Das berichtet das US-amerikanische Nachrichtenportal „The Daily Beast“.

Gesundheitsminister Ivan Melendez konkretisiert, dass sich Trump-Fans vor Ort einfinden könnten. „Ich bin sehr besorgt darüber, dass es zu einer Übertragung kommen kann, wenn es eine Menschenmenge ohne soziale Distanz gibt“, so Melendez. Zudem bestehe die Befürchtung, dass keiner der anwesenden Anhänger eine Maske tragen wird, ergänzt er.

Donald Trump plant die Mauer an der mexikanisches Grenze zu besuchen. Das örtliche Gesundheitsamt befürchtet ein Superspreader-Event. (Archivfoto)

Melendez hofft auf ein rigoroses Durchgreifen der Sicherheitskräfte. Er rechnet jedoch damit, dass es zu Widerstand kommen wird. „Aber was die Strafverfolgungsbehörden versuchen und was die Massen tun, sind zwei verschiedene Dinge“, betont er.

Erstmeldung vom 11.01.2021, 12.00 Uhr: Alamo/Texas – Nach den Ausschreitungen in Washington ist es ruhig um Donald Trump geworden. Grund dafür ist unter anderem der Facebook- und Twitterbann des US-Präsidenten. Doch nun kommt Bewegung in die Geschichte. Wie „NBCDFW“ und „Dailymail“ übereinstimmend berichten, befindet sich der US-Republikaner nämlich mal wieder auf Reisen. Und zwar ausgerechnet an die Grenze zu Mexiko, die sich unter anderem in Alamo/Texas befindet.

Doch was hat das Staatsoberhaupt der USA dort am Donnerstag (14.01.2021) vor? Laut „Dailymail“ möchte Donald Trump gebührend zelebrieren, dass unter seiner Präsidentschaft 400 Meilen (circa 644 Kilometer) der Mauer an der Grenze zu Mexiko fertiggestellt wurden. Außerdem wolle sich der US-Präsident dafür rühmen und preisen lassen, dass dank der „Wall“ illegale Einwanderungen abnahmen.

US-Präsident Donald Trump reist nach Mexiko und will Mauerbau „feiern“

Jason Miller, Wahlkampfberater Donald Trumps, hat den Besuch des Präsidenten bereits angekündigt. „Trump wird die amerikanische Grenze zu Mexiko besuchen, um die Errichtung der Mauer zu feiern“.

Der Bau der Mauer war großer Teil des Wahlprogramms, mit dem der damalige Präsidentschaftskandidat gegen Hillary Clinton 2016 angetreten war. Damals versprach Donald Trump, dass Mexiko für die Kosten des Baus aufkommen müsse. Fakt ist jedoch, dass bislang die amerikanischen Steuerzahler:innen für Trumps Herzensprojekt vollständig aufkommen mussten. Wie „Daily Mail“ weiter berichtet, sei ein Großteil der Mauer erst vergangenes Jahr errichtet worden. Dafür hätten die USA „Millionen“ in den Bau gesteckt, um das Projekt noch fertigzustellen.

Nach den Randalen im Kapitol – Erster Auftritt von US-Präsident Donald Trump

Der Besuch des Nochpräsidenten wird sein erster öffentlicher Auftritt seit den Randalen in Washington sein. Vergangene Woche hatte der Republikaner seine Anhänger zu den Ausschreitungen aufgestachelt. Deshalb möchten die Demokraten ein Impeachment gegen Donald Trump einleiten. Zwischenzeitlich war der Politiker auch gänzlich untergetaucht - es wurde deshalb spekuliert, dass Trump seine Flucht nach Schottland vorbereiten könnte. Die engsten Unterstützer hat er nämlich verloren. Darunter auch Mick Mulvaney, Betsy Devos und Elaine Chao. Eine vorzeitige Amtsenthebung wäre eine weitere Niederlage für Donald Trump. (Moritz Serif, Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Samuel Corum/Mediapunch/Imago Images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare