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Machtbasis in Florida

Donald Trump in Mar-a-Lago: Hoffnungsträger und Hochzeitscrasher

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Donald Trump schart im Golfresort Mar-a-Lago zahlreiche Fans um sich. Es ist aber nicht der Personenkult allein, der Republikaner nach Florida lockt.

Palm Beach – Eigentlich betrachtet Donald Trump das Weiße Haus in Washington weiterhin als seinen legitimen Wohnsitz. Schließlich habe er die Präsidentschaftswahl vergangenen November gewonnen, so verbreitet es der ehemalige Präsident immer noch. Die Suche nach handfesten Beweisen für diese Erzählung muss vorerst allerdings in Trumps Refugium in Florida stattfinden, das Weiße Haus ist seit dem 21. Januar 2021 wieder belegt. Sein Golfclub Mar-a-Lago an der Westküste Floridas entwickelt sich nun Stück für Stück zu einer Art Knotenpunkt von Trump-Anhänger:innen. Und auch Trump selbst scheint sich im Kreise seiner Fans wohlzufühlen.

So wohl, dass er sich auch schon unangemeldet auf Veranstaltungen in Mar-a-Lago gezeigt hat, wie das US-Medium Bloomberg jüngst berichtete. Demnach soll Donald Trump vor kurzem plötzlich auf einer Gedenkfeier für einen Verstorbenen aufgetaucht sein und eine Rede gehalten haben. All das, obwohl Trump die verstorbene Person gar nicht gekannt haben soll. Ähnliche Szenen haben sich auch Ende März zugetragen, als Trump auf einer Hochzeit in Mar-a-Lago das Mikro ergriff und flugs einige politische Botschaften unter die Anwesenden brachte.

Wohlfühlzone Mar-a-Lago: Donald Trump genießt anhaltendes Interesse von Fans

Es wirkt, als besitze Donald Trump weiterhin jede Menge Selbstbewusstsein, trotz seiner Niederlage bei der vergangenen US-Wahl gegen Joe Biden. Er bade den ganzen Tag über in „Bewunderung“, schreibt Businnes Insider. Betritt er den Speisesaal in seinem luxuriösen Anwesen in Palm Beach, würden Menschen aufstehen und ihm applaudieren; kehrt er zurück auf den Golfplatz, würde er sogleich um Selfies gebeten werden. „Donald Trump braucht die Bewunderung der Menge so wie Sie oder ich Sauerstoff zum Atmen brauchen“, sagt sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen.

Politischer Knotenpunkt in Florida: Donald Trump auf seinem Anwesen Mar-a-Lago. (Archivbild)

Und in Mar-a-Lago wird dieses Bedürfnis offenbar erfüllt. Zahlreiche einflussreiche Trump-Vertraute sind mittlerweile in die Region gezogen. Seine Tochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner haben eine Villa in Miami erstanden, Donald Trump Jr. hat sich mit seiner Partnerin Kimberly Guilfoyle einige Dutzend Kilometer nördlich von Palm Beach niedergelassen, ebenso auch Sean Hannity, Starmoderator beim Fernsehsender Fox News. Attraktiv ist der Staat für Trump-Getreue auch dank des Engagements von Gouverneur Ron DeSantis. Der Republikaner machte sich bereits mit verhältnismäßig lockeren Corona-Regeln einen Namen. Seine Politik passt zu Donald Trumps Grundsatz, die Gefahren des Coronavirus ja nicht in den Vordergrund zu rücken. Trump in Florida, das sei wie die „Kirsche oben drauf“, erkärt ein ehemaliger Regierungsmitarbeiter gegenüber Bloomberg.

Donald Trump in Mar-a-Lago: Republikaner setzen auf seine Zugkraft bei künftigen Wahlen

Ein Parteifunktionär der Republikaner präsentiert eine weitere Erklärung dafür, warum sich so viele Parteifreunde weiterhin an Donald Trump orientieren: Er mobilisiert immer noch genug Wähler:innen, landauf, landab. Für die bereits 2022 stattfindenden Zwischenwahlen könnte das entscheidend sein. Gelingt es der Partei, in mindestens einer der beiden Parlamentskammern in Washington die Mehrheit zu erobern, würde das Joe Bidens weitere politischen Ambitionen schwere Steine in den Weg legen.

Alle wichtigen News und Updates zu Donald Trump finden Sie auf unserer Themenseite US-Politik.

Solange Trump die Aufmerksamkeit immer wieder neu entfachen kann und genug Einfluss innerhalb der Partei ausübt, freut sich indes auch das örtliche Gastgewerbe. Man profitiert vom anhaltenden Besucherstroms finanziell potenter Netzwerker und Polit-Strategen – ob man nun selbst zu Donald Trump hält oder nicht. (mp)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

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